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Nützliche Tipps für weniger Stress am Arbeitsplatz

Nützliche Tipps für weniger Stress am Arbeitsplatz
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Mandy P. am 17.07.2017 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. 10 Tipps was Sie gegen den Stress am Arbeitsplatz tun können
    1. 1. Trotz viel Arbeit Pausen einhalten
    2. 2. Innere Einstellung zum Stress ändern
    3. 3. Optimistische Denkweise reduziert Stress
    4. 4. Das richtige Zeitmanagement
    5. 5. Umgang mit stressigen Kollegen
    6. 6. Nein sagen
    7. 7. Was bei Stress auf dem Arbeitsweg hilft
    8. 8. Die richtige Arbeitsatmosphäre
    9. 9. Bei zu viel Stress Hilfe annehmen
    10. 10. Entspannungsübungen für die Stressbewältigung
  2. 5 Stressfaktoren im Job die Sie vermeiden sollten
    1. 1. Nicht genug schlafen oder zu schlecht schlafen
    2. 2. Ständig online sein
    3. 3. Noch daheim über die Arbeit intensiv nachdenken
    4. 4. Perfektionismus
    5. 5. Gedankliche Zeitreisen

Selten haben wir wirklich Einfluss auf all die Dinge, die im Alltag von uns abverlangt werden. Wir haben jedoch Einfluss darauf, wie wir damit umgehen. Es liegt in unserer Hand, ob der sich aufbauende Stress uns belastet oder nicht. Wenn wir ein paar Dinge im Umgang mit Stress besonders am Arbeitsplatz beachten, dann können wir dem entgegenwirken und sogar vorbeugen. Die richtige Stressbewältigung am Arbeitsplatz ist wichtig, um nicht am Ende völlig auszubrennen. Mit den vorgestellten Übungen und Tipps sollte Ihnen die Stressbewältigung wesentlich leichter fallen.
Von Mandy Paul

10 Tipps was Sie gegen den Stress am Arbeitsplatz tun können

1. Trotz viel Arbeit Pausen einhalten

Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie sich trotz der vielen Arbeit dennoch Ihre Pause gönnen. Manchmal reicht vielleicht schon der Gang zum Kaffeeautomaten oder ein Schwatz mit den Kollegen aus, doch die festgelegten Pausenzeiten sollten Sie unbedingt einhalten. Nach einer Pause arbeiten Sie wieder konzentrierter, kommen wieder besser voran und der Stress lässt etwas bis in Gänze nach.

2. Innere Einstellung zum Stress ändern

Tatsächlich hat Stressbewältigung viel mit der eigenen Einstellung zu tun. Wenn Sie der Ansicht sind, dass Stress Ihnen schadet, dann schadet er Ihnen auch. Ihr Zug kommt beispielsweise wieder mal zu spät. Sie ärgern sich wie wild darüber und sind mit dem Kopf schon bei Ihrer Arbeit? Nutzen Sie die Zeit der Verspätung doch lieber für sich: tanken Sie Ihre Batterien auf, hören Sie entspannende Musik, denken Sie an Ihren nächsten Urlaub. Tun Sie sich in der hinzugewonnenen Zeit etwas Gutes.

3. Optimistische Denkweise reduziert Stress

Oft sieht man die Dinge durch einen selbst auferlegten Filter. Eigene Selbstzweifel engen den Blick ein und lassen Sie viele Dinge persönlicher nehmen als sie sind. Auch, wenn Sie ein Projekt am Arbeitsplatz von vornherein als negativ einstufen, in dem Sie sich sagen „Das wird eh nichts“ oder „Damit kann ich eh nicht überzeugen“, machen Sie sich bereits Stress bevor es einen tatsächlichen Grund dafür gibt. Schnell können solche Denkmuster zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden, die zu echtem Stress führt.

4. Das richtige Zeitmanagement

Stressbewältigung am Arbeitsplatz fängt bereits beim Erstellen einer To-Do-Liste an. Sie haben viele zu erledigende Aufgaben? Schreiben sie alle auf und sortieren Sie sie danach, was zuerst erledigt werden muss und was noch warten kann. Schon gewinnen Sie einen Überblick über Ihre Aufgaben, die Sie dann Schritt für Schritt mental oder auch tatsächlich abhaken können. Oder arbeiten Sie in Blöcken. Arbeiten Sie nicht länger als 60 Minuten an einem Thema, machen Sie dann eine kurze Pause. Das macht den Kopf frei, so dass Sie sich wieder frisch ans Werk machen können.

