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Fehler im Vorstellungsgespräch: 10 Dinge, die Sie sofort disqualifizieren

Fehler im Vorstellungsgespräch: 10 Dinge, die Sie sofort disqualifizieren
© Roman Samborskyi | shutterstock.com
Lillia Seifert am 31.05.2021 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. Fehler im Vorstellungsgespräch: 10 Dinge, die Sie sofort disqualifizieren
    1. Fehler 1: Zu spät oder zu früh zum Termin kommen
    2. Fehler 2: Ungepflegt oder mit unangemessener Kleidung auftreten
    3. Fehler 3: Ohne Vorbereitung und Recherche erscheinen
    4. Fehler 4: Schlecht über vorige Arbeitgeber oder Kollegen reden
    5. Fehler 5: Handy benutzen oder auf die Uhr schauen
    6. Fehler 6: Schlechte Selbstpräsentation oder nicht zuhören
    7. Fehler 7: Zu viel Privates offenlegen oder nachfragen
    8. Fehler 8: Lügen oder schwammige Antworten auf Fragen geben
    9. Fehler 9: Unterbrechen oder zickig auf Fragen antworten
    10. Fehler 10: Zu früh nach Feedback, Gehalt oder Boni fragen

Für jedes Vorstellungsgespräch ist gute Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg. Zu dem Zeitpunkt, wenn Sie von einem potenziellen neuen Arbeitgeber zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden, konnten Sie bereits mit ihrem Lebenslauf, Anschreiben und ggf. Motivationsschreiben oder Arbeitsproben überzeugen. Dennoch bedeutet das noch nicht, dass Sie den Job bereits sicher in der Tasche haben. Nun kommt es darauf an, wie gut Sie sich im persönlichen Kennenlernen anstellen. Wir verraten Ihnen daher, welche zehn Dinge Sie auf jeden Fall vermieden sollten, um nicht sofort disqualifiziert zu werden.

Fehler im Vorstellungsgespräch: 10 Dinge, die Sie sofort disqualifizieren

Vergessen Sie typische Tipps für Vorstellungsgespräche: Formelle Kleidung, Pünktlichkeit, souveränes Auftreten usw. Es kommt weniger darauf an, was Sie richtig machen, als was Sie falsch machen, denn Negatives prägt sich viel schneller ein als Positives.

Das Internet ist inzwischen voll von Tipps und Tricks für Vorstellungsgespräche, in denen Sie erfahren, wie Sie mit ganz bestimmten Sätzen und Handlungen im Bewerbungsgespräch überzeugen. Aber haben Sie überhaupt die Zeit, tausende Tipps zu lesen und umzusetzen?

Wir sehen Ihre Zeit als etwas Kostbares und geben Ihnen daher nur die Dinge mit auf den Weg, die Sie heutzutage auf keinen Fall im Vorstellungsgespräch tun oder sagen sollten. Die folgenden Aussagen und Handlungen im Job Interview disqualifizieren Sie sofort:

Fehler 1: Zu spät oder zu früh zum Termin kommen

Es kommt Ihnen vielleicht überflüssig vor, zu erwähnen, dass Pünktlichkeit im Vorstellungsgespräch ein äußerst wichtiges Kriterium ist. Allerdings muss es hier durchaus als einer der schlimmsten Fehler genannt werden, da einige Job-Kandidaten heute immer noch zu spät zum Bewerbungsgespräch erscheinen. Bereits eine Minute Verspätung hinterlässt den Eindruck, dass Sie nicht diszipliniert und professionell sind. Potenzielle Arbeitgeber sehen hier bereits die Gefahr, dass Sie sich als zukünftiger Mitarbeiter nicht an Vereinbarungen oder Vorgaben halten können.

Auf der anderen Seite ist zu frühes Erscheinen zum vereinbarten Vorstellungsgespräch ebenso unangemessen. Ja, Sie haben richtig gehört, die Gründe dafür sind unterschiedlich, allerdings sollten Sie sich daran halt, nicht eher als zehn Minuten zum vereinbarten Gesprächstermin zu erscheinen. Andernfalls könnten Sie bei einem wichtigen Meeting stören oder es steht niemand zur Verfügung, der Ihnen zeigen kann, wo Sie warten dürfen. Zudem verhindern Sie unangenehme Situationen, wie etwa auf den vorigen Bewerber zu treffen.  

Fehler 2: Ungepflegt oder mit unangemessener Kleidung auftreten

Ein weiterer Fehler, der Sie sofort als Bewerber für eine freie Stelle disqualifiziert, ist ein ungepflegtes Erscheinungsbild ebenso wie unangemessene Kleidung. Grundsätzlich ist eine Dusche vor dem Bewerbungsgespräch genauso wichtig wie eine ordentliche Frisur oder bei Frauen eventuell ein leichtes Make-up.

