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Körpersprache im Beruf: Wie Mimik & Gestik die Karriere beeinflussen!

Körpersprache im Beruf: Wie Mimik & Gestik die Karriere beeinflussen!
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Lillia Seifert am 27.01.2020 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. Was ist Körpersprache?
    1. Nonverbale Kommunikation: Sprechen ohne Worte
  2. Körpersprache richtig deuten: Darauf sollten Sie achten!
    1. Blickkontakt verrät Gemütszustand
    2. Gesichtsmimik spricht Bände
    3. Körpernähe als Schlüssel zur inneren Haltung
    4. Spiegeltechnik? - Sie befinden sich auf einer Wellenlänge
    5. Kopfbewegung als Hinweis auf die Aufmerksamkeit
    6. Fußposition zeigt Einstellung des Gesprächpartners
    7. Hände als wichtiger Bestandteil der nonverbalen Kommunikation
    8. Armhaltung als Tor in Geist und Körper
  3. Welchen Einfluss hat die Körpersprache auf Ihre Karriere?
  4. 10 Tipps: Wie Sie Ihre Körpersprache im Beruf richtig einsetzen
    1. Tipp 1: Nehmen Sie eine aufrechte und offene Körperhaltung ein!
    2. Tipp 2: Sprechen Sie mit tiefer und ruhiger Stimme!
    3. Tipp 3: Denken Sie an ein Erfolgserlebnis!
    4. Tipp 4: Halten Sie Augenkontakt!
    5. Tipp 5: Lassen Sie auch Ihre Hände sprechen!
    6. Tipp 6: Gestikulieren Sie entspannt und sicher!
    7. Tipp 7: Probieren Sie einmal die Merkel-Raute aus!
    8. Tipp 8: Vermeiden Sie unsichere Gesten!
    9. Tipp 9: Lächeln Sie so viel wie möglich!
    10. Tipp 10: Üben Sie den perfekten Händedruck!

Insbesondere im Beruf hat die Körpersprache einen großen Einfluss darauf, wie Sie andere Menschen wahrnehmen und wie Sie selbst wirken. Gestik und Mimik geben Aufschluss darüber, auf welcher persönlichen Ebene, mit welcher Absicht oder Einstellung etwas kommuniziert wird. Die Körpersprache macht den Großteil der Kommunikation zwischen Menschen aus – Da ist es selbstverständlich, dass auch Ihre Karriere deutlich davon profitiert, wenn es Ihnen gelingt, die Mimik und Gestik Ihrer Kollegen oder Mitarbeiter richtig zu deuten. Wir erklären Ihnen im Folgenden, worauf Sie in Bezug auf die Körpersprache achten sollten, was es zu vermeiden gilt und wie Sie Ihre Mimik und Gestik richtig einsetzten, um beruflich erfolgreich zu kommunizieren.

Was ist Körpersprache?

Die gesamte Körperhaltung, wie eine Person sitzt, steht oder ihre Arme und Hände bewegt, trägt eine bestimmte Bedeutung. Die Art und Weise, wie Sie sich anderen gegenüber bewegen, ob Sie aufrecht stehen oder eine verkrampfte Haltung einnehmen, verrät Ihrem Gegenüber etwas über Ihre Persönlichkeit und Ihre Emotionen. Darüber hinaus transportieren Sie mit Ihrer Gestik, ohne, dass Sie es vielleicht merken, immer eine bestimmte Botschaft. Die Mimik, also der Gesichtsausdruck, gibt darüber hinaus noch einen tieferen Einblick in die Gefühlslage einer anderen Person.

Nonverbale Kommunikation: Sprechen ohne Worte

Die nonverbale Kommunikation meint die Kommunikation zwischen Menschen, ohne den Einsatz von Sprache. Sie kann selbstverständlich absichtlich erfolgen, allerdings wird Mimik und Gestik in den meisten Fällen bewusst kontrolliert und verrät so häufig Dinge über Sie, ohne dass Sie es selbst merken. Gefühle wie Wut, Freude, Schmerz, Ekel, Verwirrung oder Langeweile, werden bereits durch kleinste Bewegungen der Gesichtsmuskeln ausgedrückt.

Körpersprache richtig deuten: Darauf sollten Sie achten!

Das menschliche Gesicht ist äußerst ausdrucksstark und wir sind uns der Kraft unserer gesamten Körpersprache oft nicht wirklich bewusst. Auf die folgenden Merkmale sollten Sie unbedingt achten, wenn Sie versuchen möchten, Ihr Gegenüber anhand seine Mimik und Gestik zu deuten.