5. Umgang mit stressigen Kollegen

Sie ärgern sich am Arbeitsplatz wieder über einen Kollegen? Oder Sie müssen in einem Projekt mit einem Kollegen zusammenarbeiten, den Sie einfach nicht ausstehen können? Ein daraus resultierendes angespanntes Verhältnis entwickelt sich schnell zu einer persönlichen Belastung. Doch es gibt auch hierfür Mittel und Wege, diesen Stress zu bewältigen.

  • Entspannt bleiben

    Auch wenn Sie grade an die Decke gehen könnten. Zählen Sie lieber innerlich bis zehn oder entschuldigen Sie sich kurz und treten unbemerkt beispielsweise gegen einen Mülleimer. In jedem Fall gilt es sachlich zu bleiben.

  • Fokussiert bleiben

    Lassen Sie sich trotz der schwierigen Kommunikation nicht aus dem Konzept bringen. Halten Sie Augenkontakt und präzisieren Sie Ihre Argumente, damit sich Ihr Kollege sachlich mit Ihnen auseinandersetzen muss.

  • Nicht lästern

    Auch wenn Lästern gut tut, vermeiden Sie es. Wenn Sie sich am Arbeitsplatz immer wieder über Ihren einen Kollegen beschweren, macht auch Sie das schnell unbeliebt. Zudem wirkt es bei Vorgesetzten unprofessionell. Dies kann sogar zu noch mehr Stress führen.

  • Realistisch betrachten

    Auch Ihr ungeliebter Kollege hat umgängliche Seiten an sich. Womöglich wird es Situationen geben, in denen auch er sich als guter Teamplayer oder freundlicher Kollege zeigt. Wenn Sie das nicht aus den Augen verlieren, reduzieren Sie bereits Ihren Stress im Umgang mit Ihrem Kollegen.

  • Auf Abstand gehen

    Wenn keine Ihrer Bemühungen in einem besseren Umgang miteinander am Arbeitsplatz Früchte trägt, so hilft nur noch eins: Abstand nehmen. Nehmen Sie innerlich Distanz zum Kollegen, denn eigentlich ist er für Ihr Leben nicht wichtig. Dennoch sollten Sie bei dieser Egal-Haltung einen respektvollen Umgang wahren.

6. Nein sagen

Für eine erfolgreiche Stressbewältigung lernen Sie sowohl am Arbeitsplatz als auch im Privatleben mal „Nein“ zu sagen. Nicht jede Aufgabe, die an Sie herangetragen wird, sollten Sie übernehmen. Wenn Ihr Pensum voll ist, sagen Sie dies auch dem Kollegen, der Sie um Hilfe bittet oder Ihrem Chef, der Ihnen eine zusätzliche Aufgabe erteilen möchte. Das selbe gilt, wenn Sie für einen Freund nach Ihrem Feierabend etwas erledigen sollen. Mal ist das ok, doch Ihr Feierabend sollte Ihnen vorrangig der Erholung dienen.

7. Was bei Stress auf dem Arbeitsweg hilft

Für die wenigsten liegt der Arbeitsplatz direkt vor der Haustür und pendeln zum Arbeitsplatz wiederum birgt die Gefahr weiterer Stressfaktoren. Stress auf dem Arbeitsweg lässt sich bereits durch ein paar einfache Dinge reduzieren.

  • Nutzen Sie, sofern möglich, öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad.

  • Fahren Sie nicht zu knapp von daheim los.

  • Haben Sie alternative Arbeitswege im Hinterkopf, um Stau umgehen zu können.

  • Fahrgemeinschaften bilden. So kann man hin und wieder als Beifahrer abschalten.

  • Lieblingsmusik im Auto hören. Sorgt für Entspannung und gute Laune.

  • Gesunde Sitzposition im Auto einnehmen. Unterstützt Konzentration und entlastet den Rücken.

