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Markenbotschafter: Die authentische Werbestrategie von Unternehmen

Markenbotschafter: Die authentische Werbestrategie von Unternehmen
© Daxiao Productions | shutterstock.com
Anastasia Klingsiek am 21.03.2019 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. Was ist ein Markenbotschafter?
  2. Unterschied zu einem Influencer
  3. Wer kann Markenbotschafter werden?
    1. Mitarbeiter als Markenbotschafter
    2. Kunden als Markenbotschafter
  4. Vorteile eines Markenbotschafters für Unternehmen
  5. Die Vorzüge von Markenbotschaftern richtig nutzen: So funktioniert es!
    1. Tipp 1: Erstellen Sie einen Plan und eine Strategie
    2. Tipp 2: Erkennen Sie Potenzial
    3. Tipp 3: Online Zugang für Markenbotschafter
    4. Tipp 4: Kombinieren Sie mehrere Kampagnen

Einen großen Einfluss auf den Erfolg von Marken und Unternehmen nimmt der gute Ruf. Es ist oft nicht ausreichen, wenn das Unternehmen sich bestmöglich darstellt und bewirbt. Besonders da die Gesellschaft förmlich in allen Lebensbereichen mit Werbung überflutet wird: Deshalb greifen viele Unternehmen auf andere Ressourcen zurück, um authentisch und glaubwürdig für die Marke, Produkte oder das Unternehmen zu werben. Erfahren Sie hier die wichtigsten Fakten rund um den Job des Markenbotschafters.

Was ist ein Markenbotschafter?

Bei einem Markenbotschafter handelt es sich um eine Person, welche als Fürsprecher einer Marke gilt: Er repräsentiert die Marke und dessen Produkte im Bekanntenkreis, unter Kollegen sowie über Social Media. Dabei ist es von wesentlicher Bedeutung die Glaubwürdigkeit und Authenzität zu bewahren.

Im Englischen wird der Markenbotschafter als Brand Ambassador bezeichnet.

Im Grunde ist der Markenbotschafter von der Marke so überzeugt, dass er diese nicht nur selber nutzt, sondern andere Menschen davon überzeugen und zum Kauf animieren möchte. Hierbei ist ein wesentlicher Bestandteil, dass dieser Botschafter hinter dem Unternehmen oder der Marke steht und von dem Konzept überzeugt ist.

Beispiel für einen Markenbotschafter:

Ein gutes Beispiel für Markenbotschafter sind etwa loyale Kunden von Apple aber auch von bekannten Sportmarken. Markenbotschafter preisen die Vorteile des Produktes an und führen auch in der Öffentlichkeit Debatten über Marke und Produkt.

Im Prinzip können auch Fußballspieler als Markenbotschafter verstanden werde, da diese von einer bestimmten Marke die komplette Sportausrüstung tragen.

Unterschied zu einem Influencer

Anders als zum Beispiel Influencer, vertritt ein Markenbotschafter nicht jedes beliebige Produkt. Markenbotschafter sind glaubwürdige Fürsprecher, die hinter dem Produkt und der Marke stehen und die Begeisterung authentisch an den Mann und die Frau bringen.

Als Influencer werden Menschen bezeichnet, die in sozialen Netzwerken über Marken und Produkte berichten und diese auf ihren Kanälen präsentieren. Häufig handelt es sich um Menschen, die viele Follower haben und dadurch einen großen Einfluss auf die jeweilige Zielgruppe.

So suchen Unternehmen und Marken gezielt sogenannte Influencer, welche ihre Produkte über die sozialen Medien verkaufen. Hierbei spielt es oft keine Rolle, ob die Influencer von dem Produkt überzeugt sind oder nicht.

Wer kann Markenbotschafter werden?

Theoretisch kann jeder als Markenbotschafter arbeiten, hierbei kann es sich um Kunden und Mitarbeiter handeln. Jedoch wird bei einem Kunden als Markenbotschafter vermutlich eher die Authentizität bewahrt.

