- Schwächen im Vorstellungsgespräch nennen: 3 Möglichkeiten für Ihre Antwort!
- 1. Nennen Sie Schwächen, die für den Job ohnehin irrelevant sind
- 2. Verkaufen Sie eine Schwäche als Stärke
- 3. Erzählen Sie von Schwächen, die Sie gerade überwinden
Wie man „Was ist Ihre größte Schwäche“ richtig beantwortet! Die wichtigsten Tipps Beispiele für Antworten auf die Frage nach den SchwächenDen Recruiting-Prozess einiger gefragter Arbeitgeber zu überstehen ist keine leichte Angelegenheit. Als besonders große Hürde sehen viele Bewerber das Vorstellungsgespräch. Das Gute am Vorstellungsgespräch ist aber, dass Bewerber hier mit ganz bestimmten, wiederkehrenden Elementen rechnen können, auf die man sich gut vorbereiten kann. Dazu zählt unter anderem die Frage nach den größten Schwächen.
Natürlich geht es in einem Jobinterview in erster Linie darum, was Sie gut können und warum Sie ein/-e geeignete/-r Kandidat/-in dafür wären. Doch immer wieder taucht diese Fragen in so gut wie jedem Vorstellungsgespräch auf: Welches sind Ihre größten Schwächen? Wir haben im Folgenden Strategien, Tipps und Beispiele zusammengetragen, mit denen Sie sich an diese Frage herantasten und diese mit Bravour beantworten können!
Schwächen im Vorstellungsgespräch nennen: 3 Möglichkeiten für Ihre Antwort!
1. Nennen Sie Schwächen, die für den Job ohnehin irrelevant sind
Bewegen Sie sich dennoch nicht zu weit weg vom beruflichen Umfeld! Wer im Vorstellungsgespräch um einen tollen Job erzählt, seine größte Schwäche sei seine Angst vor Spinnen, wird bestimmt nicht ganz ernst genommen. Um eine gute Antwort auf die Frage: „Was sind Ihre größten Schwächen“ zu finden, sollten Sie zunächst wissen, welche Eigenschaften und Stärken Sie für den ausgeschriebenen Job auf jeden Fall mitbringen sollten. Erstellen Sie eine Liste. In einem zweiten Schritt sollten Sie Ihre individuellen Schwachpunkte im Berufsleben durchgehen und diese mit der Liste vergleichen.
Entscheiden Sie sich für die Schwächen, die am wenigsten mit den gefragten Stärken des Jobangebotes korrelieren. Zum Beispiel: Bewerben Sie sich um einen Arbeitsplatz in der Personalabteilung, ist es womöglich nicht so schlimm, dass es mit Ihren Programmier-Kenntnissen nicht zu weit her ist. Mangelnde Kommunikationsstärke dagegen wäre eine Schwäche, mit der Sie bei einer Bewerbung in einer Personalabteilung schnell Ihre Chancen auf eine mögliche Jobzusage verspielen würden.
2. Verkaufen Sie eine Schwäche als Stärke
Zugegeben, diese Herangehensweise will gekonnt sein, ansonsten erreichen Sie damit schnell das Gegenteil von dem, was Sie eigentlich wollten. Um eine Schwäche im Endeffekt als Stärke zu verkaufen braucht es eine Menge Fingerspitzengefühl. Das Wichtigste dabei ist, dass Sie authentisch bleiben und auf gar keinen Fall Floskeln verwenden. Ein No Go wäre beispielsweise zu sagen: „Meine größte Schwäche ist, dass ich so perfektionistisch bin“. Diesen Satz kann kein Personaler der Welt mehr hören. Sie ernten damit höchstens ein genervtes Rollen mit den Augen und haben sich so schnell die Chance auf den Job verspielt.
Seien Sie daher bei Ihrer Antwort individuell und ehrlich. Ansonsten kann diese Strategie schnell nach hinten losgehen. Zum Beispiel: „Ich neige dazu, meine Arbeit mehrfach zu überprüfen, bevor ich diese als Fertig erachte. Leider kam es daher im letzten Job immer wieder dazu, dass ich Deadlines bis zur letzten Minute hinausgezögert habe, um auch wirklich sicherzustellen, dass alles korrekt ist. Mit meiner Angewohnheit, meine Projekte mehrfach zu checken bevor ich diese abgebe, habe ich bisher die Geduld meiner Kunden gebraucht. Dafür war meine Arbeit stets zu deren vollsten Zufriedenheit und immer akkurat und fehlerfrei.“
3. Erzählen Sie von Schwächen, die Sie gerade überwinden
Eine Schwäche an der man arbeiten kann ist eine gute Schwäche. Es gibt Dinge im Leben, die kann man einfach nicht ändern. Doch zum Glück gibt es gerade im Berufsleben Dinge, an denen man arbeiten kann. So verhält es sich beispielsweise mit der Kommunikationsstärke oder auch mit der Führungskompetenz. Beides fällt einem nicht einfach in den Schoß, sondern man muss hart an sich arbeiten, um in beiden Bereichen echte Skills vorweisen zu können. Überlegen Sie sich für Ihr bevorstehendes Vorstellungsgespräch also eine Schwäche, die Sie mit jahrelanger Übung und dem ein oder anderen Workshop und Seminar überwinden werden können. Beginnen Sie frühzeitig damit, etwas in die Wege zu leiten, dass Ihnen bei der Überwindung dieser Schwäche hilft. Davon, wie Sie Ihre größte Schwäche momentan händeln, können Sie während des Vorstellungsgespräches erzählen. Damit machen Sie nicht das Problem zum Thema, sondern dessen Lösung!
