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Manipulation im Büro – so durchschauen Sie Psychospielchen

Manipulation im Büro – so durchschauen Sie Psychospielchen
© Roman Samborskyi | shutterstock.com
Tanja Tänzer am 07.02.2018 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. Manipulation im Büro - kommt sie wirklich so häufig vor?
  2. Wo sind die Grenzen der Manipulation erreicht?
  3. Die typischen Manipulationen im Alltag erkennen
    1. Harmonie
    2. Kälte
    3. Einschüchterung
  4. Der richtige Umgang mit der Manipulation im Büro

Eigentlich sollte das Büro ein Ort sein, an dem es vor allem um kollegiales Miteinander, ein gutes Klima und vor allem eine produktive Atmosphäre für die Arbeit geht. Dort wo viele Menschen an einem Punkt sind und gleichzeitig auch noch an eigenen Zielen arbeiten, ist es aber beinahe normal, dass verschiedene Spielchen gespielt werden. Gerade für jene, die mit einer eher naiven Ansicht auf das Bürogeschehen blicken, ist es nicht immer einfach, die verschiedenen Zeichen für Psychospielchen und Manipulation im Büro zu erkennen. Es gibt jedoch einige Hinweise, auf die man in jedem Fall achten sollte.

Manipulation im Büro - kommt sie wirklich so häufig vor?

Das Wort Manipulation klingt natürlich auf den ersten Blick bösartig und sollte in einem Büro nicht zu finden sein. Immerhin geht es hier um den gemeinsamen und individuellen Erfolg, da haben solche Spiele keinen Platz. Fakt ist aber, dass man die Menschen in seinem eigenen Umkreis dauernd manipuliert. Der entscheidende Unterschied ist, dass es bei manchen Personen unbewusst vorkommt und nicht einmal bösartig gemeint sein muss, andere setzen jedoch die Manipulation als Waffe für ihre eigenen Interessen ein. Das gilt natürlich auch im Büro und zu den verschiedensten Zwecken.

Ob der Kollege sich mit der Hilfe von Manipulation bessere Chancen auf eine gute Karriere sichern möchte, der Chef der Meinung ist auf diese Weise auch die letzten Prozente aus seinen Mitarbeitern zu kitzeln oder es sogar um die Kündigung geht. Der Wunsch, dass es im Büro keine Manipulationen gibt, ist zwar durchaus richtig, allerdings auch fernab von jeder Realität. Da die geschickte Manipulation von Führungskräften auch gerne einmal zur Steigerung der Produktivität bei den eigenen Mitarbeitern eingesetzt wird, wird diese Methode nicht einfach so verschwinden. Für Mitarbeiter ist es nur wichtig, dass sie die Zeichen erkennen und entsprechend darauf reagieren können.

Wo sind die Grenzen der Manipulation erreicht?

Manipulation und Psychospielchen können, so seltsam das klingt, also durchaus einen positiven Effekt auf die Belegschaft haben. Wenn ein Vorgesetzter oder Chef es versteht, dieses Mittel dafür einzusetzen, die Motivation und die Effizienz seiner Mitarbeiter zu steigern, ist es im begrenzten Maße durchaus ein akzeptables Mittel. Es gibt aber durchaus Bereiche und Ausmaße, die ein Mitarbeiter nicht akzeptieren muss. Das beginnt mit einer bewussten Ausgrenzung, mit der Verteilung von Aufgaben, die eindeutig unter der eigenen Qualifikation liegen und endet beim klaren Mobbing durch Beleidigungen oder Kritik vor den Kollegen. Man muss sich also darüber bewusst sein, dass man auch als Mitarbeiter nicht alle Dinge hinnehmen muss. Ein Gang zum Betriebsrat oder - im schlimmsten Fall - eine Kündigung sollten hier nicht ausgeschlossen werden.