Ein Unternehmen kann gezielt Markenbotschafter gewinnen und diese bezahlt oder eine Person fungiert indirekt als Markenbotschafter einfach aus Überzeugung und ohne Gegenleistung seitens des Unternehmens.

Mitarbeiter als Markenbotschafter

Wenn ein Arbeitgeber versucht, seine Mitarbeiter als Markenbotschafter einzusetzen, geht diese Idee sehr häufig nach hinten los. Oft führt diese Strategie zum gegenteiligen Effekt: Spricht ein Arbeitnehmer nur in den besten Tönen von seinem Arbeitgeber, dem Unternehmen und den Produkten, erweckt es schnell den Anschein einer gängigen Werbemasche. Ganz nach dem Prinzip: Die Person arbeitet da und muss positiv berichten.

Sicherlich besteht auch die Möglichkeit, dass ein Mitarbeiter aus eigenem Antrieb zum Markenbotschafter wird. Sorgt der Arbeitgeber für eine hohe Zufriedenheit und guten Komfort der Mitarbeiter, ist es nicht unwahrscheinlich, dass ein Arbeitnehmer die Begeisterung seinem Umfeld mitteilt. Fällt der Grundtenor über das Unternehmen etwa in Bezug auf die Mitarbeiterzufridenheit positiv aus, wirkt das wiederum authentisch. Hingegen ist es auffällig, wenn nur ein bis zwei Angestellte positiv berichten.

Mundpropaganda bleibt die beste Werbung, wirkt diese noch echt und nicht gekauft, ist es eine wichtige Werbestrategie des Unternehmens. Das Unternehmen kann den zufriedenen Angestellten auch mitteilen, dass es gerne gesehen wird, wenn die positiven Vorzüge nach außen getragen werden.

Kunden als Markenbotschafter

Wenn ein Unternehmen Kunden als Markenbotschafter gewinnen möchten, braucht es eine überzeugende Qualität und eine gute Kundenorientierung. Sind Kunden von einem Produkt überzeugt, werden diese fast automatisch zum Markenbotschafter, zumindest im privaten Bereich. Vielleicht waren Sie auch bereits von einem Produkt so überzeugt, dass Sie dieses Ihren Freunden und Familienmitglieder empfohlen haben.

Unternehmen können überzeugte Kunden gezielt ansprechen und über die Idee, als Markenbotschafter zu fungieren, informieren. In welchem Ermessen der Kunde dann „wirbt“ ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.

Wichtig ist nur, dass es authentisch bleibt und nicht nach gekauften Kunden aussieht. Auch, wenn diese bei bestimmten Leistung eine Provision erhalten.

Vorteile eines Markenbotschafters für Unternehmen

Die Vorteile eines Markenbotschafters sind für Unternehmen enorm, denn der Ruf des Produktes wird verbessert und die Bekanntheit steigt. Dank glaubhafter und effektiver Werbung erweitert das Unternehmen seinen Kundenstamm, ohne hohe Kosten für Marketingkampagnen auszugeben.

In der Regel bezahlten die Unternehmen die Personen nicht dafür, dass diese ihr Markenbotschafter werden: Dadurch könnte die Glaubwürdigkeit verloren gehen. Weshalb Markenbotschafter sich oft aus eigenem Antrieb für diesen Job entscheiden, jedoch dann für die Arbeit entlohnt werden.

Die Vorzüge von Markenbotschaftern richtig nutzen: So funktioniert es!

Wenn Sie als Unternehmen über Markenbotschafter nachdenken, dürfen Sie diese Maßnahme nicht als Selbstläufer sehen. Immerhin steckt weiterhin eine bestimmte Strategie hinter dem Konzept. Einige Effekte und Ziele lassen sich ohne Maßnahmen und Werbepläne verwirklichen, andere lassen sich durch bestimmte Vorgehen verstärken.

