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Keine Rückmeldung auf die Bewerbung? Was in diesem Fall zu tun ist

Keine Rückmeldung auf die Bewerbung? Was in diesem Fall zu tun ist
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Jana F. am 07.01.2016 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. Muss der Arbeitgeber auf eine Bewerbung antworten?
  2. Wie lange dauert die Antwort auf eine Bewerbung?
  3. Warum wird nicht auf meine Bewerbung reagiert?
  4. Was kann ich tun, wenn ich keine Rückmeldung auf meine Bewerbung erhalte?
    1. 1. Haben Sie Geduld
    2. 2. Überprüfen Sie Ihre Bewerbung
    3. 3. Checken Sie Ihre E-Mails
    4. 4. Nachfragen
    5. 5. Bewerbungsunterlagen optimieren
  5. Fazit

Sorgsam werden alle Unterlagen erstellt, die Sie für den Bewerbungsprozess benötigen: Ein Lebenslauf, ein Bewerbungsfoto und natürlich das Anschreiben. Nur noch die letzten Arbeitszeugnisse und Praktikumsbescheinigungen kopieren, und mit großen Erwartungen und voller Zuversicht kommt alles zusammen. Die Bewerbung ist fertiggestellt und wird verschickt. Anschließend heißt es Warten. Warten auf eine Eingangsbestätigung, auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, oder auf eine Absage. Hauptsache, das Unternehmen antwortet. Was aber, wenn auf Ihre Bewerbungsunterlagen überhaupt nicht reagiert wird?

Die meisten Menschen, die auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle sind, erwarten auf Ihre Bewerbungen ein Feedback. Egal ob Zusage oder Absage, man rechnet mit einer Rückmeldung. Schließlich kostet das Erstellen einer Bewerbungsmappe viel Mühe, Zeit und Geld. Doch häufig entsprechen unsere Erwartungen nicht der Realität. Trotzdem ist man wütend, wenn der angeschriebene Betrieb nicht reagiert. Dabei gibt es kein Gesetz, dass den Arbeitgeber dazu verpflichtet, auf jede Bewerbung zu antworten. Die Rechtslage sieht folgendermaßen aus:

Muss der Arbeitgeber auf eine Bewerbung antworten?

Ein Gesetzt, dass dies vorschreibt, gibt es nicht. ABER: Der Bewerber hat ein Recht auf seine Unterlagen. Dass heißt, auch, wenn sich das Unternehmen nie wieder meldet, können Sie Ihre Bewerbungsunterlagen zurückfordern.

Es gibt mehrere Möglichkeiten:

  1. Der Arbeitgeber hat eine Stellenausschreibung inseriert. In diesem Fall ruft dieser aktiv zum Bewerben auf und verpflichtet sich damit dazu, Bewerbungsmappen zurückzusenden.
  2. Der Arbeitgeber kann direkt in der Annonce darauf aufmerksam machen, dass eingehende Unterlagen nicht zurückgesendet werden. Damit entzieht er sich dieser Verpflichtung.
  3. Eine Ausnahme bildet die Initiativbewerbung. Hat ein Unternehmen keine Arbeitsplätze ausgeschrieben, muss es nicht antworten oder Mappen automatisch zurücksenden.

Enthält Ihre Bewerbungsmappe folgende Unterlagen, sollten Sie auf ein Zurückschicken bestehen: Ein Führungszeugnis, ein Gesundheitszeugnis, oder ähnlich wichtige Dokumente. Ein kleiner Tipp: Legen Sie Ihren Bewerbungen einen frankierten Rückumschlag bei.

Antwortet eine Firma nicht auf Ihr Anschreiben, kann das viele Gründe haben. Experten für Arbeitsrecht sind sich aber sicher: Das Ignorieren von Bewerbungen hinterlässt einen nachhaltigen Image-Schaden beim Arbeitgeber. Potenzielle Mitarbeiter, oder auch Kunden, werden nicht gerade mit Respekt und Wertschätzung behandelt.

Wie lange dauert die Antwort auf eine Bewerbung?

Wie lange ein Unternehmen braucht, um eine Rückmeldung zu geben, ist sehr unterschiedlich. Manche Bewerber erhalten bereits nach wenigen Tagen eine Eingangsbestätigung, andere Unternehmen verschicken nur Zu- oder Absagen. Generell kann man davon ausgehen, dass die Bearbeitung gut vier Wochen dauern kann. Je größer das Unternehmen, desto länger muss man in der Regel auf eine Antwort warten. Die (Entscheidungs-)Wege sind hier länger und die Anzahl der Bewerber wesentlich höher als bei kleineren Betrieben. Tipp: Warten Sie ca. vier Wochen, bevor Sie bei der Firma nach dem Stand Ihrer Bewerbung fragen.

Warum wird nicht auf meine Bewerbung reagiert?

