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Tipps für die Jobsuche: Stellenanzeigen richtig deuten

Tipps für die Jobsuche: Stellenanzeigen richtig deuten
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Inhalt:
  1. Stellenangebote richtig deuten: Die Anforderungen an den Bewerber
  2. Sätze und Wörter in der Stellenanzeige richtig deuten
  3. Stellenanzeigen richtig lesen: Die Vorteile bei der Bewerbung

Haben Sie sich auch schon häufig gefragt, was hinter der ein oder anderen Formulierung einer Stellenanzeige verborgen ist? Welche der vielen geforderten Qualifikationen muss man wirklich mitbringen und welche nicht? Das richtige lesen und deuten einer Stellenausschreibung ist die erste Hürde, die Sie im Bewerbungsprozess um einem neuen Job nehmen müssen. Denn sie alle enthalten einen Subtext. Der erste große Fehler ist daher, sich nicht gründlich genug mit einem Stelleninserat auseinanderzusetzen.

Bereits in der Stellenanzeige versucht das Unternehmen, sich so gut wie möglich zu verkaufen. Aus diesem Grund dürfen Sie nicht jedes Wort darin glauben. Firmen versuchen sich besser darzustellen als sie sind, damit möglichst viele Bewerber darauf anspringen. Natürlich darf man in so einem Inserat nicht lügen, doch Übertreibungen gibt es relativ häufig. Lassen Sie sich nicht blenden von Fachbezeichnungen und englischen Ausdrücken. Diese schrecken im ersten Moment vielleicht von einer Bewerbung ab, sind aber auf den zweiten Blick betrachtet mehr Schein als Sein. Lernen Sie, Stelleninserate richtig zu deuten und überzeugen Sie anschließend mit einer perfekt auf die Stellenanzeige abgestimmten Bewerbung.

Stellenangebote richtig deuten: Die Anforderungen an den Bewerber

Zuerst genannte Qualifikationen sind besonders wichtig, zuletzt genannte sind es weniger. Achten Sie auf Schlüsselwörter wie „erforderlich“ oder „setzen wir voraus“. Bringen Sie diese Anforderungen nicht mit, dann brauchen Sie sich auch nicht zu bewerben. Anders sieht es aus bei Formulierungen im Konjunktiv, beziehungsweise den Schlüsselwörtern „idealerweise“ oder „wünschenswert“. Anforderungen, die lediglich wünschenswert sind, müssen Sie nicht erfüllen um gute Chancen auf den ausgeschriebenen Job zu haben.

Als Faustregel gilt: Wenn Sie 60% der gewünschten Anforderungen mitbringen, dann bewerben Sie sich! Denn viele Unternehmen suchen den perfekten Bewerber, den der Markt einfach nicht hergibt. Eine lange Liste mit Qualifikationen, die sich auf eine Idealvorstellung bezieht, die es aber in der Realität nicht gibt. Daher: Auf keinen Fall abschrecken lassen!

Sätze und Wörter in der Stellenanzeige richtig deuten

Die wichtigste Regel heißt: Die Stellenanzeige gründlich und Wort für Wort lesen. Formulierungen wie „Wir suchen Unterstützung für unser junges und dynamisches Team“ lassen beispielsweise erkennen, dass man einen jungen Bewerber sucht. Dies darf wegen des Antidiskriminierungsgesetzes zwar nicht offiziell gesagt werden, doch lassen derartige Äußerungen stark vermuten, dass nur ein junger Bewerber ins Team passen würden.

Achtung bei Sätzen wie „Wir leisten eine leistungsgerechte Bezahlung“. Sie sollen damit denken, dass, je besser die Arbeit, die Sie leisten, desto höher das Gehalt. Doch eigentlich bedeutet dieser Satz, dass Sie auf Provisionsbasis arbeiten würden und somit kein geregeltes, gleich bleibendes Einkommen erwarten können.

Heißt es in der Stellenanzeige, dass laufend nach neuen Mitarbeitern gesucht wird, verheißt auch das nichts Gutes. Aus diesem Satz können Sie deuten, dass es eine hohe Fluktuation herrschst, möglicherweise aufgrund eines rauen Betriebsklimas. Auch der Satz „wir bieten eine abwechslungsreiche Tätigkeit“ klingt natürlich verlockend, steht aber häufig für nicht ganz definierte und begrenzte Aufgabengebiete, sodass man schnell zum „Mädchen für alles“ werden kann. Weitere Phrasen in einer Stellenanzeige und wie man sie richtig deutet:

Das Unternehmen setzt Belastbarkeit voraus: Das Unternehmen erwartet auch bei Termindruck einwandfreie Ergebnisse. Bei einem rauen Umgangston sollten Sie nicht empfindlich reagieren, und auch Niederlagen sollten schnell eingesteckt werden können.

Ist Durchsetzungsvermögen gefragt, dann möchte der Betrieb keine Mitläufer oder Mitarbeiter, die nicht in der Lage sind, ihren eigenen Standpunkt zu vertreten. Leistungsbereitschaft heißt, Sie bleiben länger, wenn es viel zu tun gibt und sollten darauf verzichten können, immer pünktlich Feierabend machen zu wollen.

Stellenanzeigen richtig lesen: Die Vorteile bei der Bewerbung

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie eine Formulierung in der Stellenanzeige richtig verstanden haben oder nicht, dann kontaktieren Sie ruhig das Unternehmen. Damit bringen Sie Ihren Namen in der Personalabteilung schonmal ins Gespräch. Auch für die darauf folgende Bewerbung wird dies Vorteile haben, da Sie sich in der Einleitung Ihres Anschreibens auf das Telefonat beziehen können.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass Sie durch das aufmerksame Studieren des Inserates einiges über das Unternehmen in Erfahrung bringen können. Zum Beispiel, worauf dieses bei seinen Mitarbeitern viel Wert legt. Eine Stellenausschreibung ist wie eine Visitenkarte, mit der Firmen hoffen, möglichst viele Interessenten zu finden. Je genauer Sie diese gelesen und verstanden haben, desto besser können Sie sich selbst als der oder die geeignetste neue Mitarbeiter/in verkaufen.

Die Stellenausschreibung kann also beim Schreiben der Bewerbung unglaublich nützlich sein. Diejenigen Anforderungen, die das Unternehmen als erstes nennt, sollten Sie auch in der Bewerbung anführen und am besten mit einem kurzen Beispiel belegen. Damit zeigen Sie in Ihrer Bewerbung nicht nur, dass Sie ideal auf das ausgeschriebene Stellenprofil passen, sondern auch, dass Sie sich mit dem Inserat intensiv befasst haben. Nehmen Sie dazu nicht nur Bezug auf explizit genannte Qualifikationen, sondern versuchen Sie, zwischen den Zeilen zu lesen. Welchen Eindruck vermittelt das Stellenangebot? Nach was für einem Mitarbeiter sucht die Firma? Seinen Sie dieser Mitarbeiter.


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