karrieretipps.deKarriereJobwechsel Ja oder Nein: Wann ist es Zeit für die Kündigung?

Jobwechsel Ja oder Nein: Wann ist es Zeit für die Kündigung?

Jobwechsel Ja oder Nein: Wann ist es Zeit für die Kündigung?
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Inhalt:
  1. Job kündigen oder nicht? Die Selbstanalyse
  2. Kündigen: Wann es an der Zeit ist, zu gehen
  3. Bleiben: Bevor Sie kündigen, sollten Sie Folgendes versuchen

Die meisten Arbeitnehmer verbringen täglich mindestens acht Stunden auf Arbeit. Zusammengerechnet sind das ein Drittel unseres Lebens. Aus diesem Grund ist es keine Übertreibung zu sagen, dass der Job eine enorm wichtige Rolle in unser aller Leben spielt. Umso wichtiger ist es daher, dass wir mit unserem Arbeitsplatz zufrieden sind. Denn sind wir das nicht, kann diese Unzufriedenheit ganz schnell um sich greifen und unseren Alltag vergiften. Denn wer bereits am Sonntagmorgen schlecht gelaunt in den Tag startet, weil das Wochenende fast vorüber ist, wird unmöglich ein erfülltes und zufriedenes Leben führen können. Gleiches gilt für Menschen, die eigentlich den ganzen Tag nur auf die Uhr schauen und sehnsüchtig den Feierabend erbeten, weil sie es an ihrem Arbeitsplatz kaum aushalten. In solchen Fällen ist eine Kündigung ein verlockender Gedanke. Dann stellt sich für viele nur noch die Frage: Job kündigen oder nicht?

Job kündigen oder nicht? Die Selbstanalyse

Die Entscheidung, ob Sie sich von Ihrem aktuellen Arbeitgeber trennen sollten oder nicht, kann Ihnen leider niemand abnehmen. Doch wir können Ihnen eine kleine Hilfestellung für Ihren Entscheidungsprozess mitgeben. Zu allererst empfiehlt es sich, das eigene Leben zu betrachten, damit ist also nicht nur das berufliche, sondern auch das Privatleben eingeschlossen. Gibt es möglicherweise ein Ungleichgewicht in Ihrem Privatleben, dass Sie auf Ihren Job übertragen? Kommt Ihre Unzufriedenheit wirklich durch Ihre Arbeit? Sollte dem nicht so sein wird auch ein Jobwechsel auf Dauer nichts an Ihrer Situation ändern können. Bevor Sie sich also mit einem Jobwechsel beschäftigen müssen Sie sich damit befassen, woher Ihr Kündigungswunsch tatsächlich rührt.

Im Folgenden finden Sie einige Fragen. Versuchen Sie, sich mit diesen ausführlich zu befassen und ehrlich zu beantworten. Diese kleine Selbstanalyse kann Ihnen dabei helfen, in Ihrem Entscheidungsprozess ein Stückchen weiter zu kommen.

  • Sind Sie mit dem Betriebsklima und der Unternehmenspolitik zufrieden?
  • Wie gut verstehen Sie sich mit Ihren Kollegen und Ihren Vorgesetzten?
  • Was halten Sie von Ihren Aufgaben?
  • Sehen Sie Aufstiegschancen und Zukunftsperspektiven für sich in der Firma?
  • Macht Ihre Arbeit Sie aufgrund von Dauerstress oder Mobbing auf krank?
  • Fühlen Sie sich unter- oder überfordert?
  • Sind Sie unzufrieden mit Ihrem Gehalt?
  • Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Arbeit und Ihre Person wertgeschätzt werden?