Blickkontakt verrät Gemütszustand

Der Blick Ihres Gesprächspartners verrät Ihnen viel über seine Gefühle und Gedanken. Wenn Sie mit jemandem kommunizieren, dann sollten Sie auf seine Augen achten – besteht direkter Blickkontakt oder weicht er Ihrem Blick aus? Das Vermeiden von direktem Blickkontakt kann ein Zeichen dafür sein, dass Ihr Kommunikationspartner gelangweilt bzw. desinteressiert ist oder Sie sogar anlügt. Erzählt das gegenüber die Unwahrheit, dann schaut er häufig zur Seite. Wenn er allerdings auf den Boden schaut, dann ist das meistens ein Indiz für Unsicherheit oder Demut.

Sogar die Pupillen können Ihnen verraten, was in Ihrem Gegenüber vor sich geht. So sind erweiterte Pupillen ein Zeichen dafür, dass Ihr Gesprächspartner eine positive Einstellung Ihnen gegenüber hat. Häufiges Blinzeln ist daneben ein Indikator für Stress oder sogar das Lügen – insbesondere wenn dabei auch das eigene Gesicht berührt wird.

Ebenso verrät die Blickrichtung Ihnen etwas über die Bedürfnisse des Kommunikationspartners. Schaut er beispielsweise in Richtung Tür, dann kann das ein Zeichen dafür sein, dass er gehen möchte. Fällt der Blick auf eine bestimmte Person, kann es bedeuten, dass er gerne mit dieser reden möchte.

Gesichtsmimik spricht Bände

Obwohl es vielen Menschen gut gelingt, Ihren Gesichtsausdruck zu kontrollieren, so können Sie doch anhand kleinster Merkmale etwas über die Gedanken oder Gefühle Ihres Gegenübers erfahren. Wenn es darum geht, nonverbales Verhalten zu deuten, dann sollten Sie unbedingt auf den Mund Ihres Kommunikationspartners achten. Das Lächeln zählt wohl zu den offensichtlichsten Merkmalen und kann auf ganz unterschiedliche Weise erfolgen und interpretiert werden.

Ein authentisches Lächeln bindet die gesamte Gesichtsmuskulatur mit ein – die Augen lachen wortwörtlich mit! Ein gezwungenes und unehrliches Lächeln hingegen erfolgt ausschließlich mit dem Mund selbst. Hier hat die Person die Absicht, Gefallen oder Zuspruch zu simulieren. Ein halbherziges Lächeln mit nur einem Mundwinkel signalisiert daneben Sarkasmus oder auch Unsicherheit. Wenn der Mund bedeckt wird oder die Lippen berührt werden, dann ist das wiederum ein Zeichen für das Erzählen der Unwahrheit.

Körpernähe als Schlüssel zur inneren Haltung

Die Distanz, die Ihr Gegenüber im Gespräch mit Ihnen einnimmt, verrät viel über seine innere Haltung. Sitzt oder steht die Person nah an Ihnen, dann ist das möglicherweise eines der besten Indizien für ein harmonisches Verhältnis. Falls Sie allerdings bemerken, dass Ihr Kommunikationspartner weiter von Ihnen weg rückt, während Sie näher kommen, dann heißt das ganz offensichtlich, dass die Zuneigung nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Sie können folglich eine Menge über die Beziehung zwischen zwei Menschen erfahren, wenn Sie auf die körperliche Distanz  achten.   

Spiegeltechnik? - Sie befinden sich auf einer Wellenlänge

Die Spiegeltechnik oder auf Englisch „Pacing“ meint die Spiegelung der Mimik und Gestik einer anderen Person im Gespräch. Achten Sie darauf, ob Ihr Gegenüber Ihre Körpersprache nachahmt: Stützen Sie den Ellenbogen auf dem Tisch ab und warten Sie 10 Sekunden, ob Ihr Kommunikationspartner dasselbe tut. Falls jemand Ihre Mimik oder Gestik spiegelt, dann ist das ein sehr gutes Zeichen dafür, dass Ihr Gegenüber mit Ihnen auf einer Wellenlänge sein möchte und sich nach einem harmonischen Verhältnis sehnt.

Kopfbewegung als Hinweis auf die Aufmerksamkeit

Insbesondere die Geschwindigkeit mit der Ihr Gegenüber seinen Kopf bewegt während Sie mit ihm sprechen, verdeutlicht seine Geduld oder Ungeduld. Langsames Nicken zeigt Interesse am Erzählten und schnelles Nicken indiziert, dass die andere Person auch zum Zug kommen möchte oder bloß wünscht, dass Sie aufhören, zu sprechen. Den Kopf zu einer Seite zu neigen, zeigt ebenso Interesse. Allerdings bedeutet ein nach hinten geneigter Kopf, dass Ihr Gegenüber eventuell unsicher ist oder Ihnen misstraut. In einer größeren Gruppe, wie etwa in einem Meeting, können Sie anhand der Kopfbewegung Ihrer Kollegen sehen, wer die meiste Macht hat: Diejenigen die häufig angeschaut werden genießen auch die höchste Ansehung.

