karrieretipps.de Karriere Schlechte Arbeitsmoral: Tipps für eine bessere Führung!

Schlechte Arbeitsmoral: Tipps für eine bessere Führung!

Schlechte Arbeitsmoral: Tipps für eine bessere Führung!
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Lillia Seifert am 06.01.2020 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. Schlechte Führung: Was heißt das?
  2. Arbeitsmoral der Mitarbeiter: Schlechte oder gute Arbeitsmoral?
  3. Gute Führung beeinflusst Mitarbeiter positiv
  4. 6 Tipps für gute Führung: So motivieren Sie Ihre Mitarbeiter!
    1. Tipp 1: Mitarbeiter leiten statt führen
    2. Tipp 2: Miesepeter im Team eliminieren
    3. Tipp 3: Aufgaben unter Mitarbeitern gerecht verteilen
    4. Tipp 4: Angestellte fördern und unterstützen
    5. Tipp 5: Mitarbeitern und Bedürfnisse ernst nehmen
    6. Tipp 6: Angestellten Wertschätzung entgegen bringen

Es gibt viele verschiedene Gründe für ein schlechtes Betriebsklima und fehlende Motivation im Arbeitsalltag. Ein entscheidender Faktor, der die Haltung und Einstellung gegenüber der eigenen Arbeit maßgeblich beeinträchtigt, ist die Qualität der Führung. Einem Vorgesetzten fehlt womöglich die nötige Fähigkeit, Unternehmensziele festzulegen und das Verhalten der Mitarbeiter so zu leiten, dass diese Vorhaben auch in bestmöglicher Weise umgesetzt werden. Im Folgenden erklären wir, was fehlende Führungskompetenz auszeichnet, wie sich diese auf die Arbeitseinstellung der Mitarbeiter auswirkt und was Sie als Chef tun können, um die Motivation am Arbeitsplatz wieder herzustellen.   

Schlechte Führung: Was heißt das?

Was macht einen schlechten Chef aus? Miese Mitarbeiterführung ist häufig geprägt von mangelnder Kompetenz, eine klare Richtung anzugeben, objektives Feedback zu verteilen, den Beitrag von Mitarbeitern anzuerkennen sowie unternehmerische Strategien und Ziele vorzugeben und umzusetzen.

Daneben gibt es selbstverständlich noch einige Eigenschaften, die zwar vollkommen menschlich sind, jedoch absolut nichts in der Position eines Vorgesetzten zu suchen haben. Wenn das Auftreten gegenüber den Angestellten respektlos wird, dann ist der Grund dafür häufig eine unangebrachte Ausdrucksweise, übermäßige Kritik oder sogar aggressives und grenzüberschreitendes Verhalten.  

Arbeitsmoral der Mitarbeiter: Schlechte oder gute Arbeitsmoral?

Sind Ihre Mitarbeiter glücklich oder glauben Sie sogar, dass sie ihr Potenzial im Arbeitsalltag gar nicht richtig ausschöpfen? Fehlende Motivation und schlechte Arbeitsmoral im Unternehmen können ein Ergebnis mangelnder Führungsqualität sein. Viel zu häufig leiden Angestellte unter den Umständen auf der Arbeit – der Chef verbreitet schlechte Laune und das wirkt demotivierend und, über kurz oder lang, demoralisierend.

Ein gutes Arbeitsklima, in dem Mitarbeiter eine hohe moralische Verantwortung gegenüber ihren Kollegen, dem Chef und insbesondere den täglichen Aufgaben und Unternehmenszielen haben, zeichnet sich durch Vertrauen, Respekt, Autonomie und Anerkennung aus.

Wenn diese essenziellen Dinge fehlen, dann können Angestellte ihr gesamtes Potenzial nicht ausschöpfen. Sie erfüllen zwar noch die grundlegenden Aufgaben, jedoch fehlt es an Inspiration, innovativen Ideen und qualitativ hochwertiger Ausführung der Arbeitsschritte. Schlechte Führung hat folglich nicht nur negative Auswirkungen auf die Arbeitsmoral der Angestellten, sondern auf die gesamte Geschäftstätigkeit.

