- Die Mitarbeiterschulung
- Das Problem: Schulungen in der Praxis
- Tipps für erfolgreiche Mitarbeiterschulungen
- 1. Die Vorbereitung
- 2. Die Schulung
- 3. Die Nachbereitung
Jedes Jahr geben Unternehmen hohe Geldsummen aus, um ihre Mitarbeiter zu schulen. Wenn sich nach so einer Schulung keine Leistungsverbesserung einstellt, ist die Enttäuschung über die verlorene Zeit und das verlorene Geld groß. Warum bringen Mitarbeiterschulungen häufig nichts Woher weiß man als Arbeitgeber, wann eine Mitarbeiterschulung sinnvoll ist und wann nicht? Was können die Angestellten tun, damit das Gelernte besser in der Praxis umgesetzt werden kann?
Die Mitarbeiterschulung
Neben der Rekrutierung talentierter neuer Mitarbeiter gehört die Förderung dieser ebenfalls zu den wichtigsten Aufgaben von Personalarbeitern. Mit regelmäßigen Schulungen, Trainings und Weiterbildungsangeboten soll das Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Gleichzeitig wird dem einzelnen Arbeitnehmer gezeigt, dass man sich als Top-Arbeitgeber selbstverständlich auch um dessen berufliche Weiterentwicklung kümmert und weitere Karriere- und Aufstiegschancen ermöglicht. Auch bei den Arbeitnehmern selbst sind Fortbildungen und Schulungen gern gesehen. Die Möglichkeit, sich weiterzubilden eröffnet weitere Karriereperspektiven. Leider hält sich der tatsächliche Nutzen von Mitarbeiterschulungen sehr in Grenzen. Hier erfahren Sie, warum:
Das Problem: Schulungen in der Praxis
Während einer Schulung sind viele Arbeitnehmer häufig hochmotiviert. Manchmal liegt es an einem herausragenden Coach, machmal aber auch daran, dass die vermittelten Inhalte der Schulung die Mitarbeiter begeistern, sodass diese sehr inspiriert von der Schulung in den Job zurückkehren. Doch schon kurz danach macht sich wieder der allgemeine Frust breit wenn man bemerkt, dass das Erlernte in der Praxis keinen Platz findet. Das Problem: In vielen Führungsetagen werden Schulungen fälschlicherweise wie eine Art Problem-Lösung angesehen. Man muss die Mitarbeiter nur regelmäßig in Schulungen stecken, dann läuft es in der Firma auch wieder besser. Diese Annahme teilen viele Führungskräfte. Dabei ist der Nutzen einer Schulung, die ohne strategische Klarheit angesetzt wird, gleich Null. Die Art und Weise wie ein Unternehmen organisiert ist, wie betriebliche Abläufe geplant sind und vieles mehr hat großen Einfluss darauf, inwiefern sich das Gelernte am Arbeitsplatz anwenden lässt.
An Motivation, Ehrgeiz oder Leistungsbereitschaft mangelt es den meisten Mitarbeitern nicht. Dass lebenslanges Lernen in der modernen und sich schnell entwickelnden Arbeitswelt unentbehrlich ist, wissen Alle. Bekannt ist auch, dass Weiterbildungsmaßnahmen neben den beruflichen auch die persönlichen Stärken eines Arbeitnehmers erweitern können. Wenn Schulungen keinen Mehrwert bieten und sich danach in der Firma nicht das Geringste ändert, liegt dies nicht an sturen und unbelehrbaren Mitarbeitern. In diesem Fall bietet der Aufbau und die Organisation, vielleicht aber auch der Führungsstil eines Vorgesetzten, nicht die nötigen Grundvoraussetzungen, damit sich auch nur irgendetwas in eine positive Richtung entwickeln kann. Hier kommt Abhilfe...
Tipps für erfolgreiche Mitarbeiterschulungen
1. Die Vorbereitung
Es gibt ein paar einfache (und ein paar nicht so einfache) Wege, wie Sie mithilfe einer bestimmten Schulung bessere Ergebnisse erzielen, Ihre Produktivität steigern, oder sonstige Unternehmensziele besser erreichen können. Zunächst müssen Sie die Voraussetzungen für so eine Veränderung schaffen. Dass bedeutet im Klartext: Definieren Sie, welches Ziel verfolgt werden soll. Nur wenn es ein klar definiertes, konkretes Ziel gibt, kann man darauf zu arbeiten. Bestimmen Sie, wie Sie dieses Ziel erreichen können. Achtung: Die Antwort auf diese Frage lautet nicht, indem meine Mitarbeiter mithilfe einer Schulung zu besseren Vertrieblern ausgebildet werden. Denn so leicht ist es meist nicht. Suchen Sie gemeinsam mit Ihrer ganzen Abteilung nach Ideen, wie Sie Ihr Unternehmensziel erreichen können.
2. Die Schulung
Besonders wichtig ist dabei auch, dass Sie und Ihre Arbeitnehmer sich darüber im Klaren sind, welches die größten Schwierigkeiten sind, die Sie bei der Verfolgung Ihrer Unternehmensziele meistern müssen. Kennen Sie diese, überlegen Sie sich Strategien, wie Sie diese Probleme angehen möchten. Erst jetzt ist es an der Zeit, über eine tatsächliche Schulung oder andere Weiterbildungsmaßnahmen für Ihre Arbeitnehmer nachzudenken. Das Angebot an Coaches, Trainern und Kursen für Arbeitnehmer ist riesig! Suchen Sie sich eine Schulung aus, die für die Erfüllung Ihrer Unternehmensziele wie maßgeschneidert scheint, oder beauftragen Sie von Anfang an Coachings, die gemeinsam mit Ihnen erarbeitet und durchgeführt werden.
3. Die Nachbereitung
Im Folgenden entscheidet sich, ob die Mitarbeiterschulung wieder für die Katz war, oder sich tatsächlich ein spürbarer Erfolg einstellt: Die „Nachbereitung“. Ihre Teams oder Abteilungen sollten Sie nun so organisieren, dass der Lernprozess weiter verfolgt werden kann. Nur, wenn die nötigen Strukturen geschaffen werden, in denen das Erlernte angewendet werden kann, kommen Sie Ihren Unternehmenszielen ein Stückchen näher! Besonders wichtig ist auch die Unterstützung von der Führungskraft, Erlerntes anwenden zu können. Wenn einer Ihrer Mitarbeiter zu Ihnen kommt, um sich über bestimmte Prozessabläufe zu beklagen, die verhindern, dass das Gelernte aus der Schulung tatsächlich in der Praxis angewendet werden kann, dann nehmen Sie dieses Problem ernst und finden Sie eine Lösung dafür.
Zu guter Letzt: Reflektieren Sie den Lernprozess in der Praxis. Das Erlernte in der Schulung sollte messbar gemacht werden, um den Erfolg zu überprüfen. Führen Sie Mitarbeitergespräche und bringen Sie in Erfahrung, inwieweit jeder einzelne Arbeitnehmer das Gelernte umsetzen kann. Im Idealfall sollten Sie beobachten können, wie Sie dem Erreichen Ihrer Ziele parallel mit dem voranschreiten und etablieren des Lernprozesses immer näher kommen.