- Pendeln ist für viele ein notwendiges Übel
- Entspannter Pendeln mit der Bahn?
- Studien zeigen: Je länger der Arbeitsweg, desto unzufriedener die Probanden
- Das Beste draus machen: Tipps für Pendler
- Mit Musik wird alles besser!
- Ausreichend Verpflegen!
- Eventualitäten bedenken!
- Hilfsmittel nutzen!
- Produktiv sein und die Zeit nutzten!
- Nicht aus der Ruhe bringen lassen!
FazitRund 15 Millionen Berufspendler zählen wir in etwa in Deutschland. Dazu kommen die zahllosen Menschen die zur Schule, zur Uni oder zur FH pendeln. Es wird regelmäßig eng auf deutschen Straßen. Tag ein Tag aus, quälen sich die Blechlawinen durch die Straßen, Tag ein Tag aus, ist der Ärger und der Stress oftmals groß.
Zähfließender Verkehr, Sperrungen, kilometerlange Staus; alles nicht unüblich, wenn man zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Besonders in Ballungsgebieten, geht morgens zum Arbeitsbeginn und abends zum Feierabend gar nichts mehr. Diejenigen, die auf die Bus & Bahn umsteigen, haben es oft auch nicht besser: Die Pünktlichkeit der Bahn hat nicht den besten Ruf und leider sprechen häufige Verspätungen und Ausfälle auch nicht für den Reisekomfort. Wer mit dem Zug fahren kann, hat dadurch natürlich Zeit um sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Zumindest insofern man einen Sitzplatz ergattert hat und nicht unter Achseln eingeklemmt verharren muss. Fahrgemeinschaften sind auch eine Möglichkeit; so steht man wenigstens nicht alleine im Stau. Pendeln ist nervenraubend, zeitaufwändig und anstrengend. Leider haben die meisten keine Wahl; sie müssen pendeln, weil die Uni oder der Job einfach zu weit entfernt sind vom Wohnort. Aber zum Glück ist es mit dem pendeln, genauso wie mit allen anderen Dingen im Leben, es liegt immer an uns, was wir daraus machen.
Pendeln ist für viele ein notwendiges Übel
Wie schon erwähnt, Pendeln die meisten nicht aus Freude am Auto- oder Bahnfahren. Es ist ein lästiges Muss, ein notwendiges Übel. In Deutschland ist mittlerweile fast jeder zweite Arbeitnehmer ein Berufspendler, was für ein stetiges Wachstum der Blechlawine führt, die sich Tag für Tag durch die Straßen der Nation quält.
Dabei können die wenigsten, dem Pendeln etwas Positives abgewinnen. Im Gegenteil; besonders die Autofahrer unter den Pendlern haben es nicht leicht. Rund 67% der Pendler sind in diese Kategorie einzuordnen: Kopf-und Rückenschmerzen sind oftmals die logische Konsequenz des vielen Autofahrens. Das führt leicht zu Fehlhaltungen und Problemen mit dem Rücken, die langfristige Folgen haben können. Dazu kommt der Stress hinterm Steuer. Besonders dann, wenn mal wieder nicht mehr geht auf der Straße und sich die Blechlawine langsam vorwärts quält, herrscht drinnen im Auto hochkonzentrierte Stimmung.
Stop-and-Go ist anstrengend, die Aufmerksamkeit muss permanent gegeben sein. Stauforscher haben den Stresspegel von Berufspendlern untersucht, die ihren Weg zur Arbeit mit dem Auto zurücklegen und sind dabei zu dem Schluss gelangt, dass diese Menschen ähnliche Reaktionen aufweisen wie Kampfpiloten im Einsatz. Das dies langfristig auch gesundheitliche Folgen haben kann, sollte verständlich sein. Wer morgens schon so einen Adrenalinspiegel hat, der wird diesen auch durch den Tag aufrecht erhalten. Gesund ist das nicht! Daher ist es für Autofahrende Berufspendler auf jeden Fall ratsam, eine ausgleichende Sportart zu praktizieren, etwas das den Stresspegel senkt und die Wirbelsäule und den Haltungsapparat mobilisiert. Joggen kann hilfreich sein, oder fernöstliches, wie Thai Chi oder Qi-Gong.
