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Tipps für mehr Souveränität im Job – Schlagfertigkeit lernen

Tipps für mehr Souveränität im Job – Schlagfertigkeit lernen
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Inhalt:
  1. Was ist Schlagfertigkeit?
  2. Mehr Souveränität im Job dank Schlagfertigkeit
  3. Schlagfertigkeit lernen: Das Erwidern
  4. Tipps für mehr Schlagfertigkeit: Humor
  5. Schlagfertigkeit lernen
    1. Den Spieß umdrehen
    2. Rückfragen
    3. Ausweichen
  6. Vorsicht beim Schlagabtausch am Arbeitsplatz

Nicht nur Politiker müssen sie beherrschen: Die Schlagfertigkeit. In vielen anderen Berufen ist es ebenfalls wichtig, sich nicht unterkriegen zu lassen. Denn wer sich von stichelnden Kollegen einschüchtern lässt, könnte auf Dauer einen Image-Schaden im Büro davontragen. Ist die Ehre einmal angeknackst, lässt sie sich nur schwer wieder herstellen. Doch keine Sorge: Das spontane Kontern auf unangenehme Sprüche kann man lernen.

Arbeitnehmer, die nicht Schlagfertig sind, machen häufig einen unsicheren Eindruck. Und Unsicherheit ist nicht gerade eine Eigenschaft, die eine steile Karriere verspricht. Man traut ihnen im Job nicht allzu viel zu, und eine Führungsposition ist sowieso nichts für schüchterne Menschen. Wer sich dagegen nichts gefallen lässt und spontan kontert, gilt als souverän. Aus diesem Grund kann es nicht schaden, ein wenig an der persönlichen Schlagfertigkeit zu arbeiten. Schlagfertigkeit ist eine Eigenschaft, die eher Menschen mit hohem Selbstbewusstsein besitzen. Solchen Arbeitnehmern wird mehr zugetraut, weshalb sich diese Eigenschaft auch positiv auf das Gehalt auswirken kann. Damit Sie in der nächsten Diskussion eine passende Antwort parat haben, hier ein paar Tipps für mehr Souveränität im Job.

Was ist Schlagfertigkeit?

Unter dem Begriff Schlagfertigkeit versteht man das schnelle und vor allem unerwartete sprachliche Reagieren auf eine unvorhergesehene Situation. Die Schlagfertigkeit ist ein Spezialgebiet der Rhetorik, hat aber auch etwas mit der Debattierkunst zu tun. Im Grunde genommen geht es darum, einen verbalen Angriff abzuwehren, und zwar mit einer eleganten und meist humorvollen Retourkutsche. Ziel ist es, den Angreifer selbst für einen kurzen Moment sprachlos zu machen und diesen ebenfalls in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen.

Diese Fähigkeit hat eine Menge mit der Souveränität eines Arbeitnehmers zu tun. Wer beispielsweise einen Spruch von einem unfreundlichen Kollegen reingedrückt bekommt und daraufhin sprachlos den Kopf hängen lässt oder beschämt den Raum verlässt, kann so wirken, als sei dieser nicht in der Lage auf solche Provokationen einzugehen. Deshalb ist es für jeden Arbeitnehmer wichtig, sich ein wenig mit der eigenen Schlagfertigkeit auseinanderzusetzen.

Mehr Souveränität im Job dank Schlagfertigkeit

Wie schon zu Beginn des Artikels erläutert, wird Schlagfertigkeit im Job vor allem mit selbstbewussten „Führertypen“ assoziiert. Wer also Schlagfertig ist, dem wird zumindest schon mal diese Eigenschaft nachgesagt. Aber das ist noch nicht alles. Vielmehr verschafft man sich dadurch auch den Respekt seiner Kollegen. Wer am Arbeitsplatz schlagfertig mit Sticheleien umgehen kann, ist nicht nur klug und wortgewandt, sondern auch Argumentationsfähig und hat auf alles die passende Antwort parat. Ein weiterer Vorteil: Wer schlagfertig ist, kann sich viel besser aus einer heiklen Situation manövrieren. Dies ist auch auf die Arbeit übertragbar. Ergo: Schlagfertige Menschen sind ein Sinnbild für Souveränität im Job.

Schlagfertigkeit lernen: Das Erwidern

Betrachten wir einmal eine Beispiel-Situation: Sie kommen gerade vom zweiwöchigen All-inclusive Urlaub zurück. Gut gelaunt spazieren Sie ins Büro. Da kommt einer Ihrer Kollegen und sagt: „Sie haben aber ganz schön zugelegt in Ihrem Urlaub.“ Die gesamte Abteilung lacht. Sie bekommen auf der Stelle einen hochroten Kopf, sind sprachlos und wollen schnellstmöglich im Erdboden versinken. Eine andere Möglichkeit: Sie rechtfertigen ihre Gewichtszunahme und erklären, warum es dazu gekommen ist.

Egal, wofür Sie sich entscheiden: Beide Varianten zeugen von Selbstzweifeln und Unsicherheit. Viel besser: Sie kontern mit einem ebenso frechen Spruch. Zum Beispiel: „Ja, das Essen war ausgezeichnet. Und bei Ihnen? Anscheinend war das Essen bei Ihnen nicht so gut.“ Ein Grundpfeiler der Schlagfertigkeit ist das Erwidern. In den meisten Fällen ist es sogar egal, was Sie sagen. Hauptsache, Sie sagen etwas. Stillschweigend der Situation zu entfliehen ist keine gute Idee. Wer Schlagfertigkeit lernen möchte, sollte Bemerkungen stets erwidern!

