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Tipps und Tricks wie Sie am besten mit ihrem Psycho-Chef umgehen

Tipps und Tricks wie Sie am besten mit ihrem Psycho-Chef umgehen
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Tanja Tänzer am 02.01.2018 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. Weshalb es vor allem unter Führungskräften Psychopathen gibt
  2. Wie Ihnen ein psychopathischer Chef auffällt
  3. Psychopathischer Chef erkannt, was nun? – wie Sie dieser Lage völlig problemlos Herr werden können
  4. Fazit: das Erfolgsrezept gegen psychopathische Chefs heißt „Abstand gewinnen“

Weshalb es vor allem unter Führungskräften Psychopathen gibt

Psychopathie hat vor allem biologische Gründe, wie man mittlerweile weiß. Offenbar spielen bei der Entstehung dieser relativ weit verbreiteten Persönlichkeitsstörung die Gene oftmals eine große Rolle, hinzukommen aber auch externe Faktoren, die die Entstehung begünstigen können. Das können zum Beispiel traumatische Ereignisse aus der frühen Kindheit sowie eine extrem autoritäre Erziehung sein sowie können auch schwierige Lebensumstände und emotionale Abstumpfung Auslöser jener Wesensform sein.

Psychopathen vereinen dabei vor allem folgende Merkmale:

  • sie sind im Großen und Ganzen gefühlskalt
  • es fällt ihnen schwer, sich in andere Menschen hineinzuversetzen
  • sie weisen keinerlei Schuldgefühle auf
  • haben ein extrem starkes Bedürfnis nach Macht und Kontrolle
  • sind gute Schauspieler
  • sind sehr impulsiv
  • sind manipulativ und möchten andere Menschen gegeneinander ausspielen

Da es sich bei der Psychopathie um eine behandlungsdürftige Persönlichkeitsstörung handelt, ist im Umgang mit Psychopathen Vorsicht geboten. Dennoch begeht nicht jeder Psychopath im Laufe seines Lebens ein Gewaltverbrechen oder Ähnliches. Der Großteil aller Psychopathen, der unter Führungskräften einen geschätzten Anteil in Höhe von 6 Prozent ausmacht, verhält sich weitgehend unauffällig, nur sporadisch treten die Symptome dabei nach außen hin in Erscheinung. Gerade als Führungskraft sind viele der genannten Symptome – zumindest in abgeschwächter Form – jedoch sogar vorteilhaft.

Denn im Wesen einer Führungskraft muss ein gewisser Grad an Selbstbewusstsein, Durchsetzungsfähigkeit sowie Resolution, fordernde Kommunikation und eben auch ein souveränes Auftreten innewohnen. Also um jene Charaktereigenschaften, die Psychopathen von Haus aus mitbringen, diese jedoch oftmals übertreiben und den Menschen in ihrer Umgebung damit unfreiwillig oder sogar mit Vorsatz Schaden zufügen. Innerhalb eines kurzen Artikels sollen einmal interessante Informationen rund um die Thematik Psychopathie unter Führungskräften dargeboten werden sowie sollen dem Leser auch hilfreiche Tipps und Tricks im Umgang mit potentiell psychopathisch veranlagten Chefs mit auf den Weg gegeben werden.

Wie Ihnen ein psychopathischer Chef auffällt

Noch viel weiter verbreitet als Psychopathie sind jedoch gewisse, psychologische Tricks im Berufsalltag, die Vorgesetze gut und gern einsetzen, um ihre eigene Machtposition zu stärken, ihre Autorität zu wahren oder ihre Entscheidungen bestmöglich durchsetzen können. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um Psychopathie im eigentlichen Sinne, viel mehr um Eigennutz und um leichtes, manipulatives Verhalten. Nicht selten überraschen Vorgesetzte ihre Untergebenen mit Sonderaufgaben, die diese unabhängig von ihrer eigentlichen Arbeit erledigen müssen. Des Weiteren sind die häufige Kontrolle der Arbeitsergebnisse sowie auch die genaue Beobachtung des eigenen Arbeitseinsatzes und die darauffolgende Einschätzung dieser ein ebenso beliebter Psychotricks, die die Untergebenen wachsam, arbeitsam und vor allem auch folgsam halten sollten. Der jeweilige Vorgesetzte strebt mit dieser Art der unmittelbaren Präsenz im Arbeitsalltag des Untergebenen vor allem an, seine wahrgenommene Autorität zu stärken. Derartige Psychotricks können aber auch dabei helfen, auch unliebsame Entscheidungen oder Forderungen seitens des Vorgesetzten bei seinen Untergebenen durchzusetzen.