Kündigen: Wann es an der Zeit ist, zu gehen

Bleiben oder gehen? Ein Jobwechsel ist sowohl mit Chancen, als auch mit Risiken verbunden. Wer beispielsweise selbst kündigt, bekommt eine Sperre von der Bundesagentur für Arbeit auferlegt und muss drei Monate lang auf das Arbeitslosengeld verzichten. Gegen diese Sperre des Arbeitslosengeldes kann zwar Einspruch eingelegt werden, dieser wird allerdings nur bei schwerwiegenden Fällen gestattet. Auch vor Brüchen im Lebenslauf haben viele Arbeitnehmer angst, wobei diese heutzutage in der Mehrheit aller Lebensläufe vorkommen. Augen zu und durch. Diese, nicht immer gesunde, Einstellung vertreten viele Arbeitnehmer, die mit Ihrem Job unzufrieden sind. Dabei gibt es diverse Gründe, die häufig eher für eine Kündigung sprechen.

Einer der wichtigsten Gründe seinen Job zu kündigen, hängt mit unserer persönlichen Gesundheit zusammen. Ein vergiftetes Betriebsklima mit Kollegen, die sich gegenseitig mobben und Intrigen spinnen, kann niemand auf Dauer wegstecken. Eine derart angespannte Situation hat nicht nur psychische, sondern auch physische Auswirkungen auf die Gesundheit. Ähnliches gilt bei zu hohem Leistungsdruck, Überforderung und Stress. Der Blutdruck ist nicht das einzige, dass unter so einer Anspannung leidet. Magenbeschwerden, Schlafstörungen und viele weitere Symptome sind ein deutliches Warnsignal. Wer seine Gesundheit mit seinem Job riskiert sollte sich definitiv dafür entscheiden, sich einen anderen Arbeitsplatz zu suchen.

Weitere Kriterien, die eher dazu tendieren lassen, den Job zu kündigen, ist der Mangel einer Perspektive. Werden keine Möglichkeiten zur Weiterentwicklung geboten? Sind Ihre Aussichten auf eine Beförderung gleich Null? Eine Gehaltserhöhung ist in absehbarer Zukunft auch nicht drin? Diese Punkte bedeuten nicht nur Stillstand, sondern auch gleichzeitig Risiko. Denn wenn die Mitarbeiter sich nicht weiterentwickeln können, tut die Firma es vermutlich auch nicht mehr. Die Folgen? Vielleicht ist Ihr Job nicht mehr sicher? Leben Sie nicht in Angst, die Sparmaßnahmen Ihres Arbeitgebers würden dazu führen, dass man Sie entlassen könnte. Werden Sie selbst aktiv und starten Sie lieber Ihre Jobsuche, bevor es zu spät ist.

Bleiben: Bevor Sie kündigen, sollten Sie Folgendes versuchen

Leider weiß man als Arbeitnehmer nie, was einen im neuen Job erwartet. Bevor also der Entschluss gefasst ist, zu kündigen, empfehlen wir: Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Chef. Kommunikation ist das A und O einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Ist Ihr Kündigungswunsch beispielsweise darin begründet, dass Sie mit Ihren Aufgaben unterfordert sind und sich nach neuen Herausforderungen sehnen, dann kann sich das möglicherweise mit einem Gespräch mit dem Vorgesetzten bessern?

Sie sind momentan extrem frustriert und möchten am liebsten die Flinte ins Korn werfen? Alle Arbeitnehmer haben mal gute und mal schlechte Tage. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie nur noch schlechte Tage und keine Lust mehr auf Ihre Arbeit haben, dann kann auch hier ein Gespräch weiterhelfen. Sie sollten Ihrem Chef niemals mit einer Kündigung drohen, doch Ihre Unzufriedenheit können Sie diesem schon mitteilen. Versuchen Sie, gemeinsam eine Lösung für Ihr Problem zu finden. Bestimmen Sie einen Zeitraum, in dem Sie Ihrem Job noch eine Chance geben. Versuchen Sie, Mittel und Wege zu finden, wie Sie sich das Arbeitsleben angenehmer gestalten können. Hat sich in dieser Zeit keine Besserung eingestellt, bleibt nur noch ein Ausweg: Beginnen Sie mit der Suche nach einem anderen Beschäftigungsverhältnis.


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