Gute Führung beeinflusst Mitarbeiter positiv

Falls Sie sich selbst in einer Führungsposition befinden, dann ist es wichtig, zu erkennen, dass Sie einen erheblichen Einfluss auf die Menschen in Ihrem Arbeitsumfeld haben. Ihr Verhalten und Bemühen ist für die Arbeitsmoral des gesamten Teams verantwortlich – ganz gleich, ob Sie an niedrigster oder oberster Führungsstelle stehen. Es ist statistisch nachgewiesen, dass das Engagement auf oberer Ebene Auswirkungen auf die Moral der darunter liegenden Ebenen innerhalb des Unternehmens hat. Als Vorgesetzter ist die innere Einstellung allein jedoch nicht genug, um Ihre Mitarbeiter zu motivieren, ihr gesamtes Potenzial auszuschöpfen und Bestleistungen zu erbringen.

Die einzige Möglichkeit, die Arbeitsmoral zu verbessern, ist die Ursachen der Frustration und Demotivation zu bekämpfen.

Die folgenden 5 Tipps können Ihnen dabei helfen, ein engagiertes und motiviertes Team aufzubauen, dass ihren Chef sogar richtig gern hat!

6 Tipps für gute Führung: So motivieren Sie Ihre Mitarbeiter!

Tipp 1: Mitarbeiter leiten statt führen

Einige Chefs lassen ihren Mitarbeitern zu viel Freiraum in wichtigen Entscheidungen. Andere hingegen kontrollieren jeden Schritt bis ins kleinste Detail. Niemand möchte mit schwierigen Aufgaben alleine gelassen werden oder kann unnötige Kontrolle gebrauchen.

Als Vorgesetzter ist es wichtig, je nach Kompetenzniveau des Angestellten zu entscheiden, wie viel Führung er bei der Bewältigung einer Aufgabe braucht. Sie sollten ihre Unterstützung folglich daran anpassen, welche Fähigkeiten Ihr Mitarbeiter in Bezug auf die jeweilige Aufgabe mitbringt. Bieten Sie Ihre Hilfe an, aber lassen Sie auf der anderen Seite genug Handlungsfreiraum, wo diese nicht gebraucht wird.

Tipp 2: Miesepeter im Team eliminieren

Häufig gibt es jemandem im Team, der seine Aufgaben gut erfüllt, jedoch für schlechte Stimmung und ein negatives Arbeitsklima sorgt. Negative Interaktionen bis hin zu Mobbing am Arbeitsplatz können sich auf die physische und mentale Gesundheit Ihrer Mitarbeiter auswirken. Als Vorgesetzter können Sie sich vielleicht nicht vorstellen, welche enormen Konsequenzen das für die Moral Ihrer Angestellten hat. Eine geringe Zufriedenheit und Produktivität sowie mangelnde Konzentration können die Folge sein.
Als Chef ist es Ihre Aufgabe, sich von Angestellten zu trennen, die das Arbeitsklima negativ beeinflussen – Ihr Team wird es Ihnen danken und Sie mit besten Ergebnissen und gesteigerter Arbeitsmoral belohnen!

Tipp 3: Aufgaben unter Mitarbeitern gerecht verteilen

Im Leben wie im Beruf gibt es immer Aufgaben, die keinen Spaß machen oder uninteressant und langweilig sind, aber irgendjemand muss sie eben machen. Die Gefahr besteht hier, wenn Mitarbeiter ausschließlich solche Aufgaben erledigen müssen oder es immer die gleichen im Team trifft. Wenn Angestellte sich nicht herausgefordert fühlen, dann ist das selbstverständlich Verschwendung von Potenzial.

Sie sollten sich in Ihrer Führungsposition eine Möglichkeit suchen, wie eintönige aber notwendige Aufgaben gemeinsam erledigt werden können. Nachgewiesener Maßen fühlen sich Mitarbeiter so fitter und wacher und erledigen Dinge effizienter. Darüber hinaus erhöht sich auch der Spaß bei der Arbeit im gemeinsamen Schaffen, denn geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.