Klinisch wird das Bild des psychopathisch veranlagten Vorgesetzten jedoch erst, wenn noch weitere „Tricks“ oder Verhaltensmuster zum Einsatz kommen, die eine gewisse Gefühlskälte sowie zerstörerische Charakterzüge zu Tage fördern. Psychopathen sind zum Beispiel sehr gut darin, Menschen für Eigenzwecke gegeneinander auszuspielen – diese nutzen hierfür raffinierte Vorgehensweisen, die in der Regel Leid und Ärger für ihre Mitmenschen bedeuten. Hinzu kommen Lügen, unberechtigte Kritik und sogar Sabotage-Verhalten – zum Beispiel wird die Arbeit der Untergebenen sabotiert, um damit Vorwände für entsprechende Resolutionen zu rechtfertigen. Denn die Ziele eines Psychopathen sind die Zerstörung ihrer „Angreifer“. Hierbei kann es sich um all jene handeln, die die Machtposition des psychopathischen Vorgesetzten gefährden oder direkt streitig machen wollen. So kämpfen psychopathisch veranlagte Menschen mit allen Bandagen: auf beruflicher, finanzieller und sozialer Ebene soll den vermeintlichen Angreifern dabei größtmöglicher Schaden zugefügt werden.

Psychopathischer Chef erkannt, was nun? – wie Sie dieser Lage völlig problemlos Herr werden können

Da es sich bei psychopathisch veranlagten Chefs – oder allgemein Vorgesetzten – um sehr ich-bezogene Persönlichkeiten handelt, haben diese nur selten einen Nerv für die Kritik ihrer Umwelt. So kann hier vor allem mit dem Feedback der eigenen Kollegen oder der eigenen Familie gearbeitet werden. Des Weiteren sollten unter psychopathischen Vorgesetzen leidende Mitarbeiter versuchen, Kontakt zur nächsthöheren Ebene aufzunehmen – insofern dies möglich ist: z.B. Aufsichtsratsvorsitzender, Geschäftsführer usw. Die logische Konsequenz dieser sollte dann sein, die entsprechende Person ihrer Position zu entheben. Sollte aber auch dies nicht funktionieren, da die hierarchischen Strukturen dies nicht zulassen und die betreffende Person bereits „am Ende der Nahrungskette“ im jeweiligen Unternehmen steht, können aber auch persönliche Handlungsspielräume ausgenutzt werden, um der Lage Herr zu werden. Hierunter fallen zum Beispiel folgende Möglichkeiten:

  • zeigen Sie gegenüber Ihrer Vorgesetzten keinerlei Schwäche und präsentieren Sie Sich stets gelassen und besonnen, da es psychopathische Chefs in der Regel auf sensible Mitarbeiter abgesehen haben
  • vermeiden Sie zu häufigen Kontakt zum Vorgesetzten und klären Sie nach Möglichkeit einen Großteil der Kommunikation per Mail, so können Sie besprochene Dinge schriftlich dokumentieren und im Streitfall belegen
  • suchen Sie Sich unter Ihren Kollegen Verbündete – so können Sie zudem auch vermeiden, dass der psychopathische Vorgesetzte Sie gegeneinander ausspielen kann
  • im Extremfall: verlassen Sie das etwaige Unternehmen, sobald das Übel dennoch nicht behoben werden kann – Sie laufen sonst Gefahr, selbst einen psychischen Schaden zu erleiden oder zusammenzubrechen, Ihre Gesundheit geht vor

Fazit: das Erfolgsrezept gegen psychopathische Chefs heißt „Abstand gewinnen“

Psychopathische Vorgesetzte sorgen bei Arbeitnehmern vor allem für Stress und daraus folgende, gesundheitliche Probleme. Oftmals wird so auch der Spaß an der eigentlichen Arbeit komplett reduziert. Für viele Betroffene steht jedoch auch in solchen Situationen ein potentieller Jobwechsel nicht zur Debatte. Um langfristig dennoch glücklicher sowie ausgeglichener und eben auch produktiver und motivierter unter den Fittichen eines psychopathisch veranlagten Chefs arbeiten zu können, sollten ein paar nützliche Tipps und Tricks verinnerlicht werden.

Streben Sie nach geregelten Arbeitszeiten und etwaigen Feierabend-Ritualen. Geben Sie die Sie überfordernde Aufgaben nach Möglichkeit weiter oder verteilen Sie diese. Nehmen Sie Sich genügend Freizeit und Urlaub – trennen Sie zudem auch Alltag und Beruf strikt voneinander. Veranschaulichen Sie Sich auch stets Ihre auf der Arbeit errungenen Erfolge oder besprechen Sie diese mit Ihren Kollegen, um ein neutrales Feedback zu erhalten. Treiben Sie Sport, schlafen Sie genügend – dann können Ihnen auch psychopathische Chefs den Tag nicht mehr vermiesen.

Bild: Tanja Tänzer
Tanja Tänzer (23 Artikel)

Tanja Tänzer hat Medien- und Kommunikationsmanagement an der Mediadesign Hochschule in Berlin studiert. Während Ihres Studiums hat sie bei verschiedenen Internetunternehmen im Bereich Content Management und Redaktion gearbeitet. Seit kurzem unterstützt Sie das Team von karrieretipps.de mit täglich knackig frischen News und Artikeln für unsere Leserschaft.

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