- Vor- und Nachteile von Jobhopping
- Vorteile von Jobhopping:
- Nachteile von Jobhopping:
Ein guter Richtwert: Wie häufig sollte man seinen Job wechseln?Häufige Arbeitsplatzwechsel in der Bewerbung begründenBetriebszugehörigkeit ist schon lange kein allzu wichtiges Thema mehr für eine Vielzahl von Arbeitnehmern. Befristete Arbeitsverträge sind nicht mehr die Ausnahme, sondern viel eher die Regel. Vom Berufsstart bis in den Ruhestand durchlaufen Angestellte heute sehr viele unterschiedliche Stationen bei verschiedenen Arbeitgebern. In Deutschland wechseln Arbeitnehmer im Schnitt alle vier Jahre Ihren Arbeitgeber.
Jobhopping heißt der neue Trend. Warum das Springen von einem Beschäftigungsverhältnis zum nächsten immer populärer wird? Manche versprechen sich dadurch Vorteile für ihre Karriere. Andere wiederum suchen nach einem Job, der sie erfüllt. Wieder andere können gar nicht anders, da sie von einem befristeten Beschäftigungsverhältnis ins nächste übergehen müssen.
Obwohl Jobhopping mittlerweile gang und gebe ist, sind viele Arbeitgeber dennoch nicht begeistert, wenn ein Bewerber allzu viele unterschiedliche Stationen in seinem Lebenslauf angibt. Wir zeigen die Vor- und Nachteile von Jobhopping auf und geben Tipps, wie häufige Jobwechsel in der Bewerbung richtig begründet werden können!
Vor- und Nachteile von Jobhopping
Wer besonders häufig seinen Job wechselt, weiß nicht was er will, ist unzuverlässig, sprunghaft und immer nur auf seinen Vorteil bedacht. Oder etwa: Leistungsorientiert, möchte mehr Facetten seines Berufes und seiner Branche kennenlernen, ist aufgeschlossen und scheut sich nicht vor neuen Herausforderungen? Jobhopping kann man so oder so sehen. Ob häufige oder regelmäßige Arbeitsplatzwechsel bei einer Bewerbung gut ankommen, hängt also vom Personaler und seiner Einstellung dazu ab. Wichtig ist jedoch immer, dass Sie jeden Ihrer Jobwechsel im Vorstellungsgespräch auch immer gut begründen können. Hier die Vor- und Nachteile von Jobhopping auf einen Blick:
Vorteile von Jobhopping:
- Keine Angst vor neuen Herausforderungen
- Ein breites berufliches Netzwerk mit vielen nützlichen Kontakten
- Hohe Motivation, neue Arbeitgeber von sich zu überzeugen
- Mehr Kreativität durch neue Blickwinkel und vielen gesammelten Eindrücken
- Schnelle Auffassungsgabe durch regelmäßige Einarbeitung in neue Aufgaben
- Ehrgeiz, Aufgeschlossenheit, Mut und hohe Lernbereitschaft
- Umfassendes Wissen und Branchenkenntnisse
Nachteile von Jobhopping:
- Wirft Zweifel über Loyalität und Integrität auf
- Lässt Unentschlossenheit vermuten
- Fehlende Konstanz kann auf Unzuverlässigkeit hindeuten
- Hohes Fluktuations-Risiko für Arbeitgeber
- Wirft die Frage auf, ob im letzten Beschäftigungsverhältnis alles positiv verlaufen ist
Ein guter Richtwert: Wie häufig sollte man seinen Job wechseln?
Jobhopping bringt gewisse Vor- aber auch Nachteile mit. Aus diesem Grund sollte man diesem Trend nur in Maßen folgen. Um sich mit häufigen Arbeitsplatzwechsel nicht die Chancen am Arbeitsmarkt zu verderben, berücksichtigen Sie folgende Faustregel: Pro Anstellung sollten Sie mindestens drei Jahre in einem Unternehmen bleiben. Dieser Zeitraum gewährleistet, dass Sie nach der Einarbeitung, die für gewöhnlich ein Jahr in Anspruch nimmt, noch genügend Zeit hatten, um beim Arbeitgeber auch einen spürbaren Mehrwert zu erbringen. Auf diese Weise weiß ein potenzieller Arbeitgeber, dass Sie diesen nicht direkt nach der Einarbeitung wieder verlassen, sondern sich Ihre Einstellung auch lohnt. Ein weiterer Richtwert: Nach ungefähr sieben Jahren kann es an der Zeit sein, sich nach einer neuen beruflichen Herausforderung umzuschauen.
Häufige Arbeitsplatzwechsel in der Bewerbung begründen
Die allerwichtigste Regel zuerst: Lassen Sie keine beruflichen Stationen aus, selbst, wenn sie noch so kurz sind. Erstellen Sie einen lückenlosen Lebenslauf, denn ansonsten können Sie gleich nach einer Zusage auch schon wieder aufgrund eines Täuschungsversuches in der Bewerbung fristlos gekündigt werden. Denken Sie immer daran: Ehrlich währt am längsten!
Die zweite Regel: Stellen Sie bei jedem Jobwechsel ein positives Motiv heraus. Nicht immer gehen Arbeitsplatzwechsel von der Seite des Arbeitnehmers aus. Wurde Ihre Abteilung geschlossen? Sparmaßnahmen eingeleitet? Bei einer betriebsbedingten Kündigung brauchen Sie nichts zu vertuschen, geben Sie solche Gründe wahrheitsgemäß an. Haben Sie den Jobwechsel initiiert, schreiben Sie kurz dazu, was Sie dazu veranlasst hat. Aber Vorsicht: Auf keinen Fall schlecht über einen ehemaligen Arbeitgeber sprechen! Nennen Sie Gründe, die mit Ihrer persönlichen Karriere zu tun haben.
Die dritte Regel: Machen Sie einen roten Faden erkennbar! Auf diese Weise kann man Ihnen nicht unterstellen, Sie seien planlos und wüssten nicht, was Sie eigentlich wollen. Gibt es ein Motiv, dass Sie von einem Job in den anderen hat „hüpfen“ lassen? Schreiben Sie dies im Lebenslauf dazu und markieren Sie dieses Motiv Fett. So kann der Personaler Ihre Entscheidungen viel besser nachvollziehen. Nicht nur im Lebenslauf, auch im Anschreiben haben Sie die Möglichkeit, kurz auf das Jobhopping einzugehen und Ihren Werdegang plausibel zu begründen.
Vierte Regel: Seien Sie selbstbewusst und souverän im Vorstellungsgespräch! Sie brauchen für Ihre häufigen Jobwechsel kein schlechtes Gewissen zu haben. All Ihre Entscheidungen haben Sie aus einem guten Grund getroffen. Außerdem gibt es zahlreiche gute Gründe für das Jobhopping. Rechtfertigen Sie sich also nicht dafür, sondern zeigen Sie, wie Sie diese Herangehensweise als Karriereturbo genutzt haben.