Tipp 4: Angestellte fördern und unterstützen

Nichts ist demotivierender, als immer nur dieselben Arbeitsaufgaben zu erledigen. Viele Arbeitnehmer klagen über Eintönigkeit und haben das Gefühl, in Ihrem Job nichts Neues zu lernen.

Wenn Sie ein guter Chef sein möchten, dann ist besonders wichtig, dass Sie Ihren Angestellten die Chance der Weiterentwicklung und -bildung geben, die diese sich wünschen. Nehmen Sie sich die Zeit, herauszufinden welche persönlichen Vorstellung und beruflichen Ziele jedes Ihrer Teammitglieder hegt. Eine Möglichkeit kann es sein, berufsspezifische Lernmaterialien bereitzustellen oder jemanden einem bestimmten Projekt, das in seinem Interesse liegt, zuzuführen.

Tipp 5: Mitarbeitern und Bedürfnisse ernst nehmen

Das Schlimmste, was Ihnen als Chef passieren kann, ist, dass Ihre Mitarbeiter sauer auf Sie sind. Dies kann aus verschiedenen Gründen passieren, führt jedoch immer zu verringerter Teilnahme, Verantwortungslosigkeit oder sogar Ignoranz. Einer der größten Auslöser für verstimmte Angestellte ist, wenn Sie nicht zuhören – so geht das Vertrauen verloren.

Sie sollten also unbedingt versuchen, wirklich zuzuhören und die Bedürfnisse Ihres Teams ernst zu nehmen. Wenn jemand unglücklich ist, dann versetzten Sie sich in seine Lage und zeigen Sie Empathie. Das Allerwichtigste: Setzten Sie das gehörte in die Tat um!

Tipp 6: Angestellten Wertschätzung entgegen bringen

Wenn Sie sich zu wenig wertgeschätzt fühlen oder das Gefühl haben, dass Ihre Arbeit bedeutungslos ist, dann ist der Weg zu einem neuen Job nicht mehr weit. In der Führungsposition gehört es auch dazu, den Mitarbeitern zu zeigen, dass Ihre Arbeit gut und von hohem Wert für das Unternehmen ist.

Das menschliche Grundbedürfnis nach Anerkennung spielt hier eine entscheidende Rolle. Lob und Zustimmung sind von besonderer Relevanz, wenn es um die Mitarbeiterzufriedenheit und damit auch um die Arbeitsmoral geht. Erklären Sie Ihrem Team genau, warum die jeweiligen Aufgaben wichtig für das Unternehmen sind. Darüber hinaus sollten Sie sich bei jedem Ihrer Angestellten fragen, was dieser am besten kann und ihn dafür loben!

Falls Sie in einer Führungsposition sind und bemerken, dass Ihr Team von schlechter Arbeitsmoral und fehlender Motivation geprägt ist, dann kann das an der Führungsqualität liegen. Wenn Sie ehrlich zu sich selbst sind, dann werden Sie die ein oder andere Kleinigkeit finden, die Sie verbessern können. Versuchen Sie, einige unserer Tipps für eine bessere Führung umzusetzen. Sie werden sehen, dass sich nicht nur die Arbeitsmoral Ihrer Mitarbeiter, sondern auch die gesamte Unternehmensbilanz zum Positiven verändern wird. 

Bild: Lillia Seifert
Lillia Seifert (7 Artikel)

Lillia Seifert hat Anglistik und Soziologie studiert und befindet sich derzeit im Masterstudium der Interdisziplinären Medienwissenschaft an der Universität Bielefeld. Sie veröffentlichte bereits eigene Texte und arbeitete als Social Media Managerin. Mit ihren Kenntnissen aus den verschiedenen Bereichen gelingt ihr das multiperspektivische Arbeiten mit Themen besonders gut. Auf karrieretipps.de kann sie ihre Kompetenzen im kreativen Umgang mit informativen Texten ideal einsetzen.

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