Gibt es von einer Firma keinerlei Rückmeldung über den Stand der Dinge, kann das viele Ursachen haben. Die häufigsten Gründe sind:

  • unzureichende Qualifikationen

  • Stelle bereits vergeben

  • Fehlerhafte Bewerbungsunterlagen

  • Falscher Betreff in der Bewerbung per E-Mail

  • Bewerbungsfrist nicht eingehalten

  • unvollständige Angaben in der Bewerbung

  • Zu viele Bewerber

  • Bei Social-Media-Plattformen negativ aufgefallen

Vermeiden Sie diese Fehler, indem Sie vor dem Abschicken alles gründlich überprüfen. Fallen der Personalabteilung beim Lesen des Anschreibens bereits 2 dicke Rechtschreibfehler auf, landet Ihre Bewerbung gleich auf dem Stapel zum Aussortieren. Verschicken Sie Ihre Bewerbung online, formulieren Sie eine präzise Betreffzeile in der E-Mail. Sonst kann es schnell passieren, dass Ihre E-Mail nie geöffnet wird, für Spam gehalten wird und nie den Weg in die Personalabteilung findet.

Ein weiteres Ausschluss-Kriterium: Sie geben keine Kontaktdaten an. Eine aktuelle Handynummer, eine Festnetznummer und eine E-Mail-Adresse sollten stets mitgeteilt werden, damit das Unternehmen Sie erreichen kann.

Noch ein K.O.-Kriterium: Man hat Sie gegoogelt. Das kommt heutzutage häufiger vor, als den meisten bewusst ist. Möglicherweise ist dem Arbeitgeber die Lust darauf vergangen, Sie einzustellen, nachdem er bei Facebook die Partybilder vom letzten Wochenende gesehen hat?

Was kann ich tun, wenn ich keine Rückmeldung auf meine Bewerbung erhalte?

Sobald man seine Bewerbung abgeschickt hat, hat man das Gefühl in der Luft zu hängen. Man stellt sich die Frage, ob beim Unternehmen überhaupt jemals etwas angekommen ist, und wie hoch die eigenen Chancen auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch sind. Doch zuallererst muss sich der Jobsuchende in Geduld üben...

1. Haben Sie Geduld

In der Regel dauert die Bearbeitung einer Bewerbung in Deutschland ca. vier bis fünf Wochen. Sich bereits eine Woche nach dem Verschicken der Unterlagen zu melden um nach dem Stand des Bewerbungsprozesses zu fragen wirkt etwas verzweifelt und ungeduldig.

2. Überprüfen Sie Ihre Bewerbung

Welche Dokumente befinden sich in der Bewerbungsmappe. Enthält das Anschreiben Rechtschreibfehler? Stimmen das Datum auf dem Anschreiben mit dem Datum auf dem Lebenslauf überein? Finden Sie viele Flüchtigkeitsfehler, stehen die Chancen eher schlecht. Legen Sie Ihre Aufmerksamkeit auf zukünftige Bewerbungen.

3. Checken Sie Ihre E-Mails

Haben Sie eine Online-Bewerbung verschickt, ist diese vielleicht nie angekommen? Möglicherweise haben Sie darüber eine Mitteilung bekommen, die Sie bisher ignoriert haben. Ein weiterer Tipp: Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Spam-Ordner.

4. Nachfragen

Sind ungefähr vier Wochen vergangen, ist es durchaus zu empfehlen, einmal beim Unternehmen nachzufragen. Tipps für das Gespräch am Telefon: Seien Sie weder aufdringlich noch verbreiten Sie Druck. Vermutlich haben die Personalverantwortlichen viel zu tun und bekommen auch jede Menge anderer Anrufe und Nachfragen. Seien Sie sympathisch und bekunden Sie Ihr Interesse am Unternehmen. Fragen Sie am besten nicht, ob Ihre Unterlagen angekommen sind, denn davon können Sie in der Regel ausgehen. Eine gute Frage wäre beispielsweise nach dem aktuellen Stand Ihrer Bewerbung.

5. Bewerbungsunterlagen optimieren

Wenn selbst nachdem Sie beim Unternehmen nachgehakt haben keine Rückmeldung mehr kommt, sollten Sie eventuell darüber nachdenken, Ihre Bewerbungsunterlagen zu überarbeiten. Nehmen Sie an einem Bewerbungstraining teil oder machen Sie sich im Internet schlau. Denn: Je besser die Bewerbung, desto höher stehen die Chancen auf eine positive Rückmeldung.

Fazit

Beim Bewerben kann das Warten auf eine Antwort viele Nerven kosten und sehr frustrierend sein. Üben Sie sich in Geduld und Optimismus. Doch setzen Sie nicht alles auf eine Karte und halten Sie sich so viele Optionen offen, wie es geht. Das wochen- oder monatelange Warten auf eine einzige Antwort ist nicht effektiv und wird Sie vermutlich nicht zum Ziel führen. Befolgen Sie die hier vorgestellten Ratschläge und bleiben Sie am Ball! Auf diese Art und Weise werden Sie bestimmt Ihren Traumjob finden!

Bild: Jana F.
Jana F. (128 Artikel)

Jana Fast ist studierte Sprachwissenschaftlerin und arbeitet derzeit als Online-Redakteurin bei der Ideenkraftwerk GmbH. Erfahrungen sammelte sie im Online-Recruitment einer Jobbörse, aber auch in einer Marketing-Agentur. Mit Fortbildungen in New York und einem Studium der Literatur in Spanien eignete sie sich interkulturelle Kompetenz und ein tieferes Sprachverständnis an.

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