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Mobbing am Arbeitsplatz – Wie wehre ich mich gegen Mobbing vom Chef?

Mobbing am Arbeitsplatz – Wie wehre ich mich gegen Mobbing vom Chef?
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Inhalt:
  1. Was ist Bossing?
  2. Wie äußert sich Bossing oder Mobbing am Arbeitsplatz?
  3. Wie kann ich mich gegen Mobbing am Arbeitsplatz wehren?
    1. 1. Tipp: Das Gespräch mit dem Chef suchen
    2. 2. Tipp: Hilfe suchen bei Bossing
    3. 3. Tipp: Melden Sie Mobbing am Arbeitsplatz
    4. 4. Tipp: Beweise und Zeugen
    5. 5. Tipp: Einen Jobwechsel in Erwägung ziehen

Mobbing am Arbeitsplatz steht leider in vielen Unternehmen auf der Tagesordnung. Nicht immer ist man persönlich betroffen, aber die ein oder andere Lästerei hat vermutlich jeder Arbeitnehmer bereits erlebt. Wer Opfer von Mobbing ist, sollte nicht einfach nur resignieren und die Situation akzeptieren. Es gibt immer Mittel und Wege, sich zu wehren. Auch, wenn die Schikanen „von oben“ kommen. Mobbing vom eigenen Chef bezeichnet man übrigens als Bossing. Diese Art des Mobbings ist besonders schlimm, da sich Arbeitnehmer an niemanden wenden können. Doch wie wehre ich mich gegen Mobbing durch Vorgesetzte? Hier erfahren Sie, was Sie gegen Mobbing vom Chef tun können.

Was ist Bossing?

Unter Bossing versteht man das systematische ausschließen, anfeinden und abwerten eines Mitarbeiters von Seiten des Chefs. Bossing muss dabei nicht immer vom Ranghöchsten im Unternehmen, sondern kann auch vom direkten Abteilungsleiter ausgehen. Diejenigen, die in der Rangordnung weiter oben stehen, fühlen sich in ihrer Position sicher und zeigen anderen Mitarbeitern ihre Geringschätzung. Diese Form von Mobbing am Arbeitsplatz kann entweder sehr subtil, oder auch sehr offensichtlich ausgetragen werden.

Wie äußert sich Bossing oder Mobbing am Arbeitsplatz?

Es gibt einige klare Hinweise, die auf Mobbing am Arbeitsplatz deuten, selbst wenn der Mobbende versucht, dies nur auf subtile Art und Weise zu tun. Wenn Sie beispielsweise merken, dass Sie immer der oder die Letzte sind, die über Neuigkeiten oder Änderungen informiert wird, dann kann dies bereits ein Anzeichen für Bossing sein. Vielleicht wurden Sie aus einem E-Mail-Verteiler genommen, um Sie aus einem Arbeitsgebiet rauszuhalten? Müssen gemeinsame Entscheidungen getroffen werden, lädt man Sie zu diesem Meeting gar nicht erst ein? Sie werden mit der Ausrede abgespeist, dass jemand ja das Telefon bewachen muss? Sollten Sie so ein Verhalten des öfteren beobachten, kann es sich durchaus bereits um einen Fall vom Mobbing am Arbeitsplatz handeln.

Wenn Sie merken, dass man Ihnen keine wichtigen Aufgaben mehr zuteilt, kann dies ebenfalls ein Indiz für Bossing sein. Ebenfalls denkbar: Sie werden mit so viel Arbeit beladen, dass diese Menge für Sie allein gar nicht zu bewältigen ist. Dies dient nur einem Zweck: Ihr Chef will Sie scheitern sehen. Lassen Sie sich diese Schikanen nicht gefallen und wehren Sie sich dagegen. Ebenso sieht es aus mit ungerechtfertigter Kritik. Kritik im Job ist normal und dient häufig lediglich der Optimierung von Arbeitsprozessen oder dem Erzielen eines besseren Ergebnisses. Ist diese aber ungerechtfertigt oder wird persönlich, dann verliert Kritik diesen Status. Dann handelt es sich nicht mehr um akzeptierbare konstruktive Kritik sondern um Mobbing.

Wie kann ich mich gegen Mobbing am Arbeitsplatz wehren?