Fußposition zeigt Einstellung des Gesprächpartners

Sie fragen sich jetzt bestimmt, was denn die Füße über die Gefühle und Gedanken einer Person verraten können? So einiges, denn meistens legen die Menschen den Fokus eher auf ihr Gesicht und versuchen dieses zu kontrollieren – da kommt die Haltung der Füße meist zu kurz. Dabei ist die Richtung, in die die Füße zeigen ausschlaggebend. Ganz gleich, ob eine Person steht oder sitzt, wenn sie ihre Füße in Ihre Richtung positioniert, dann ist das ein Zeichen dafür, dass sie Ihnen gegenüber positiv eingestellt ist. Falls Ihr gegenüber jedoch die Füße in die Richtung einer anderen Person stellt, dann spricht das folglich dafür, dass er eigentlich lieber mit dieser Person reden möchte – ganz gleich ob der restliche Körper zu Ihnen zeigt.

Hände als wichtiger Bestandteil der nonverbalen Kommunikation

Die Hände sind ein ganz wichtiger Bestandteil der Körpersprache. Daher sollten Sie während des Gesprächs unbedingt auf die Hände der anderen Person(en) schauen. Achten Sie explizit darauf, ob Ihr Gegenüber die Hände in den Hosentaschen hat oder die Hand auf den Kopf legt. Diese Signale können Unsicherheit oder Nervosität bedeuten. Insbesondere in Gruppen, wie etwa während Besprechungen, macht es Sinn, sich die Handbewegungen der anderen Personen genau anzuschauen. Wenn ein Gesprächspartner beispielsweise einen Gegenstand, der sich zwischen ihnen befindet, festhält, während er mit Ihnen spricht, dann ist dass ein Zeichen für eine innere Barriere. Ähnliche Gesten können eine Art Blockierverhalten in der nonverbalen Kommunikation bedeuten.

Armhaltung als Tor in Geist und Körper

Versuchen Sie, die Arme einer anderen Person als eine Art Eintrittstor zu dessen Körper und Geist zu sehen. Falls Ihr Kommunikationspartner während des Gesprächs seine Arme verschränkt, dann ist das ein eindeutiges Zeichen der Ablehnung. Gleichermaßen können sie die Angst, Verschlossenheit und Verletzlichkeit einer Person zeigen. Wenn jedoch ein ehrliches Lächeln dazukommt, dann deuten verschränkte Arme eher auf ein entspanntes und selbstbewusstes Auftreten hin. In die Hüften gestützte Arme signalisieren demgegenüber Dominanz. Diese Armhaltung wird häufiger von Männern als Frauen eingenommen.

Welchen Einfluss hat die Körpersprache auf Ihre Karriere?

Wie Sie bereits sehen konnten, gibt es unzählige Körpersignale, die entweder auf Mimik oder Gestik beruhen, und Aufschluss über die meisten Gefühle und Gedanken einer Person geben können. Da scheint es logisch, dass Ihre Körpersprache und das Verständnis dieser, einen großen Einfluss auf Ihre Karriere hat.

Bevor Sie den ersten Satz sagen, verrät ihr Körper Ihren Kollegen oder Vorgesetzten bereits ganz genau wie Sie sich gerade fühlen oder was Sie für einen Eindruck machen möchten. Wenn Sie in einem Arbeitsumfeld sind, in dem Sie an Meetings teilnehmen müssen, Präsentationen halten und auf öffentliche Events gehen, dann ist die Fähigkeit, Körpersprache zu deuten ganz besonders wichtig.

10 Tipps: Wie Sie Ihre Körpersprache im Beruf richtig einsetzen

Im Folgenden verraten wir Ihnen, welche Körpersignale Sie unbedingt vermeiden sollten und wie Sie mit Hilfe Ihrer Mimik und Gestik einen intelligenten, selbstbewussten und professionellen Eindruck im Job machen. Beherzigen Sie diese 10 Tipps und Ihnen steht einer erfolgreichen Karriere nichts mehr im Weg!

Tipp 1: Nehmen Sie eine aufrechte und offene Körperhaltung ein!