In Sachen Kleidung ist es heutzutage nicht mehr unbedingt wünschenswert, im Anzug oder Kostüm zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen. Viele, insbesondere junge Unternehmen, legen großen Wert darauf, dass Ihre Angestellten gepflegt, souverän aber locker gekleidet sind. Am besten orientieren Sie sich an der Unternehmensphilosophie und der Präsentation des Personals auf der Firmen-Homepage. So gewinnen Sie einen guten Eindruck, welche Kleidung für ein Gespräch bei dem potenziellen Arbeitgeber passend ist.

Fehler 3: Ohne Vorbereitung und Recherche erscheinen

Selbstverständlich sollten Sie sich auf ein Vorstellungsgespräch immer ausreichend vorbereiten, das heißt, dass Sie genau über das Unternehmen, in dem Sie sich bewerben und die zu besetzende Stelle Bescheid wissen sollten. Dazu macht es Sinn, wenn Sie online auf der Webseite der Firma recherchieren, wofür das Unternehmen steht, welche Bereiche die Dienstleistungen oder Produkte abdecken, welche Konkurrenten es in der Branche gibt und welche Werte es vertritt. Bedenken Sie, dass sich auch Ihr eventueller neuer Arbeitgeber darauf vorbereitet hat, das Bewerbungsgespräch richtig zu führen.
Es ist ein absolutes No-Go, ohne Vorbereitung und Recherche zum Gespräch zu erscheinen. Wenn Sie nichts über Ihren Arbeitgeber und die Anforderung der freien Stelle wissen, machen Sie definitiv einen schlechten Eindruck. Somit disqualifiziert Sie unvorbereitetes Erscheinen sofort als potenziellen neuen Mitarbeiter.  

Fehler 4: Schlecht über vorige Arbeitgeber oder Kollegen reden

Das sollten Sie wirklich niemals tun: Schlecht über Ihren derzeitigen oder einen früheren Arbeitgeber reden. Selbstverständlich können Sie sich bei Ihren Freunden oder Ihrer Familie darüber aufregen aber bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber haben Beschwerden über einen alten Chef absolut nichts zu suchen. Wie soll Ihr neuer Arbeitgeber denn das Gefühl bekommen, Sie könnten ein loyaler Mitarbeiter sein, der nicht schlecht über Kollegen oder vorgesetzte redet?

Lästereien oder andere negative Erzählungen haben in einem Vorstellungsgespräch absolut nichts zu suchen, wirken unprofessionell und konfliktgeladen. Wenn Sie also nicht direkt als Bewerber disqualifiziert werden möchten, sollten Sie keine schlechten Worte über vorige Anstellungen bzw. Kollegen und Führungskräfte verlieren.

Fehler 5: Handy benutzen oder auf die Uhr schauen

Früher war es eine ablehnende Körperhaltung wie verschränkte Arme, durch die Bewerber einen desinteressierten Eindruck gemacht haben. Dem ist heute selbstverständlich auch noch so, allerdings ist das Smartphone als erschwerendes Indiz für Desinteresse und Respektlosigkeit hinzugekommen, vorausgesetzt, dass es während des Vorstellungsgespräches aus der Tasche geholt wird. Ein einziger Blick auf Ihr Mobiltelefon disqualifiziert Sie womöglich für die freie Position.

Den gleichen negativen Eindruck hinterlassen Sie, wenn Sie den Fehler machen, auf Ihre Uhr zu schauen. Passiert dies einmal, wird Ihr potenzieller neuer Arbeitgeber darüber vermutlich hinwegsehen, jedoch ist spätestens beim zweiten Blick auf die Uhr klar: Hier langweilt sich jemand oder hat kein wirkliches Interesse am Job. Um dies zu vermeiden, sollten Sie immer bei der Sache bleiben und Ihre volle Aufmerksamkeit auf Ihr Gegenüber richten.

Fehler 6: Schlechte Selbstpräsentation oder nicht zuhören

Wenn Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, haben Sie sich bereits mit Ihren Bewerbungsunterlagen für die Stelle qualifiziert. Im persönlichen Gespräch möchte der Interviewer nun herausfinden, ob Ihre Persönlichkeit zum Unternehmen passt. Daher ist eine gute Selbstpräsentation essenziell und entscheidend dafür, ob Sie weiterhin eine Chance auf den Job haben.
Neben einer schlechten Selbstpräsentation disqualifizieren Sie sich selbst, wenn Sie Ihrem Gegenüber nicht richtig zuhören. Selbstverständlich ist es völlig in Ordnung Zwischenfragen zu stellen, allerdings nicht, wenn die Antwort darauf bereits aus den vorigen Erzählungen hervorgeht. Passen Sie daher genau auf, was Ihr neuer Chef sagt, sonst hat dieser automatisch das Gefühl, das Sie eigentlich gar nicht an der Position interessiert sind.

