karrieretipps.de Karriere Kündigung verhindern: 5 Tipps gegen eine baldige Kündigung

Kündigung verhindern: 5 Tipps gegen eine baldige Kündigung

Porträt eines Geschäftsmannes am Schreibtisch im Büro
© Rido | shutterstock.com
Lillia Seifert am 07.04.2021 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. Warnsignale: Daran merken Sie, dass Sie gefeuert werden könnten
  2. Baldige Kündigung: Diese 5 Schritte sollten Sie gehen
    1. Schritt 1: Reden Sie mit Ihrem Chef!
    2. Schritt 2: Wechseln Sie Ihr Team oder die Abteilung!
    3. Schritt 3: Schauen Sie sich nach neuen Projekten um!
    4. Schritt 4: Gehen Sie einmal tief in sich!
    5. Schritt 5: Sehen Sie ein, dass es Zeit ist zu gehen!

Befürchten Sie, dass Sie bald gekündigt werden? Läuft Ihr aktuelles Projekt einfach nicht so gut, wie sie dachten? Hat sich Ihre Beziehung zu Ihrem Chef negativ entwickelt? Oder haben Sie das Gefühl, dass Ihre Arbeit nicht mehr gebraucht wird? Vielleicht hat sich die finanzielle Situation des Unternehmens, in dem Sie angestellt sind, deutlich verschlechtert oder Sie fühlen sich durch die Arbeitsatmosphäre im Büro nicht mehr richtig willkommen. Falls Sie eines dieser Anzeichen bemerken, sollten Sie auf keinen Fall den Kopf in den Sand stecken und hoffen, dass sich das Problem von alleine löst.

Warnsignale: Daran merken Sie, dass Sie gefeuert werden könnten

Sie sind sich nicht sicher, aber haben das Gefühl, dass Sie bald gekündigt und arbeitslos werden? Ganz gleich, ob Sie bereits langjähriger Angestellter sind oder noch in der Probezeit, wenn der Jobverlust droht, ist das ein mieses Gefühl. Allerdings kann es durchaus helfen, die baldige Kündigung früh genug zu erkennen, um im Ernstfall nicht aus allen Wolken zu fallen und bereits perspektivisch vorgesorgt zu haben.

Die folgenden Warnsignale könnten darauf hindeuten, dass Ihr Chef Sie raus schmeißen möchte:

  • Sie werden nicht mehr zu Meetings eingeladen
  • Ihre Termine wurden alle vorverlegt
  • Das Unternehmen läuft nicht mehr gut
  • Sie haben kaum noch Arbeit zu tun
  • Ihr Chef ist nicht mit Ihnen zufrieden
  • Sie fühlen sich plötzlich fehl am Platz
  • Ihre Kollegen meiden den Kontakt zu Ihnen
  • Sie bekommen eine Abmahnung
  • Ihnen wird eine Auszeit oder Urlaub vorgeschlagen
  • Niemand beachtet mehr Ihre Fehler
  • Sie werden nie für Ihre Arbeit gelobt
  • Einer neuer Mitarbeiter übernimmt Ihre Aufgaben
  • Sie suchen nach Anzeichen für eine Kündigung

Baldige Kündigung: Diese 5 Schritte sollten Sie gehen

Nicht immer sind die Anzeichen für eine anstehende Kündigung deutlich. Häufig gibt es jedoch Indizien, die darauf hindeuten, dass Ihr Boss sich von Ihnen trennen möchte. Selbstverständlich gibt es einige Aspekte in der Beziehung zu Ihrem Arbeitgeber, die Sie nicht ändern können. So können Bemühungen Ihrerseits eine schlechte finanzielle Situation Ihres Vorgesetzten oder eine eventuelle Insolvenz des Unternehmens nicht beeinflussen.

Die folgenden Maßnahmen sollten Sie ergreifen, um bei Verdacht einen Jobverlust zu verhindern:

Schritt 1: Reden Sie mit Ihrem Chef!