Entspannter Pendeln mit der Bahn?
Die Bahnfahrer haben es in dieser Hinsicht besser, denn sie können sich (insofern der Zug nicht zu voll ist!) wenigstens bewegen und sitzen nicht die ganze Zeit in einer Position. Ferner, muss man während der Zugfahrt nicht auf den Verkehr achten und könnte sich mit anderen Dingen beschäftigen. Präsentationen nochmal durchgehen, Emails bearbeiten oder für die Uni lernen. Rein theoretisch ist das möglich, nur leider sieht die Realität in deutschen Zügen leider anders aus, vor allem in Ballungsgebieten. Zugfahrende Pendler sind häufiger krank, da sie durch ihre Mitreisenden und die meist stickige, warme Luft im Zug, ein erhöhtes Infektrisiko haben. Bazillen und Keime vermehren sich in warmer Luft nicht nur besser, sie werden auch mobiler und können sich besser fortbewegen. Ferner ist das Zugfahren auch meist wenig erholsam, also auch nicht angenehm. Pendeln bringt viele Dinge mit sich die nicht als positiv zu bewerten sind.
Studien zeigen: Je länger der Arbeitsweg, desto unzufriedener die Probanden
Studien zu diesem Thema zeigen, dass das Pendeln sich ungünstig auf die psychische Gesundheit der Probanden, sprich auf ihre Glücklichkeit und Zufriedenheit auswirkt. Eine kanadische Untersuchung, hat diesbezüglich gezeigt, dass die Länge des Arbeitsweges sich maßgeblich auf die Zufriedenheit der Pendler auswirkt, je länger der Weg, desto unglücklicher die Probanden. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen auch weitere Untersuchungen. Ein Schweizer Ökonom, geht so weit zu sagen das, der der pendelt, eigentlich rund 40% mehr Gehalt bekommen müsste, um die Negativfolgen des Pendelns auszugleichen. Leider sehen das Arbeitgeber wohl weniger so. Das Pendeln ist und bleibt ein notwendiges Übel für viele Millionen Menschen hierzulande. Da man dies nicht ändern kann, muss man schauen, wie man am besten damit zurechtkommt und das Beste daraus macht.
Das Beste draus machen: Tipps für Pendler
Aus fast jeder Situation kann man etwas machen. Auch aus dem Pendeln. Oftmals können kleine Dinge schon große Veränderungen bewirken und dabei helfen, dass die tägliche Routine ein neues Gewand bekommt.
Mit Musik wird alles besser!
Musik hat einen positiven Einfluss auf uns. Musik transportiert Emotionen und ist daher bestens geeignet um Situationen in eine bestimmte Richtung hin zu verändern. Jedem Pendler ist daher eine gute Playlist ans Herz zu legen. Der Stau wird erträglicher, die nervenden Mitreisenden im Zug treten mehr in den Hintergrund: Mit Musik wird alles besser!
Ausreichend Verpflegen!
Wer viel unterwegs ist, sollte sich Proviant einpacken. Wer mit dem Auto unterwegs ist, hat es da leichter als die Bahnfahrer, aber auch für die gibt es Möglichkeiten. Ein paar Müsliriegel und eine Flasche Wasser können im Notfall schon etwas sein, worüber man sich freut. Wenn es zu Verzögerungen kommt, ist ein leerer Magen nicht unbedingt etwas das die Laune hebt, daher sorgt vor.
Eventualitäten bedenken!
Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, tut gut daran sich entsprechend zu kleiden. Besonders geeignet ist der gute, alte Zwiebel-Look. Hierbei werden mehrere Kleidungsschichten angezogen, sodass bei Bedarf auch immer etwas ausgezogen werden kann. Bahnfahrer sollten zudem immer einen Schal dabei haben. Wer das Pech hat und unter der Klimaanlage oder im Durchzug sitzt, riskiert sonst schnell Verspannungen.
Hilfsmittel nutzen!