Wie man „Was ist Ihre größte Schwäche“ richtig beantwortet! Die wichtigsten Tipps
Damit Ihre Antwort auf diese Frage Sie ein Stückchen näher zur Jobzusage bringt, und nicht das Gegenteil verursacht, hier ein paar der wichtigsten Tipps im Überblick:
- Seien Sie authentisch
- Nennen Sie eine echte Schwäche, die auch mit dem Berufsleben zu tun hat
- Wählen Sie eine Schwäche, die Ihre Arbeit nicht unmittelbar betrifft
- Verwenden Sie keine Floskeln sondern nur individuelle Antworten
- Entscheiden Sie sich für eine Schwäche, die man überwinden kann
- Erklären Sie, wie Sie an Ihrer Schwäche arbeiten
- Zeigen Sie, dass Sie motiviert sind und Ihre Schwächen in den Griff bekommen können
Beispiele für Antworten auf die Frage nach den Schwächen
„Mir fällt es schwer, meine Meinung durchzusetzen. Ich bespreche gerne all meine Ideen im Team, doch wenn dieses anderer Meinung ist, dann fehlt mir die nötige Durchsetzungskraft, um meine Punkte souveräner vertreten zu können. Dennoch macht mir die Arbeit im Team großen Spaß und ich würde sie auch nicht missen wollen. Durch den Austausch mit meinen Kollegen habe ich immer viel gelernt. Um an meiner Durchsetzungskraft zu arbeiten besuche ich bereits seit einem halben Jahr einen Kurs an der Volkshochschule. Dort lerne ich diverse Kommunikationstechniken, mit denen ich meine Meinung besser vertreten kann. Im Anschluss an diesen Kurs plane ich, einen Debattierkurs zu besuchen. Ich denke, dass mir auch solche Diskussionsrunden dabei helfen werden, meine Meinung im Job besser vertreten zu können.“
„Ich habe manchmal Schwierigkeiten damit, im Büro-Umfeld kreativ zu sein. Wenn es darum geht, neue Ideen zu sammeln und sich tolle neue Projekte zu überlegen, so muss ich zugeben, dass mir die meisten guten Einfälle in der Regel außerhalb des Arbeitsplatzes kommen, und ich diese somit erst am nächsten Tag mit meinen Kollegen und Vorgesetzten besprechen kann. Dennoch würde ich mich als kreativen Arbeitnehmer bezeichnen, denn meine Einfälle waren immer gut und viele wurden auch in meinem letzten Job umgesetzt. Um meine Kreativität auch am Arbeitsplatz zu steigern, erprobe ich seit längerem verschiedene Techniken. Ich denke, dass ich mit der Zeit immer mehr meiner Ideen auch während der Arbeitszeit entwickeln kann- Ein Jobwechsel ist da sicherlich auch ein guter Anfang.“
„Mir fällt es schwer, Nein zu sagen. Aus diesem Grund bin ich häufig länger im Büro. Wenn mich ein Kollege darum bittet, ihm oder ihr zu helfen, dann kann ich diese Bitte in der Regel nicht abschlagen. Frustrierend finde ich das Ganze aber nicht, denn mir macht meine Arbeit Spaß und ich weiß genau, warum ich tue, was ich tue. Wenn es der Firma nützt, dann bleibe ich gerne auch mal ein bisschen länger. Trotzdem denke ich, dass es sich dabei um eine Schwäche handelt, denn bestimmt gibt es auch Menschen, die mich ausnutzen. In Zukunft möchte ich hin und wieder auch mal Nein sagen können. Daran arbeite ich gerade, denn ich habe mir diverse Bücher zu diesem Thema gekauft und arbeite diese durch.“
Quellen:
biginterview.com | How to Answer ''What Is Your Greatest Weakness?''
thebalance.com | What Is Your Greatest Weakness Job Interview Question
levo.com | How to Ace the ''What's Your Biggest Weakness?'' Interview Question