Tipps für mehr Schlagfertigkeit: Humor

Besonders gut kommt es an, wenn Sie in der Lage sind, spontan eine witzige Bemerkung zu machen. Bei Schlagfertigkeit geht es nämlich nicht darum, besonders gemein zu sein oder gut streiten zu können. Es handelt sich eher um einen lockeren Schlagabtausch. Achtung: Gerade am Arbeitsplatz kann ein Schlagabtausch schnell eskalieren und in einem ernsten Konflikt zwischen zwei Kollegen enden. Dies ist nicht Sinn und Zweck von Schlagfertigkeit. Bei dieser geht es immer auch darum, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen.

Zu Schlagfertigkeit gehört auch der Witz, der Nonsens und eine große Prise Humor. Versuchen Sie nie, beleidigend zu sein, sondern vielmehr witzig. Zum Beispiel: Sie stoßen während eines Meetings ein Glas mit Wasser um. Ein Kollege fragt genervt: „Ist dies üblich bei Ihnen?“ Anstatt scharf zu kontern, bringen Sie ein wenig Spaß und Auflockerung in die Situation. Sagen Sie „Normalerweise stoße ich immer gleich mehrere um, aber anscheinend ist heute einfach nicht mein Tag“ oder kontern Sie mit einer Gegenfrage „Oh Entschuldigung! Bin ich Ihnen zuvorgekommen?“

Schlagfertigkeit lernen

Je größer der aktive Wortschatz eines Menschen, desto spontaner und besser kann dieser auf unglückliche Situationen reagieren. Um sich Schlagfertigkeit anzutrainieren ist es wichtig, sich einen möglichst hohen Grad an Allgemeinbildung anzueignen. Da es sich bei solchen Kontern um clevere Sprachspiele handeln kann, kann das Sprachgefühl durch angemessene Lektüre verbessert werden. Greifen Sie hierzu zu bekannten Meistern der Rhetorik, wie Aristoteles. Auch Werke, in denen es um Ironie oder Sarkasmus geht können hilfreich sein.

Den Spieß umdrehen

Jemand stellt Sie vor versammelter Mannschaft bloß? Spielen Sie den Ball zurück! Werden Sie zum Beispiel von einem Kollegen ausgelacht, weil ein Kunde all seinen Frust an Ihnen ausgelassen hat, dann kontern Sie mit dem Zitat von Franz Josef Strauss: „Indem Sie dieses ernste Thema lächerlich machen, disqualifizieren Sie sich selbst.“

Rückfragen

Eine Möglichkeit, auf Anfeindungen zu reagieren, ist das gekonnte Stellen von Fragen. Anstatt sich also für irgendeine Sache zu rechtfertigen, zum Beispiel, warum Sie Ihren letzten Auftrag vergeigt haben, stellen Sie Rückfragen, wie „wo waren Sie eigentlich, als es hier so stressig wurde?“.

Ausweichen

Geht ein Kommentar eines Kollegen unter die Gürtellinie? Lassen Sie sich niemals auf so ein Niveau herab. Diskussionen auf niedrigem Niveau sind keineswegs förderlich für die eigene Karriere. Hier gilt es, geschickt auszuweichen. Zum Beispiel indem Sie Ihren Kollegen an seine gute Kinderstube erinnern und ihn darum bitten, bessere Umgangsformen an den Tag zu legen.

Vorsicht beim Schlagabtausch am Arbeitsplatz

Schlagfertigkeit darf keinesfalls als Kampfrethorik verstanden werden. Wer persönlich wird oder maßlos übertreibt schießt sich schnell selbst ins Aus. Und das nicht nur bei den Kollegen. Auch der Chef wird böswillige Verbalattacken nicht gutheißen können. Versuchen Sie nie, Ihren „Gegner“ zu provozieren und werden Sie niemals beleidigend. Denn dann haben Sie den Sinn von Schlagfertigkeit nicht verstanden. Ein gelungener Konter ist spontan, ironisch, braucht Humor und ist auch ein wenig charmant.

Nicht immer ist es klug, jemanden in die Schranken zu weisen. Hier müssen Sie als Arbeitnehmer selbst das nötige Fingerspitzengefühl an den Tag legen. Jemanden aus der Chefetage mit einem genialen Konter für einen Moment sprachlos machen? Auch, wenn es sehr verlockend sein mag, bei manchen Personen können Sie sich so ein Verhalten nicht erlauben. Schon gar nicht, wenn diese über Ihre nächste Beförderung entscheiden sollen.

Schlagfertigkeit kann man lernen. Beherzigen Sie einfach die hier vorgestellten Tipps und gelangen Sie so zu mehr Souveränität im Job. Doch Vorsicht: Nicht immer ist diese im Arbeitsalltag angebracht. Rechnen Sie zudem auch immer selbst mit einer Retourkutsche. Wenn es Ihnen und Ihren Kollegen allerdings Spaß macht, sich auf einem sprachlich hohem Niveau zu bewegen, denn spricht nichts gegen ein bisschen mehr Schlagfertigkeit im Büro! Probieren Sie es gleich aus!  



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