Falls Ihr Chef sich bereits dazu entschlossen hat, Sie zu kündigen, es Ihnen aber noch nicht gesagt hat, tut er sich mit dieser Entscheidung vermutlich schwer. Ihr Anliegen sollte es nun sein, die Weichen für gute Kommunikation zu stellen, ohne dabei verzweifelt zu wirken. Machen Sie sich bei Ihrem Chef beliebt!

Das ist leichter gesagt als getan. Wenn eine Entlassung bevorsteht, hat Ihr Vorgesetzter schließlich allen Grund, Ihnen aus dem Weg zu gehen. Falls es bestimmte Gründe dafür gibt, warum er bisher noch keine Kündigung ausgesprochen hat, wird er natürlich alles daran setzen, erst einmal nicht mit Ihnen zu reden. Vermutlich fühlt er sich sogar ziemlich schlecht, denn wer kündigt schon gerne einen Mitarbeiter?

In einem solchen Fall sollten Sie nach einer Gelegenheit suchen, mit Ihrem Arbeitgeber in einen positiven Kontakt zu treten. Das Einzige, was Sie tun können, ist über die Arbeit zu sprechen und zu versuchen, die Beziehung in einer positiven Weise zu verändern. Sprechen Sie Ihren Chef auf keinen Fall auf die eventuelle Kündigung an. Vermitteln Sie ihm das Gefühl, dass Sie konstruktive Kritik sehr schätzen und immer daran interessiert sind, neue Dinge zu lernen. Das ist besonders hilfreich, wenn die Beziehung zu Ihrem Arbeitgeber sich erst kürzlich verschlechtert hat.

Selbstverständlich sollten Sie jegliches Feedback annehmen und alle Anliegen Ihres Vorgesetzten beherzigen. Falls Ihr Chef auf keine Ihrer Bemühungen eingeht, wissen Sie immerhin, woran Sie sind und können sich auf den schlimmsten Fall vorbereiten.

Schritt 2: Wechseln Sie Ihr Team oder die Abteilung!

Manchmal kann das Verhältnis unter Kollegen oder zwischen Angestelltem und Vorgesetzten einfach schlechter werden, ohne dass eine bestimmte Person schuld ist oder etwas vorgefallen ist. Vielleicht fühlen Sie sich in Ihrem Arbeitsteam ja selbst nicht mehr so richtig wohl?

Es kann durchaus helfen, sich nach anderen Positionen im Unternehmen umzuschauen, wenn Sie grundsätzlich gerne im Betrieb arbeiten. Manchmal hilft der Wechsel des typischen Umfelds und verhilft sowohl Ihnen als auch Ihrem Chef zu einer neuen Perspektive.

Die Suche nach einem neuen Team beim gleichen Arbeitgeber bietet sich auch dann an, wenn Ihre Abteilung sich aufzulösen droht. Schauen Sie sich nach einem anderen Team um, dessen Budget und Mitarbeiterzahl stetig steigen. So stellen Sie sicher, dass Ihnen so schnell nicht wieder eine Entlassung aus diesem Grund droht.

Schritt 3: Schauen Sie sich nach neuen Projekten um!

Jedes Unternehmen bietet entweder Produkte oder Dienstleistungen an. Falls Sie das Gefühl haben, dass ihre Arbeit nicht mehr von Bedarf ist oder nicht mehr geschätzt wird, schauen Sie sich eventuell nach anderen Projekten um. Vielleicht gibt es eine Lücke im Team oder in Ihrer Abteilung, die Sie mit Ihren speziellen Kenntnissen und Fähigkeiten füllen können.

Falls eine Kündigung droht, kann es sinnvoll sein, sich beim derzeitigen Arbeitgeber mit einer neuen Idee oder einem anderen Projekt als wichtiger Bestandteil des Teams zu beweisen.

Schritt 4: Gehen Sie einmal tief in sich!