Macht, Status und Selbstbewusstsein können nonverbal kommuniziert werden, indem Sie sich Raum zum Sprechen nehmen und eine gestreckte Körperhaltung einnehmen. Den Oberkörper aufrecht, die Schultern entspannt und den Kopf erhoben – das alles lässt Sie selbstsicher wirken. Die Beine sollten dabei schulterbreit auseinanderstehen und die Knie leicht durchlässig sein. Versuchen Sie, Ihr Gewicht auf Ihren Unterkörper zu verlagern, damit Sie einen sicheren Stand haben und selbstbewusst wirken. Wenn Sie sich hinstellen, obwohl Ihre Zuhörer sitzen, dann macht das einen noch sichereren Eindruck. Auch ein wenig Bewegung während Sie sprechen, wie etwa ein paar Schritte nach links oder rechts, lässt Sie locker und entspannt im Umgang mit anderen Menschen wirken.

Falls Sie sitzend kommunizieren, dann wirken Sie besonders selbstbewusst, wenn Sie Ihre Füße fest auf den Boden stellen und Ihre Arme offen vor Ihrem Körper halten. Lockere Bewegungen der Arme und Hände unterstreichen dabei Ihr sicheres Auftreten.

Tipp 2: Sprechen Sie mit tiefer und ruhiger Stimme!

Ihre Stimmlage gibt Ihren Kollegen einen ganz entscheidenden Eindruck von Ihnen. Menschen mit einer höheren Tonlage in der Stimme werden als weniger emphatisch, schwächer und nervöser beurteilt. Daher ist es sehr wichtig, eine ruhige und tiefere Stimmlage in der Kommunikation am Arbeitsplatz zu haben. Eine Methode, um dies zu erleichtern, ist die Lippen zusammenzubringen und wiederholt „Um, hum“ zu sagen. Das entspannt Ihre Stimme und hilft dabei, die optimale Stimmlage zu erreichen. Bevor Sie also ein wichtiges Gespräch führen müssen, sollten Sie diese Technik einmal anwenden.

Tipp 3: Denken Sie an ein Erfolgserlebnis!

Damit Sie auch nach Außen selbstbewusst und professionell wirken, hilft es, wenn Sie an ein vergangenes erfolgreiches Ereignis denken, was Sie mit stolz erfüllt. Es spielt keine Rolle, ob dieses Erlebnis im Beruf oder Privat war. Wenn Sie nun einen Raum betreten und an dieses Ereignis zurückdenken, werden Sie automatisch Ihre positive innere Haltung nach Außen tragen.

Tipp 4: Halten Sie Augenkontakt!

Falls Sie ein eher introvertierter Mensch und etwas schüchterner sind oder kulturell bedingt etwas anderes gelernt haben: Im Beruf wirkt ein sicherer und positiver Augenkontakt wahre Wunder! Häufig wird es sogar erwartet, den Augenkontakt zu halten, und ein Ausweichen wirkt unhöflich. Es gibt jedoch einen einfachen Trick, den beständigen Blickkontakt zu trainieren. Immer wenn Sie einen Kollegen oder Vorgesetzten lediglich grüßen, sollten Sie versuchen, ihm in die Augen zu schauen – so lange bis Sie die Augenfarbe erkannt haben.

Tipp 5: Lassen Sie auch Ihre Hände sprechen!

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass im Moment des Sprechens ein Teil im Gehirn aktiv ist, der auch beim Schwenken der Hände aktiviert wird. Demnach sind Gesten in gewisser Weise neurologisch mit dem Sprechen verbunden und können sogar die Gehirnaktivität, also das Denken, unterstützen. Versuchen Sie einmal, Ihre Hände noch häufiger in der Kommunikation einzusetzen und Sie werden merken, dass Sie sicherer sprechen. So können Sie klarere Gedanken fassen und sich deutlicher ausdrücken.

Tipp 6: Gestikulieren Sie entspannt und sicher!

Insbesondere in der Karriere ist es wichtig, dass Sie offen und glaubwürdig wirken. Eine offene Haltung und ruhige Bewegung der Arme sind versteckte Signale für eben diese Charaktereigenschaften. Zeigen Sie Ihrem gegenüber Ihre Handflächen, dann vermitteln Sie unterbewusst, dass Sie nichts zu verbergen haben. Menschen mit einer offenen Haltung wirken automatisch überzeugender als solche, die ihre Arme verschränkt halten. Sie können diesen Effekt noch verstärken, indem Sie versuchen, Ihre Arme eher auf Hüfthöhe zu bewegen.

Tipp 7: Probieren Sie einmal die Merkel-Raute aus!

