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Feelgood Management: So können Sie die Arbeitsatmosphäre verbessern!

Feelgood Management: So können Sie die Arbeitsatmosphäre verbessern!
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Theresa Müller am 29.04.2020 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. Was macht eine angenehme Arbeitsatmosphäre aus?
  2. Was ist Feelgood Management?
  3. Warum machen Unternehmen Feelgood Management?
    1. Was sind die Aufgaben eines Feelgood Managers?
  4. Fünf Tipps für ein besseres Arbeitsklima
    1. Tipp 1: Auch im digitalen Zeitalter: Kommunizieren Sie persönlich
    2. Tipp 2: Führen Sie gemeinsame Rituale im Unternehmen ein
    3. Tipp 3: Führungskräfte sollten Ihre Rolle als Vorbild nutzen
    4. Tipp 4: Führen Sie eine positive Fehlerkultur ein
    5. Tipp 5: Stellen Sie nicht die materiellen Dinge an die erste Stelle.
  5. Wer ist verantwortlich für eine gute Arbeitsatmosphäre?

Viele Arbeitgeber haben hohe Erwartungen an ihre Mitarbeiter. Sie erwarten Engagement und die Bereitschaft, auch mal Überstunden zu leisten, wenn es nötig ist. Doch auch die Arbeitnehmer sind anspruchsvoller geworden. Sie strengen sich heutzutage nicht mehr einfach so an. Sie wollen, dass das Unternehmen sie wertschätzt und sie gute Arbeitsbedingungen haben. Vor allem bei den jungen Arbeitnehmern – der Generation Y – ist das so. Eine harmonische Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt, wird also immer ausschlaggebender. Doch wie erreicht man diese? Immer wieder fällt das Stichwort Feelgood Management. Was ist das eigentlich? Wir klären auf und geben Tipps, wie Sie das Arbeitsklima verbessern können.

Was macht eine angenehme Arbeitsatmosphäre aus?

Das Arbeitsklima soll angenehm und positiv sein. Das hört man oft. Doch was bedeutet das eigentlich genau? Folgende Punkte zeichnen eine gute Arbeitsatmosphäre aus:

  • Auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer abgestimmt (zum Beispiel flexible Arbeitszeiten oder Home-Office möglich)
  • Wertschätzung durch Kollegen und Vorgesetzten
  • Selbstbestimmtes Arbeiten möglich
  • Viel Transparenz und Kommunikation
  • Gestaltung des Arbeitsplatzes, sodass die Gesundheit der Arbeitnehmer geschützt und gefördert wird (zum Beispiel ergonomische Büromöbel)
  • Aktivitäten außerhalb der Arbeitszeit, die den Zusammenhalt im Team stärken (zum Beispiel Weihnachtsfeier, Betriebsausflüge)

Was ist Feelgood Management?

Feelgood Management bedeutet auf Deutsch übersetzt Wohlfühl-Management. Da geht es zwar nicht um Wellness und Relaxen wie zu Hause oder im Urlaub, aber sehr wohl darum, eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der sich alle Mitarbeiter so wohl wie möglich fühlen. Denn dann gehen sie gerne zur Arbeit, sind motiviert und erzielen auch bessere Arbeitsergebnisse. Feelgood Manager oder Chief Happiness Officers, wie diese Berufsbezeichnung auch genannt wird, setzen sich also dafür ein, dass die Arbeit der Mitarbeiter angenehmer und mehr auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

Warum machen Unternehmen Feelgood Management?

Feelgood Management hat auf den ersten Blick nicht viel mit dem Kerngeschäft eines Unternehmens zu tun, denn damit werden keine Produkte hergestellt oder verkauft. Und somit auch kein Umsatz erzielt. Das ist aber zu einfach gedacht! Denn, wie bereits erwähnt, erzielen motivierte Mitarbeiter bessere Arbeitsergebnisse. Indirekt wirkt sich Feelgood Management also sehr wohl auf den Unternehmenserfolg aus.

Außerdem wirkt ein Unternehmen, das sich stark für die Mitarbeiter einsetzt, auch attraktiv auf Bewerber. Gerade in Branchen, die von dem Fachkräftemangel betroffen sind, ist dies ein wichtiger Punkt, da man sich so von der Konkurrenz abheben kann. Auch Mitarbeiterbindung ist ein Argument für Feelgood Management. Denn wenn Mitarbeiter lange im Unternehmen bleiben, profitiert auch dieses davon. Zum Beispiel kann das zeitaufwendige Einarbeiten neuer Mitarbeiter eingespart werden, wenn wenige Wechsel stattfinden.