Die typischen Manipulationen im Alltag erkennen

Um die Psychospielchen zu durchschauen und die Manipulationen zu erkennen, ist es natürlich wichtig zu wissen, worauf man im Büro achten muss. Welche Dinge werden typischerweise eingesetzt und was soll das genutzte Verhalten bewirken? Wer es erkennt kann entsprechend darauf reagieren und entscheiden ob die angepeilte Wirkung erzielt wird oder ob man sich einer solchen Manipulation lieber entziehen möchte. Daher hier die typischen Verhaltensweisen, die damit im Büro verbunden sind:

Harmonie

Es gibt eigentlich keinen Grund, warum die künstliche Schaffung von Harmonie im Büro ein Problem sein sollte. Es tut den Kollegen gut, wenn sie sich untereinander verstehen und wenn generell eine gute Atmosphäre herrscht. Problem ist, wenn diese Harmonie nicht auf einem Gefühl von Zusammengehörigkeit aufbaut sondern alleine darauf, dass uns das Gehirn etwas vorspielt. Gerade Menschen, die uns ausnutzen, werden seltsamerweise als besonders nett wahrgenommen. Wenn der Kollege, der besonders nett zu uns ist, also auch derjenige ist, der die größte Mehrarbeit bringt oder hinter dem Rücken lästert, sollte der Grund für die Harmonie einmal genauer hinterfragt werden.

Kälte

Wenn der Chef, mit dem man sich bisher sehr gut verstanden hat, bei einem bestimmten Thema ausweicht oder seine Mitarbeiter sogar aktiv schneidet, ist nicht selten vom Liebesentzug die Rede. Wenn man plötzlich das Gefühl hat, dass man in der internen Rangordnung des Büros keine Rolle mehr spielt oder nur noch schlechte Projekt erhält, ist man für jede Geste, die auf das Gegenteil hinweist, überaus dankbar. Ein beliebter Trick um zum Beispiel die Verhandlungen rund um das Gehalt zu manipulieren oder dafür zu sorgen, dass ein Mitarbeiter über die Grenzen seines Vertrages hinaus bereit ist Leistung für das Unternehmen zu erbringen.

Einschüchterung

Der Klassiker der Manipulationen im Büro ist natürlich die Einschüchterung. Da wird bei schlechten Leistungen direkt mit einer Abmahnung gedroht - im schlimmsten Fall sogar mit der Kündigung. Der Trick ist alt und doch findet er auch heute noch beliebte Nutzung. Wer in der Situation ist, dass plötzlich um den Job gebangt werden muss, wird natürlich deutlich mehr Leistung erbringen. Allerdings ist dieser Trick einfach zu durchschauen: Eine Entlassung ist heute nicht einfach so möglich. Zwar sollte das Zeichen der Einschüchterung ernst genommen werden. Die angedrohten Konsequenzen sind aber nur selten wirklich umsetzbar.

Diese drei Beispiele sind typische Vorgänge, die in einem Büro zur Manipulation gehören. Wer sie erkennt, braucht nur noch den richtigen Weg, wie damit umgegangen wird und wie man sie einfach wieder aushebeln kann.

Der richtige Umgang mit der Manipulation im Büro

Sofern es sich nicht um eine ernste Manipulation in Form von Mobbing handelt, gibt es auch noch viele andere Wege, wie man dem Chef oder Vorgesetzten bei seinen Manipulationen den Wind aus den Segeln nehmen kann. Das beginnt schon damit, dass man eher vage auf solche Versuche reagiert und sich nicht einschüchtern lässt. Notizen zu solchem Verhalten sind zudem eine gute Gedankenstütze um zu erkennen, in welchen Situationen sie bereits vorgekommen sind. Vorbereitung ist alles, wenn man sicher sein möchte, dass man solchen Problemen entgehen kann.

Manipulation im Büro ist also in verschiedenen Fällen durchaus zuträglich und in anderen ein wirkliches Problem für die Mitarbeiter. Wer sich aber mit dem Thema beschäftigt und sich Gedanken darüber macht, wie man eben diese Dinge verhindern oder abwehren kann, hat eigentlich keinen Grund sich zu viele Gedanken zu machen oder es gar persönlich nehmen zu müssen.

Bild: Tanja Tänzer
Tanja Tänzer (52 Artikel)

Tanja Tänzer hat Medien- und Kommunikationsmanagement an der Mediadesign Hochschule in Berlin studiert. Während Ihres Studiums hat sie bei verschiedenen Internetunternehmen im Bereich Content Management und Redaktion gearbeitet. Seit kurzem unterstützt Sie das Team von karrieretipps.de mit täglich knackig frischen News und Artikeln für unsere Leserschaft.

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