Die Merkel-Raute oder auch das Machtdreieck, ist die Bezeichnung für eine ganz bestimmte Haltung der Hände: Die Fingerspitzen berühren sich, aber zwischen den Handflächen bleibt ein Abstand. Diese Position der Hände wird nicht ohne Grund häufig von Politikern eingenommen, denn sie signalisiert Macht, Überzeugung und Ernsthaftigkeit.

Tipp 8: Vermeiden Sie unsichere Gesten!

Versuchen Sie im Job, unsichere und nervöse Körpersignale zu vermeiden. Leider passiert es den meisten Menschen, dass sie in unangenehmen Situationen keine Kontrolle mehr über ihre Mimik und Gestik haben. Es kann dazu kommen, dass die Hände aneinander gerieben werden oder das eigene Gesicht häufig berührt wird. Das alles passiert unterbewusst mit der Absicht, sich selbst zu beruhigen. Weitere Signale der Unsicherheit sind nervöses Tippen mit dem Fuß auf den Boden, Spielen mit Schmuck oder Haaren sowie unruhiges Zappeln.

Es scheint logisch, dass diese Körpersignale unprofessionell wirken. Falls Sie sich bei solchen Bewegungen erwischen, dann atmen Sie tief ein und nehmen Sie eine selbstbewusste und lockere Körperhaltung ein. Ruhiges Sitzen oder Stehen vermittelt den Eindruck von innerer Ruhe und Selbstbewusstsein.

Tipp 9: Lächeln Sie so viel wie möglich!

Ein aufrichtiges Lächeln hat den wohl größten Einfluss auf andere Menschen. Das menschliche Gehirn bevorzugt freundliche und glückliche Gesichter. Lächeln beeinflusst nicht nur Ihr eigenes inneres Wohlbefinden, sondern wirkt sich auch positiv auf Ihre Mitmenschen aus – diese sehen Sie als zugänglichen und vertrauensvollen Menschen.

Lächeln beeinflusst darüber hinaus auch die Reaktionen anderer. Wenn Sie jemanden anlächeln, dann erwidert dieser in den meisten Fällen Ihr Lächeln. Da die Mimik in gewisser Weise Emotionen und Gedanken steuert, wird sich Ihr Lächeln auch positiv auf die innere Einstellung Ihres Kommunikationspartners gegenüber Ihnen auswirken.

Tipp 10: Üben Sie den perfekten Händedruck!

Sie sollten Ihrem Händedruck besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen, da die Berührung das stärkste aller nonverbalen Kommunikationssignale ist. Der richtige Händedruck kann den sofortigen Eindruck vermitteln, dass Sie vertrauensvoll sind, so wie ein schlechter Händedruck Sie sogar Ihren Job kosten kann. Also bitte keinen „toten Fisch“ und auch nicht den „Knochenbrecher“ raushängen lassen. Ersteres lässt Sie schwach wirken und Letzteres signalisiert, dass Sie ein Rüpel sind.
Der perfekte Händedruck basiert auf einem entschlossenen und offenen Blickkontakt und der sicheren Berührung der Handflächen. Sie sollten Ihre Hand dabei kurz schließen und leichten Druck ausüben, wenn möglich mit ähnlicher Stärke wie Ihr Gegenüber. Wenn Sie beruflich einige Hände geschüttelt haben, dann werden Sie schnell selbst merken, was zu wenig und was zu viel Druck ist.

Wie Sie gesehen haben, spielt die Körpersprache eine entscheidende Rolle im Job und hat großen Einfluss darauf, wie Sie andere Menschen wahrnehmen und welchen Eindruck diese von Ihnen haben. Mit unseren Tipps und Informationen zum Thema Körpersprache gelingt es Ihnen, Mimik und Gestik einfach zu verstehen und die richtigen Signale an Ihre Arbeitskollegen und Vorgesetzten zu senden. Wenn Sie das Genannte beherzigen, dann wird sich dies nicht nur positiv auf Ihre Karriere auswirken, sondern langfristig auch Ihre zwischenmenschliche Kommunikation in allen Lebensbereichen verbessern.  

Bild: Lillia Seifert
Lillia Seifert (7 Artikel)

Lillia Seifert hat Anglistik und Soziologie studiert und befindet sich derzeit im Masterstudium der Interdisziplinären Medienwissenschaft an der Universität Bielefeld. Sie veröffentlichte bereits eigene Texte und arbeitete als Social Media Managerin. Mit ihren Kenntnissen aus den verschiedenen Bereichen gelingt ihr das multiperspektivische Arbeiten mit Themen besonders gut. Auf karrieretipps.de kann sie ihre Kompetenzen im kreativen Umgang mit informativen Texten ideal einsetzen.

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