  • Defensive Fahrweise: Fahren Sie ruhig und besonnen. Rasen, Überholen oder häufige Spurwechsel für ein mögliches schnelleres Vorankommen erhöhen Ihren Stress nur und birgt zudem jede Menge Gefahren.

8. Die richtige Arbeitsatmosphäre

Eine Zimmerpflanze, ein Foto von den Liebsten oder minimale Dekoration bauen zwar nicht den Stress ab, doch gestalten Sie sich so eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Regelmäßige Lüften bringt frischen Sauerstoff herein. Musik hören, sofern es Ihr Arbeitgeber erlaubt und Ihr Arbeitsplatz hergibt, wirkt ebenso oft schon wahre Wunder. Ein weiterer wichtiger Faktor ist Ihre Sitzposition und die Beleuchtung am Arbeitsplatz. Unbequeme Stühle oder kippelnde, wackelige Schreibtische sorgen nicht grade für gute Voraussetzungen von Stressbewältigung. Im Gegenteil. Melden Sie das Ihrem Arbeitgeber. Um konzentriert arbeiten zu können, benötigen Sie einen ergonomischen Arbeitsplatz.

  • Optimaler Schreibtisch

    Ein guter Schreibtisch sollte in der Höhe verstellbar sein und die Tischplatte aus Kunststoff oder Holz bestehen. Unterhalb des Tisches sollte die Beinfreiheit nicht durch Mülleimer, Kabel oder Ablageflächen eingeschränkt werden. Zusatzschränke unter dem Tisch sollten Rollcontainer sein, um sie bei Bedarf einfach wegschieben zu können.

  • Optimaler Bürostuhl

    Ein Guter Stuhl hat mindestens 5 Rollen und ist zudem gefedert, um Stöße auf die Wirbelsäule zu vermeiden. Wichtig sind außerdem verstellbare Armlehnen. Damit sich diese aber nicht mit der Tischplatte ins Gehege kommen, wird eine flexible Sitzfläche empfohlen. Stühle mit Wipp- und Kipptechnik erlauben ein Pendeln ähnlich wie auf einem Sitzball, während sich die Armlehnen noch immer benutzen lassen. Die Sitzfläche sollte eine abgerundete Kante haben, um Durchblutungsstörungen in den Beinen zu vermeiden. Das Material des Stuhls sollte atmungsaktiv sein.

  • Optimale Arbeitsmaterialien

    Beim Bedienen der Maus und dem Benutzen der Tastatur sollten Ihre Unterarme bequem auf der Tischplatte liegen. Auch sollte sich die Tastatur leicht bedienen lassen und über eine Handballenauflage verfügen. Zum Bildschirm sollte mindestens ein Abstand von 50cm bestehen, um die Augen zu schonen. Die geeignete Größe des Bildschirms für die reine Textverarbeitung beträgt 17'' und für Präsentation bzw. Grafikverarbeitung 19'' oder 21''. Oft ist das Arbeiten an mehreren Monitoren effektiver. Ein in der Höhe verstellbarer Bildschirm kann Ihren Bedürfnissen gut angepasst werden und damit beispielsweise Nackenproblemen vorbeugen.

  • Optimale Beleuchtung

    Stressbewältigung am Arbeitsplatz geht zudem mit der richtigen Beleuchtung einher.

    Ihr Arbeitsplatz sollte gleichmäßig ausgeleuchtet sein und ausreichend natürliches Licht bieten. Außerdem sollte sich das Licht nicht in den Monitoren spiegeln und so die Arbeit erschweren.

9. Bei zu viel Stress Hilfe annehmen

Wenn Sie eine Aufgabe an Ihrem Arbeitsplatz nicht allein lösen können, ist es eine gute Strategie zur Stressbewältigung den Stolz zu überwinden und die Kollegen um Hilfe zu bitten. So verringern Sie ganz schnell Ihre Arbeitslast. Besteht das Projekt aus mehreren Aufgaben, konzentrieren Sie sich auf die Hauptaufgabe und versuchen Sie Teilaufgaben abzugeben bzw. zu delegieren.