Fehler 7: Zu viel Privates offenlegen oder nachfragen

Arbeitgeber sollten Ihnen im Vorstellungsgespräch keine genauen Fragen zu Ihrer Herkunft, Religion, sexuellen Einstellung oder Krankheiten bzw. genetischen Vorbelastungen stellen. Ebenso ist es inzwischen nicht mehr angemessen, Sie nach Ihrem Kinderwunsch zu fragen oder in welchem familiären Status Sie sich befinden. Aus diesem Grund sollten auch Sie private Themen grundsätzlich meiden, um Ihrem Gegenüber keine Angriffsfläche zu bieten.  

Ebenso ist es nicht angemessen, Personaler oder potenzielle Arbeitgeber im Kennenlerngespräch zur Bewerbung nach persönlichen Themen zu fragen. Auch das Flirten oder Preisgeben persönlicher Werte und Einstellungen hat in einem professionellen Setting wie diesem absolut nicht zu suchen.

Fehler 8: Lügen oder schwammige Antworten auf Fragen geben

Die Mehrheit aller Jobsuchenden schmückt die Wahrheit über ihre Berufserfahrungen oder Qualifikationen an gewissen Stellen etwas aus, um die Chancen auf den Job zu erhöhen. Das ist auch in Ordnung, insofern Sie nicht im Vorstellungsgespräch lügen. Selbst wenn Ihr potenzieller neuer Arbeitgeber oder der Personaler Sie nicht direkt beim Flunkern erwischt, könnte es gut sein, dass Sie sich in der Fähigkeit zu lügen überschätzen.

Sollte Ihr Gegenüber Sie etwa bitten Ihre angeblichen Erfahrungen einmal näher zu erläutern, werden Sie spätestens dabei auffliegen. Vielleicht entsteht jedoch auch nur ein ungutes Bauchgefühl, welches letztendlich dazu führt, dass Sie die Stelle nicht bekommen. Somit sollten Sie das Risiko auf keinen Fall eingehen, den potenziellen Job aufgrund einer kleinen Lüge zu riskieren.

Fehler 9: Unterbrechen oder zickig auf Fragen antworten

Das Gegenüber im Gespräch zu unterbrechen ist unhöflich. Das gilt insbesondere im Bewerbungsgespräch, denn hier möchte Ihr neuer Vorgesetzter Sie auf Herz und Nieren prüfen. Unterbrechen Sie ihn, während er gerade etwas über das Unternehmen oder die Stelle erzählt, wirken Sie schnell respektlos und unaufmerksam.

Gleichermaßen disqualifiziert Sie bereits eine einizge zickige Antwort auf eine Frage vermutlich für das gesamte weitere Bewerbungsverfahren. Kein Arbeitgeber stellt einen Mitarbeiter ein, der sich schon im Vorstellungsgespräch traut, ihn zu unterbrechen oder unfreundliche, schnippische Antworten zu geben.

Fehler 10: Zu früh nach Feedback, Gehalt oder Boni fragen

Der letzte Fehler, den Sie als Bewerber um einen neuen Job unbedingt vermeiden sollten, ist zu früh nach dem Gehalt oder Boni zu fragen. Auch ein aufdringliches „Wann geben Sie mir Bescheid, ob ich die Stelle bekomme?“ sollten Sie sich definitiv sparen, denn im Vorstellungsgespräch gilt, dass der Interviewende das Tempo der Konversation vorgibt. Wenn Sie nach einer gewissen Zeit nach dem Gespräch keine Rückmeldung auf die Bewerbung erhalten haben, können Sie selbstverständlich einmal höflich nachhaken.

Wenn Sie Ihre Chancen auf die Stelle nicht verspielen wollen, sollten Sie mit Gehaltsforderungen definitiv bis zur Zusage warten. Sobald sich das Unternehmen für Sie entschieden hat, können Sie in die Gehaltsverhandlung gehen, bevor Sie den Job endgültig zusagen. Selbstverständlich ist das Formulieren von Gehaltsvorstellungen bereits im Bewerbungsprozess möglich, insofern Sie diese nicht zu fordernd anbringen und keine sofortige, klare Antwort erwarten.

Nun sind Sie genausten im Bilde darüber, was Sie in einem Vorstellungsgespräch für einen neuen Job unbedingt vermeiden sollten. Wenn Sie sich nicht ausreichend vorbereiten oder unproffessionell verhalten, disqualifiziert Sie dies vermutlich sofort vom weiteren Bewerbungsprozess. Vermieten Sie daher unbedingt die hier aufgeführten zehn Fehler und beherzigen Sie unsere Tipps für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch. Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Glück auf Ihrem Weg zum Traumjob.

Bild: Lillia Seifert
Lillia Seifert (43 Artikel)

Lillia Seifert hat Anglistik und Soziologie studiert und befindet sich derzeit im Masterstudium der Interdisziplinären Medienwissenschaft an der Universität Bielefeld. Sie veröffentlichte bereits eigene Texte und arbeitete als Social Media Managerin. Mit ihren Kenntnissen aus den verschiedenen Bereichen gelingt ihr das multiperspektivische Arbeiten mit Themen besonders gut. Auf karrieretipps.de kann sie ihre Kompetenzen im kreativen Umgang mit informativen Texten ideal einsetzen.

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