In den meisten Unternehmen gibt es jährliche Leistungsbeurteilungen, in denen Mitarbeiter Feedback für Ihre innerhalb des Jahres geleistete Arbeit erhalten. Sie sollten sich jedoch nicht einzig und alleine auf diese Gespräche konzentrieren, um Ihre Arbeitsleistung einzuschätzen.

Gehen Sie immer wieder tief in sich und fragen Sie sich, ob Sie Ihre Ziele erreichen und sich beruflich stetig weiterentwickeln. Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie in jedem Fall mit Ihrem Vorgesetzten sprechen und um regelmäßige Gespräche bzw. Feedback bitten.

Vielleicht haben Sie jedoch das Gefühl, immer hundert Prozent zu geben und gesetzte Ziele auf der Arbeit stets erreichen. Wird dies von Ihrem Chef gewürdigt? Wenn Sie eine Kündigung befürchten, vermutlich nicht. Es kann durchaus helfen, wenn Sie Ihren Vorgesetzten einmal auf die Dinge aufmerksam machen, die Sie täglich, monatlich oder jährlich leisten.

Falls Sie daraufhin immer noch keine Wertschätzung vom Chef erfahren, sollten Sie sich fragen, ob Sie unter diesen Bedingungen überhaupt im Unternehmen bleiben möchten.

Schritt 5: Sehen Sie ein, dass es Zeit ist zu gehen!

Falls Ihr Bemühungen, sich mit Ihrem Chef gut zu stellen, Ihre Leistungen zu verbessern, Projekte oder gar die ganze Abteilung zu wechseln, ohne Erfolg bleiben, haben Sie nur noch eine Möglichkeit: kündigen. In Bewerbungen wirkt eine Eigenkündigung immer besser als eine Kündigung durch den Arbeitgeber.

Mit einer Kündigung bleibt Ihnen der Rausschmiss erspart und Sie bestimmen den Zeitpunkt Ihres Austritts aus der Firma. Außerdem haben Sie durch die mindestens vierwöchige Kündigungsfrist noch etwas Zeit, sich nach einer neuen Stelle umzuschauen. Insbesondere, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Boss Sie aus bestimmten Gründen (fristlos) kündigen möchte, bietet es sich an, ihm zuvorzukommen.

Auch ein Aufhebungsvertrag mit Abfindung kommt infrage, allerdings nur, wenn Ihr Chef Sie dabei fair behandelt. Mit einem solchen Vertrag kauft Ihr Boss sich nämlich auch vom Kündigungsschutz frei und es besteht die Gefahr, dass Sie eine Sperrzeit bei der Agentur für Arbeit bekommen, in der Sie weder einen Job annehmen können, noch Anspruch auf Arbeitslosengeld haben.

Wenn Sie das Gefühl haben, bald gekündigt zu werden, sollten Sie die Warnsignale ernst nehmen. Öffnen Sie sich für jegliche Kommunikation mit Kollegen und Vorgesetzten und zeigen Sie Dankbarkeit für konstruktives Feedback und Kritik. Bereiten Sie sich zudem mit einem aktuellen Lebenslauf und stetiger Stellensuche auf den Ernstfall vor. Bringen Sie außerdem den Mut auf, selbst zu kündigen und das Unternehmen erhobenen Hauptes zu verlassen.

Bild: Lillia Seifert
Lillia Seifert (31 Artikel)

Lillia Seifert hat Anglistik und Soziologie studiert und befindet sich derzeit im Masterstudium der Interdisziplinären Medienwissenschaft an der Universität Bielefeld. Sie veröffentlichte bereits eigene Texte und arbeitete als Social Media Managerin. Mit ihren Kenntnissen aus den verschiedenen Bereichen gelingt ihr das multiperspektivische Arbeiten mit Themen besonders gut. Auf karrieretipps.de kann sie ihre Kompetenzen im kreativen Umgang mit informativen Texten ideal einsetzen.

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