Wer lange im Auto sitzt, bekommt über kurz oder lang Rückenschmerzen. Ein ergonomisches Sitzkissen ist daher eine sinnvolle Anschaffung. Die Kissen sind so geformt, dass eine aufrechte und nicht abklemmende Sitzhaltung entsteht. Bereits kleine Veränderungen in der Sitzhaltung können große Effekte haben, einen Versuch ist es definitiv wert! Für Bahnfahrer empfiehlt sich ein Nackenkissen, besonders bei längeren Fahrten, kommt es so nicht zu Verspannungen im Nackenbereich. Ein weiteres Hilfsmittel für Bahnfahrer sind Ohrenstöpsel; so tritt der Lärm der Mitreisenden in den Hintergrund.
Produktiv sein und die Zeit nutzten!
Wer Bahn fährt, hat Zeit, die Autopendler nicht haben. Diese kann man durchaus sinnvoll nutzen. Das Smartphone ersetzt viele Geräte und bietet auch unterwegs die Möglichkeit fast alles zu erledigen. Ein Tablett kann auch sinnvoll sein, wenn man viel lesen muss, zum Beispiel für die Uni. Grundsätzlich kann man mit der Zeit anfangen was man möchte, man könnte sich weiterbilden oder eine Fremdsprache lernen, zumindest die Vokabeln. Man kann ein gutes Buch lesen oder Unterlagen für den Job durchgehen. Man kann die Zeit nutzen um To-Do Listen zu schreiben oder um den Organizer auf den neusten Stand zu bringen. Ein schönes Hörbuch oder ein interessanter Podcast sind auch eine Möglichkeit um die Zeit angenehm zu verbringen und nebenbei seinen Horizont zu erweitern.
Im Auto sind die Möglichkeiten da schon beschränkter, da die Aufmerksamkeit die ganze Zeit über gegeben sein muss. Hier kann angenehme Musik helfen oder eben ein Podcast, wenn er nicht zu sehr ablenkt. Entspannende Musik hilft auch bei Stress und Ärger im Auto. Hilfreich für Autopendler kann es auch sein, einfach mal einen anderen Weg zu fahren. Es gibt nichts Schlimmeres für unsere Psyche, als immer dasselbe zu sehen und zu erleben.
Nicht aus der Ruhe bringen lassen!
Besonders die die mit dem Auto pendeln stehen massiv unter Stress. Das Beispiel mit dem Kampfpiloten verdeutlicht das, jeder der die Erfahrung macht, weiß wie unglaublich stressig es ist, nicht voran zu kommen, bestenfalls noch Zeitdruck zu haben und sich dann auch noch mit anderen, gestressten Autofahrern auseinandersetzen zu müssen, die ebenfalls kurz vorm Ausrasten sind. Das geht an die Nerven! Gerade jetzt ist es aber von großer Wichtigkeit ruhig zu bleiben und nicht auszurasten. Kleine Fehler können beim Autofahren enorme Konsequenzen haben, kleine Unachtsamkeiten können schon zu Unfällen führen; daher, ist Ruhigbleiben das einzig richtige. Tief durchzuatmen kann helfen, ebenso wie das langsame runterzählen, wenn es ganz schlimm wird. Affirmationen können ebenfalls hilfreich sein um uns selbst runterzubringen. Affirmationen sind kleine Sprüchlein die wir uns vor unsrem inneren Auge aufsagen, oder auch laut, je nachdem. Das könnte in die Richtung, „Ich bin ruhig und entspannt, frei von Ärger und Stress“, gehen.
Fazit
Pendeln ist anstrengend und auch nicht schön, aber es ist, dass, was man daraus macht. Wer mit der Bahn pendelt kann sich die Zeit frei einteilen und sich so auf dem Weg zur Arbeit mit anderen Dingen beschäftigen, das schafft Raum für neue Möglichkeiten. In der Bahn kann man nette Kontakte knüpfen, es ist immer eine Frage der Sichtweise. Autofahrer sollten versuchen es sich im Auto so komfortabel wie möglich einzurichten. Hilfsmittel wie Sitzkissen können hierbei helfen. Entspannende Musik kann helfen Staus zu überstehen und eine gut gewählte Playlist macht so machen Idioten vergessen.