Egal wie stark und selbstbewusst ein Arbeitnehmer ist, irgendwann erreicht jeder mal einen Punkt, an dem er die ganzen Schikanen nicht mehr aushalten kann. Wer vom Chef gemobbt wird, hat zunächst vielleicht einfach nur schlechte Laune und keinerlei Motivation mehr in seinem Job. Doch auf Dauer kann Bossing zu Selbstzweifeln, Depressionen oder einem Burn-Out führen. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Spätestens wenn erste körperliche Beschwerden wahrgenommen werden, wie Magen-Darm-Beschwerden, Schlafprobleme oder Abgeschlagenheit, sollten Sie aktiv gegen Mobbing am Arbeitsplatz vorgehen. So können Sie sich wehren:

1. Tipp: Das Gespräch mit dem Chef suchen

Fragen Sie sich manchmal, aus welchem Grund Ihr Chef Sie auf dem Kieker hat? Dann warten Sie nicht länger und fragen Sie einfach. Ein klärendes Gespräch konnte schon so manchen Konflikt aus der Welt schaffen. Vielleicht haben Sie Ihren Vorgesetzten unbewusst mit irgendeiner Aktion verärgert? Oder jemand hat etwas über Sie verbreitet, dass so gar nicht stimmt und Ihr Chef hat jetzt ein schlechtes Bild von Ihnen? Fragen kostet nichts und am Ende können Sie nur schlauer werden. Nutzen Sie die Möglichkeit einer Aussprache, um eventuelle Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

2. Tipp: Hilfe suchen bei Bossing

Hat das Gespräch mit Ihrem Chef zu keinerlei Veränderung der Situation geführt, empfiehlt es sich, um Hilfe zu bitten. Sprechen Sie mit Ihren Kollegen. Bekommen Sie das Bossing mit? Wissen diese vielleicht mehr? Oder geht es manchen Kollegen vielleicht genauso wie Ihnen? Eine weitere Option ist der Gang zum Betriebsrat. Dieser kann versuchen, zwischen Ihnen und Ihrem Vorgesetzten zu vermitteln. Ist keine Besserung der Situation in Sicht, dann scheuen Sie sich nicht den Betriebsrat einzuschalten. Dieser ist dafür da sich für den Schutz seiner Mitarbeiter einzusetzen.

3. Tipp: Melden Sie Mobbing am Arbeitsplatz

Im Regelfall hat auch Ihr Chef einen Chef. Wenden Sie sich an den Nächsthöheren und melden Sie, dass Sie Opfer von Mobbing am Arbeitsplatz sind. Dieser Schritt sollte allerdings nur eingeleitet werden, wenn ein persönliches Gespräch bereits stattgefunden hat und nicht fruchtete. Sie können sich gleichzeitig an eine Beratungsstelle für Mobbing wenden und ein Gespräch mit einem Berater vereinbaren. Dieser kann Sie dann zum Gespräch mit dem Vorgesetzten Ihres Vorgesetzten begleiten. Auf diese Weise machen Sie Bossing öffentlich. Wenn Sie Glück haben, wird Ihr Chef spätestens jetzt davon abhalten und sich davor hüten, Sie weiterhin zu schikanieren und damit möglicherweise seinen eigenen Job aufs Spiel zu setzen.

4. Tipp: Beweise und Zeugen

Entscheiden Sie sich dazu, mit Ihrem Fall vor Gericht zu ziehen, liegt die Beweislast auf Ihrer Seite. Dokumentieren Sie daher jede fiese Aktion Ihres Chefs. Schreiben Sie Datum und Uhrzeit auf Ihre Unterlagen. Halten Sie fest, wie sich das Mobbing äußert und fragen Sie Kollegen, ob diese als eine Art „Zeugen“ Ihre Mitschriften unterschreiben. Drucken Sie herabwürdigende E-Mails aus und sammeln Sie alle Beweise. Nur so haben Sie vor Gericht auch eine Chance. Aber Achtung: Wer Schmerzensgeld einklagen möchte, muss dafür erst krank gewesen sein.

5. Tipp: Einen Jobwechsel in Erwägung ziehen

Mobbing am Arbeitsplatz ist zermürbend und kann einem jegliche Motivation und Lebensfreude rauben. Diese emotionale Last kann sich schnell negativ auf Ihre Gesundheit auswirken. Daher sollten Sie bei Bossing auch einen Jobwechsel in Erwägung ziehen. Ein Neuanfang ist manchmal der einzige Weg raus aus dieser Situation. Lassen Sie Ihren Berufsalltag nicht zu Hölle werden und ziehen Sie rechtzeitig die Reißleine.


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