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Tipps für das Networking: So wichtig ist Vitamin B im Job

Tipps für das Networking: So wichtig ist Vitamin B im Job
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Jana F. am 09.01.2016 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. Wie baue ich mir ein Netzwerk auf?
  2. So pflegen Sie Ihr Netzwerk richtig
  3. Tipps für das Networking

Die wirklich guten Aufträge bekommt man nicht, weil man besonders fleißig und ehrgeizig ist. Man bekommt sie, weil man jemanden kennt, der jemanden kennt, der genau Sie für sein nächstes Projekt braucht. Erfolgreiche Menschen haben eine Vielzahl an nützlichen Kontakten, also an Vitamin B. Diese können nicht nur zu lukrativen Aufträgen oder Kunden führen, sondern sogar mal einen Job in der Chefetage anbieten. Wussten Sie, dass fast 70% der Stellenausschreibungen für eine Führungsposition „unter der Hand“ vergeben werden? Nämlich an genau diejenigen Personen, die man bereits gut kennt und mit denen man eine intensive Geschäftsbeziehung pflegt. Wer eine erfolgreiche Karriere anstrebt, kommt um das sogenannte Networking nicht drumherum.

Fleiß und gute Leistungen sind lange nicht mehr die einzigen beruflichen Erfolgsfaktoren. Die richtigen Kontakte sind für eine erfolgreiche Karriere enorm wichtig. Hier kommt das sogenannte Netzwerken ins Spiel. Sich ein Netzwerk aufzubauen ist vor allem für Berufseinsteiger mit viel Arbeit verbunden, doch die richtige Dosis Vitamin B kann für den einen oder anderen einen entscheidenen Karrieresprung bedeuten.

Networking bedeutet nicht, dass man auf Firmenveranstaltungen oder Messen Visitenkarten austauscht, und sich erst wieder bei seinem „Kontakt“ meldet, wenn man etwas von ihm oder ihr möchte. Zufällige Begegnungen und ein Visitenkarten-Austausch allein bringt Sie im Job nicht weiter. Sie müssen strategisch vorgehen und gezielt die Personen in Ihren Kreis der Geschäftskontakte aufnehmen, die in Ihrer Branche erfolgreich sind und von denen Sie lernen können.

Wie baue ich mir ein Netzwerk auf?

Der Aufbau eines Netzwerkes bedarf einer guten Vorbereitung. Zunächst sollten Sie Ihre eigenen beruflichen Ziele definieren und sich einen Karriereplan erstellen. Wo sehen Sie sich in fünf Jahren, wo in zehn Jahren? Welche Aufgaben möchten Sie übernehmen? Wie können Sie die von Ihnen angestrebte Position erreichen? Was versprechen Sie sich von den Kontakten?

In einem zweiten Schritt recherchieren Sie im Internet, auf diversen Networking-Plattformen oder auf einer Seite über Ihre Branche, welche Personen besonders erfolgreich in Ihrem eigenen Berufsfeld sind. Mit diesen Personen in Kontakt zu treten sollte eine Ihrer obersten Prioritäten sein. Finden Sie heraus, wann der nächste Kongress, die nächste Messe, etc. stattfindet und beginnen Sie mit diesen Personen ein erstes Gespräch. Ein Austausch über den Beruf oder den Arbeitsalltag ist ein wichtiger erster Schritt um eine vertrauensvolle Basis aufzubauen.

Ein Kontakt muss sich für beide Seiten lohnen. Schauen Sie daher, wie eine bestimmte Person Ihnen weiterhelfen könnte, und überlegen Sie andersrum, wie Sie Ihrem Kontakt weiterhelfen können. Dabei ist es ratsam den ersten Schritt zu machen und zunächst Ihre Hilfe anzubieten, bevor Sie von Ihrem neuen Geschäftskontakt profitieren können.

So pflegen Sie Ihr Netzwerk richtig

Mit Geschäftskontakten verhält es sich ähnlich wie mit guten Bekanntschaften: Sie müssen regelmäßig gepflegt werden. Persönliche Treffen sind dabei sehr wichtig, denn nur so behält man Sie wirklich im Gedächtnis und bietet Ihnen vielleicht ein lukratives Jobangebot an.

Die wichtigsten Kontakte in Ihrem Netzwerk sollten zunächst diejenigen sein, die in ihrer Karriere da sind, wo Sie gerne wären. Diese können Ihre Tipps für einen Aufstieg mit Ihnen teilen, Ihnen wertvolle Ratschläge geben, oder auch eventuelle Kunden an Sie vermitteln.

Ebenfalls wichtig: Menschen, die die gleichen Ziele verfolgen. Während des Austausches können Sie so zum Beispiel etwas über einen bestimmten Arbeitgeber erfahren, zum Beispiel, ob dieser jungen Talenten den Aufstieg eher erleichtert als zum Beispiel Ihr eigener Arbeitgeber. Auch bei diesen Kontakten steht der Austausch von Erfahrungen und Ratschlägen im Mittelpunkt.

Tipps für das Networking

Ihr Netzwerk sollte stehen, bevor Sie es brauchen. Wenn Sie dringend einen neuen Job suchen oder hilfreiche Ratschläge zu einem Projekt benötigen, dann haben Sie keine Zeit, irgendwelche Geschäftsessen zu organisieren und zu planen, geschweige denn neue Kontakte zu knüpfen. Beginnen Sie mit dem Netzwerken daher so früh wie möglich, damit dann zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie darauf angewiesen sind, Sie aus einem Pool guter Geschäftsbeziehungen diejenigen Personen wählen können, die Ihnen garantiert weiterhelfen können.

Orientieren Sie sich an diesen Tipps für das Networking und profitieren Sie von den Erfahrungen und dem Wissen anderer:

  • Besuchen Sie Netzwerkveranstaltungen und entsprechende Internetseiten

  • Gehen Sie aktiv auf andere Menschen zu

  • Kommen Sie mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch

  • Achten Sie auf eine seriöse Körpersprache und lächeln Sie viel

  • Tauschen Sie Ihre beruflichen Erfahrungen aus

  • Stellen Sie Fragen

  • Verteilen Sie Ihre Visitenkarte und nehmen Sie die Karten anderer an

  • Nehmen Sie nach der Veranstaltung Kontakt auf

  • Bieten Sie Ihrem neuen Kontakt etwas an: Ratschlag, Weiterleitung eines Kontaktes, etc.

  • Seien Sie verbindlich und machen Sie keine leeren Versprechungen

  • Pflegen Sie Ihre Netzwerk-Kontakte

Gegenseitiges Vertrauen und Zuverlässigkeit bilden die solide Grundlage einer jeden Geschäftsbeziehung. Auch wenn das Netzwerken mit etwas Aufwand verbunden ist, es lohnt sich in jedem Fall. Zum einen gilt Networking als berufliche und soziale Kompetenz, zum anderen weiß man nie, welche Chancen und Möglichkeiten daraus eines Tages resultieren können.

Bild: Jana F.
Jana F. (128 Artikel)

Jana Fast ist studierte Sprachwissenschaftlerin und arbeitet derzeit als Online-Redakteurin bei der Ideenkraftwerk GmbH. Erfahrungen sammelte sie im Online-Recruitment einer Jobbörse, aber auch in einer Marketing-Agentur. Mit Fortbildungen in New York und einem Studium der Literatur in Spanien eignete sie sich interkulturelle Kompetenz und ein tieferes Sprachverständnis an.

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