Tipp 1: Erstellen Sie einen Plan und eine Strategie

Zunächst sollten Sie sich überlegen, wie Sie an die richtigen Menschen kommen, welche Ihre Produkte und das Unternehmen als Markenbotschafter authentisch repräsentieren. Entwickeln Sie eine Strategie:

  • Welche Ziele sollen verfolgt werden?
  • Wie können Mitarbeiter zu Markenbotschafter werden und wie Kunden?
  • Welche Änderungen sind notwendig für eine gesteigerte Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit?
  • Welche Kunden eignen sich als Botschafter?

Tipp 2: Erkennen Sie Potenzial

Bereits jetzt hat Ihr Unternehmen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Markenbotschafter, doch diese arbeiten noch in Dunkelheit. Diese Menschen werben aus Überzeugung im Freundes- und Familienkreis und berichten positiv über Ihr Unternehmen / Produkt.

Mittlerweile gibt es auch einige Kunden, die ihre Meinung öffentlich kundtun, unter anderem auch in der Welt von Facebook, Xing und anderen Internetplattformen. Bewertungen, Meinungen und Erfahrungsberichte lassen sich auf entsprechenden Portalen oder Sozialen Netzwerken schnell finden. Pushen Sie positive Kommentare oder Bewertungen, drücken Sie „Gefällt mir“ oder teilen Sie die Kundenbewertung.

Nutzen Sie das Potenzial von überzeugten Kunden, im nächsten Schritt könnten Sie darüber nachdenken, ob Sie den Kunden aufgrund von seiner Überzeugung als offiziellen Markenbotschafter anwerben. So wird der Kunde etwa mit einer monatlichen Provision vergütet, welche sich nach der Kundengewinnung aufgrund von seiner „Werbung“ orientiert.

Tipp 3: Online Zugang für Markenbotschafter

Hinter dem vermeintlich simplen Konzept steckt ein ausgeklügeltes System: So müssen Sie nachvollziehen können, welche Kunden in Folge des Markenbotschafters dazu gekommen sind. Dafür wäre wohl ein online Zugang nicht schlecht, über dem der Markenbotschafter zunächst den Kunden registriert, welcher anschließen die gewünschten Produkte über den allgemeinen Webshop bestellen kann.

Machen Sie sich Gedanken und informieren Sie sich darüber, welche Möglichkeiten es in dem Bereich gibt und welche sich für Ihr Unternehmen anbieten.

Tipp 4: Kombinieren Sie mehrere Kampagnen

Sie sollten sich als Unternehmen nicht auf den Lorbeeren ausruhen und auf den Erfolg durch Markenbotschafter hoffen. Markenbotschafter zählen als Marketingstrategie auf dessen Grundlage weitere Werbekampagnen gebaut werden sollten.

Zum Beispiel könnten Mitarbeiter- oder Kundeninterviews den Effekt des Markenbotschafters verstärken. Online auf Sozialen Netzwerken oder als Art der Umfrage auf der eigenen Webseite. Planen Sie geeignete Werbemaßnahmen, welche sich mit den Vorzügen des Markenbotschafters verknüpfen lassen.

Vergessen Sie nicht, dass bei dem Job des Markenbotschafters zentral ist, dass dieser nicht seine Glaubwürdigkeit verliert. Dies müssen Sie stets als Unternehmen und auch als Markenbotschafter bedenken. Möchten Sie als Markenbotschafter arbeiten, suchen Sie bei Ihrem Unternehmen oder Produkt, welches Sie überzeugt, nach entsprechenden Informationen zu dem Thema. Möchten Sie als Unternehmer die Vorzüge der Markenbotschafter nutzen, suchen Sie aktiv nach positiven Berichten über Ihr Produkt.

Bild: Anastasia Klingsiek
Anastasia Klingsiek (49 Artikel)

Anastasia Klingsiek hat Germanistische Sprachwissenschaften und Literaturwissenschaften in Paderborn studiert. Während ihres Studiums hat sie bereits in journalistischen Redaktionen als freie Mitarbeiterin gearbeitet. Moderationen, Nachrichten und Artikel: alles kein Problem. Texten war schon immer ihre Leidenschaft. Auf karrieretipps.de ist sie für den Bereich rund um Berufseinstieg, Büroalltag und Work-Life-Balance zuständig.

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