10. Entspannungsübungen für die Stressbewältigung

Fehlende Bewegung, einseitige Belastungen und damit verbundene Verspannungen treten am Arbeitsplatz nur allzu schnell auf. Doch auf für den Arbeitsplatz gibt es zahlreiche Übungen, um erfolgreich die Stressbewältigung voranzutreiben. Hier ein paar Beispiele, die sich gut in den Alltag integrieren lassen:

  • Gesichtsmassage

    Wenn Sie viel am PC arbeiten treten nicht selten Verspannungen im Gesichtsbereich auf. Um diese zu lockern und damit auch Stress entgegenzuwirken, hilft es, die Augen- und Sitrnpartie mit kreisenden Bewegungen wie leichtem Zupfen zu massieren. Anschließend kann der Kopf vorsichtig in alle Richtungen gedreht oder im Halbkreis bewegt werden.

  • Atemübungen

    Nasenatmung: Für eine langsame und bewusste Atmung, wird durch ein Nasenloch aus- und durch das andere ausgeatmet. Anschließend wechselt man die Seiten. Wenn Sie erst durchs Linke ausgeatmet haben, atmen Sie beim nächsten Durchgang mit dem linken Nasenloch ein. Führen Sie die Übung für 2 Minuten durch. Die Atmung beruhigt sich aus diese Weise und der Körper wird so gut mit Sauerstoff versorgt.

  • Spaziergang

    Zur Stressbewältigung eignen sich Bewegung und frische Luft. Ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause ist daher nur zu empfehlen. Bereits ein fünfminütiger Spaziergang ist dabei besser als keiner.

  • Blick in die Ferne

    Wenn Sie viel an Ihrem Arbeitsplatz am PC sitzen, dann lassen Sie Ihren Blick hin und wieder vom Bildschirm abschweifen. Suchen Sie dabei einen Punkt in der Ferne und wandern Sie dann am Horizont entlang. Das baut Stress ab und beruhigt die Augen.

  • Bewegung

    Strecken Sie sich zwischendurch ruhig alle Viere von sich. So lockern Sie Ihre Muskulatur und lösen Verspannungen.

5 Stressfaktoren im Job die Sie vermeiden sollten

Um eine erfolgreiche Stressbewältigung am Arbeitsplatz weiter zu fördern, gibt es natürlich auch Dinge, die sie direkt vermeiden können und sollten.

1. Nicht genug schlafen oder zu schlecht schlafen

Gehen Sie nicht zu spät ins Bett. Nehmen Sie sich die Zeit für ausreichend Schlaf. Wenn Sie schlecht einschlafen können, hilft manches Mal ein Kräutertee oder Entspannungsübungen vor dem Zu Bett gehen. Das hilft den Kopf frei zu bekommen und Ruhe zu gewinnen. Zu wenig Schlaf erzeugt letztlich zusätzlichen Stress. Doch den gilt es ja zu vermeiden.

2. Ständig online sein

Schalten Sie jeden Tag für ein bestimmtes Zeitfenster das Handy und den Computer aus. Die Mail von der Arbeit können Sie auch immer noch später beantworten.

3. Noch daheim über die Arbeit intensiv nachdenken

Feierabend heißt in der Regel Feierabend. Wenn sie doch noch etwas daheim für Ihren Arbeitsplatz erledigen müssen, setzen sie sich auch hierfür feste Zeitfenster. Ist die Zeit um, müssen Sie den Rest eben morgen erledigen. Auch Sie haben nur eine begrenzte Zeit.

4. Perfektionismus

Mit dem Denken, dass Sie alles am besten auf einmal und dabei alles ganz perfekt machen müssen, machen Sie selbst viel zu viel Druck und Stress. Auch es allen dabei Recht machen zu Wollen ist alles andere als produktiv. Damit überfordern Sie sich ganz schnell und außerdem: Einer hat doch immer was zu meckern.

5. Gedankliche Zeitreisen

Denken Sie nicht über die Vergangenheit oder über die Zukunft nach. Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern. Genauso wenig bringt es Ihnen etwas, sich ständig Worst-Case-Szenarien in der Zukunft auszumalen, die dann sehr wahrscheinlich nicht eintreffen. Mit solchen negativen Gedanken stressen Sie sich letztlich nur selbst und von Stressbewältigung kann kaum mehr die Rede sein.

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