karrieretipps.deKarriereVon den Kollegen ausgegrenzt - So werden Sie Teil des Teams

Von den Kollegen ausgegrenzt - So werden Sie Teil des Teams

Von den Kollegen ausgegrenzt - So werden Sie Teil des Teams
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Inhalt:
  1. Von den Kollegen ausgegrenzt
    1. Sind Sie der oder die Neue?
    2. Manchmal passt es einfach nicht 
    3. Gruppenbildung 
  2. Tipps für ein besseres Verhältnis mit den Kollegen
    1. Mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft punkten
    2. Interesse zeigen 
    3. Das Gespräch suchen 

Ausgeschlossen zu werden fühlt sich nicht gut an. Besonders am Arbeitsplatz kann es einem ganz schön zu schaffen machen. Die Arbeitstage werden dadurch länger, der Stress und die Unsicherheiten größer. Man beginnt an sich selbst, aber auch an seinen Leistungen zu zweifeln. Wer sich von den Kollegen ausgegrenzt fühlt, steht nicht nur unter enormem Leistungsdruck, sondern auch unter sozialem Druck. Was denkt der Chef, wenn alle gemeinsam etwas unternehmen und ich als einzige/r nicht eingeladen werde? Wirkt sich das negativ auf meine Karriere aus? Warum gehöre ich nicht dazu? Machen Sie sich nicht verrückt! Hier informieren wir Sie über mögliche Ursachen und geben hilfreiche Tipps, wie Sie ein besseres Verhältnis zu Ihren Kollegen aufbauen können!

Von den Kollegen ausgegrenzt

Sind Sie der oder die Neue?

Eine mögliche Ursache dafür, dass Sie sich noch nicht wie ein Teil des Teams fühlen, könnte sein, weil Sie noch relativ neu im Unternehmen sind. Neuankömmlinge werden häufig in den ersten Tagen und Wochen mit offenen Armen empfangen. Alles scheint gut zu sein. Doch im Laufe der Zeit vergisst man, dass Sie noch nicht richtig dazugehören und dann passiert es: Ohne böse Absicht werden Sie ignoriert. Ein Grund dafür kann sein, dass Ihre Kollegen Sie einfach noch nicht so gut einschätzen können und daher auch nicht wissen, ob Sie überhaupt Lust darauf haben, Ihren Feierabend oder Ihre Pausen mit den Mitarbeitern zu verbringen. Hier kann es bereits Helfen, wenn Sie Ihr Interesse daran mitteilen, etwas mit Ihren neuen Kollegen unternehmen zu wollen. Ein weiterer Tipp: Lassen Sie sich Zeit. Manche Arbeitnehmer arbeiten seit vielen Jahren zusammen. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie neue Kollegen ignorieren oder ausschließen. Bleiben Sie geduldig, es kann eine gewisse Zeit dauern, bis Sie sich wie ein vollwertiges Mitglied des Teams fühlen.

Manchmal passt es einfach nicht 

Haben Sie das Gefühl, Sie und Ihre Kollegen passen einfach nicht so gut zusammen? Das ist in Ordnung! Wer sich verstellen muss, um den anderen zu gefallen, wird damit auf Dauer auch nicht glücklich. Um die Zugehörigkeit zu Anderen nicht zu gefährden, gibt es nicht wenige Menschen, die bezüglich ihrer Hobbys, religiösen oder politischen Ansichten, oder auch bezüglich gewisser Wertvorstellungen lügen. Hier muss jeder selbst überlegen, ob er oder sie dies in Kauf nehmen möchte oder nicht. Sind Sie zum Beispiel Zeuge, wie ein Kollege einen Praktikanten mobbt, aber nichts dagegen tun und dem Kollegen auch nicht sagen, dass Sie das nicht in Ordnung finden, nur um sich die „Freundschaft“ zu diesem nicht kaputt zu machen, riskieren Sie ein schlechtes Gewissen. Wägen Sie selbst ab, wie viel von Ihrer individuellen Persönlichkeit Sie für die Zugehörigkeit zu anderen Kollegen zurückstecken. Sind Sie dazu nicht bereit, dann brauchen Sie sich auch nicht schlecht zu fühlen. Manchmal ist es eben wichtiger, sich selbst treu zu bleiben. 

Gruppenbildung 

Dachten Sie, die Bildung von kleinen Gruppen und Klicken sei ein Ding der Schulzeit? Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Aus diesem Grund ist es für manche schwierig, im Berufsleben mit der Klickenbildung aufzuhören. Gleichzeitig fühlen sich Arbeitnehmer, die Teil so einer Gruppe sind, sehr wohl in dieser. Die Klicke wird zu einer Art Freundeskreis am Arbeitsplatz. Man fühlt sich geschützt und stärker, als wenn man sich alleine durch den Joballtag schlagen müsste. Das Problem: Wenn man nicht selbst Teil so einer Gruppe ist, sondern immer wieder das Gefühl bekommt, außen vor zu sein und einfach nicht dazuzugehören.

Arbeitnehmer, die sich von so einer Gruppe am Arbeitsplatz ausgeschlossen fühlen, dürfen dies auf keinen Fall persönlich nehmen. Denn: Die Gruppenzugehörigkeit wird von ganz banalen Dingen bestimmt. Forscher fanden heraus, dass willkürliche Dinge, wie das Verfolgen einer Serie, der gleiche Lieblingsschauspieler, oder selbst die bevorzugte Farbe bei einem Hemd bestimmen kann, ob sich Arbeitnehmer untereinander sympathisch sind und eine Gruppe bilden oder nicht. Wenn Sie also an Ihrem ersten Arbeitstag ein kariertes Hemd trugen, viele Ihrer Kollegen aber einfarbige Hemden präferieren, kann Sie diese Tatsache bereits für die Zugehörigkeit einer Gruppe disqualifiziert haben. Ergo: Nehmen Sie es auf keinen Fall persönlich, wenn Sie nicht so richtig dazugehören! Wenn Sie unbedingt dazugehören möchten, können Sie folgende Dinge ausprobieren:

Tipps für ein besseres Verhältnis mit den Kollegen

Verbringen Sie Zeit mit all Ihren Kollegen. Nicht nur mit Ihren unmittelbaren Tischnachbarn oder dem einen Kollegen, mit dem Sie regelmäßig die Mittagspause zusammen verbringen. Lernen Sie auch die anderen Mitarbeiter in Ihrer Abteilung besser kennen. Laufen Sie nicht immer einer Büro-Gruppe hinterher, zu der Sie ohnehin nicht richtig dazugehören. Seien Sie stattdessen offen und aufgeschlossen anderen gegenüber. Wenn Sie mit möglichst vielen Kollegen Kontakt haben und sich auch gut mit diesen verstehen, profitiert nicht nur Ihr sozialer Status davon, sondern auch Ihre Arbeit.

Um sich besser mit Ihren Kollegen anzufreunden, organisieren Sie auch außerhalb der Büroräume treffen. Wie wäre es mit einem Feierabendbier am Donnerstagabend? Oder gehen Sie in der Mittagspause gemeinsam in ein Café am Ende der Straße. Eine weitere Möglichkeit: Sich zum Sport zu verabreden. Bringen Sie Laufschuhe und Kleidung zum wechseln mit und gehen Sie nach Feierabend mit ein paar Kollegen joggen. Überlegen Sie sich etwas, dass sowohl Ihnen als auch ein paar Ihrer Kollegen Spaß machen würde und laden Sie diese zu so einer Aktivität ein. Wer auch außerhalb der Arbeitszeit Zeit mit seinen Kollegen verbringt, sollte keine Probleme mehr mit Ausgrenzung am Arbeitsplatz haben. 

Mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft punkten

Seien Sie immer nett und höflich. Mit kleinen Aufmerksamkeiten, wie dem täglichen Guten Morgen-Sagen hinterlassen Sie bereits einen guten Eindruck. Wenn Sie in die Küche gehen um sich einen Kaffee zu holen, fragen Sie Ihre Kollegen, ob Sie diesen etwas mitbringen können. Stöhnt jemand über zu viel Arbeit, bieten Sie Ihre Hilfe an. Ihre Kollegen werden Ihre Hilfsbereitschaft anerkennen und das Gefühl, ausgegrenzt zu werden, gehört hoffentlich schon bald der Vergangenheit an. 

Interesse zeigen 

Haben Sie sich schonmal gefragt, ob Ihre Kollegen überhaupt wissen, dass Sie sich ausgegrenzt fühlen? Möglicherweise denken diese einfach nur, dass Sie kein Interesse daran haben, etwas mit ihnen zu unternehmen. Dieses Missverständnis können Sie aus dem Weg räumen, indem Sie Interesse an Ihren Kollegen zeigen. Erkundigen Sie sich danach, wie deren Wochenende war. Fragen Sie danach, wie der Urlaub war, wie es den Kindern geht, etc. Durch aktives Zuhören und dem Stellen von Fragen zeigen Sie echtes Interesse an dem Menschen, der hinter Ihrem Kollegen steckt. Das kann zusammenschweißen. Ihre Kollegen werden ihre Meinung ändern und annehmen, dass Sie doch Interesse daran haben, mehr mit diesen zu tun zu haben.

Das Gespräch suchen 

Wenn nichts hilft, dann sprechen Sie Ihr Problem an. Sagen Sie Ihren Kollegen, dass Sie sich ausgeschlossen fühlen und gerne ein Teil des Teams werden würden. Wenn sich keine Besserung einstellt, können Sie auch mit Ihrem Vorgesetzten darüber reden. Vielleicht hat dieser eine Idee, wie Sie mehr integriert werden können. Wenn nicht, bleiben Ihnen zwei Möglichkeiten: Wenn es Ihnen besonders wichtig ist, dass Sie sich mit Ihren Kollegen sehr gut verstehen und Sie nicht damit leben können, als Außenseiter im Büro abgestempelt zu werden, bitten Sie um eine Versetzung in eine andere Abteilung. Die andere Möglichkeit die Sie haben ist, das Ganze zu akzeptieren und einfach nur Ihren Job zu machen. Seien Sie gut in dem was Sie tun. Sie machen sich damit unverzichtbar für das Team. Und vielleicht verschafft diese professionelle Haltung Ihnen schon bald die erhoffte Beförderung und damit einen Einsatz in einem neuen Team!

Quellen:

businessnewsdaily.com | Trouble Fitting In? 8 Ways to Make Friends at Work 

forbes.com | How to Deal With Cliques At Work


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