Was sind die Aufgaben eines Feelgood Managers?

Der Feelgood Manager sorgt dafür, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen und die Arbeitsatmosphäre angenehm ist. Doch wie genau macht er das eigentlich? Folgende Aufgaben können in seinen Tätigkeitsbereich fallen:

  • Mit Mitarbeitern Gespräche führen/ Rat geben
  • Vermittler zwischen Mitarbeiter und Geschäftsführung
  • Konflikte lösen
  • Events organisieren
  • Interne Maßnahmen mit der Geschäftsführung abstimmen und umsetzen

Fünf Tipps für ein besseres Arbeitsklima

Tipp 1: Auch im digitalen Zeitalter: Kommunizieren Sie persönlich

Eine der wenigen Dinge, die sich auch aufgrund der Digitalisierung nicht ändern: Persönliche Kommunikation bleibt sehr wichtig für eine positive Arbeitsatmosphäre. Denn sie stärkt zum einen die sozialen Beziehungen untereinander, zum anderen lassen sich dadurch unnötige Missverständnisse vermeiden. Es passiert nämlich oft, dass aufgrund mangelnder Kommunikation Fehler passieren. Wer viel miteinander spricht, vermeidet dies eher.

Außerdem macht es mehr Spaß, Projekte gemeinsam mit Kollegen zu erarbeiten und direkt Feedback zu bekommen. Das stärkt auch den Zusammenhalt im Team. E-Mails oder Messenger-Nachrichten sind schnell verschickt, aber sie sind unpersönlich und behindern den Kommunikationsfluss. In einem direkten Gespräch sind Rückfragen nämlich sofort möglich. Das spart Zeit ein. Vor allem bei Problemen sollte immer das direkte Gespräch gesucht werden. In E-Mails können Inhalte zudem falsch verstanden werden. Das kann Stress verursachen und eine gedrückte Stimmung im Unternehmen verstärken.

Tipp 2: Führen Sie gemeinsame Rituale im Unternehmen ein

Gemeinsame Rituale können eine enorme Wirkung haben. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ob der gemeinsame Gang der Abteilung zum Dönermann an jedem Donnerstag, der dann man eben zum Dönerstag umgetauft wird, oder dass jeden Morgen ein Witz erzählt wird. Gemeinsame Rituale können die Stimmung auflockern und für eine positive Atmosphäre sorgen.

Auch die Geschäftsführung kann Rituale einführen, die den Mitarbeitern Spaß bereiten. Zum Beispiel Meetings im Stehen veranstalten – so tut man auch noch etwas für die Gesundheit – oder im Sommer einmal die Woche Eis an die Belegschaft verteilen.

Tipp 3: Führungskräfte sollten Ihre Rolle als Vorbild nutzen

Wenn der Chef unfreundlich und unhöflich ist, dann wirkt sich das mit Sicherheit auf das Arbeitsklima aus. Wenn er aber ein freundschaftliches Miteinander pflegt, dann machen es die Mitarbeiter vermutlich auch. Führungskräfte sind Vorbilder. Sie können die Unternehmenskultur beeinflussen. Aber nicht, indem sie ein freundliches Miteinander befehlen, sondern indem sie es selbst leben und den anderen zeigen, wie es geht.

Sie sollten also auch mal informelle Gespräche mit den Mitarbeitern führen, ein paar Witze machen und freundlich grüßen am Morgen oder bei Feierabend. Die Mitarbeiter machen es mit Sicherheit bereits nach kurzer Zeit ähnlich.

Tipp 4: Führen Sie eine positive Fehlerkultur ein

Fehler passieren, denn sie sind menschlich. Geben Sie auch den Mitarbeitern das Gefühl, dass bei einem Fehler nicht die Welt unter geht. Das funktioniert mit einer positiven Fehlerkultur. Es heißt nicht, dass Fehler unter den Teppich gekehrt und vertuscht werden sollen. Sie können durchaus thematisiert werden, aber nicht, um jemanden an den Pranger zu stellen, sondern um Lösungen zu finden. Fehler sollen so als Teil der Arbeit zugelassen werden.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch eine wertschätzende Feedbackkultur. Lobendes Feedback ist wichtig für die Motivation. Auf Kritik sollte aber keinesfalls verzichtet werden, denn nur so kann sich ein Unternehmen verbessern. Aber der Ton macht die Musik. Die Kritik sollte stets sachlich und respektvoll formuliert sein.

Tipp 5: Stellen Sie nicht die materiellen Dinge an die erste Stelle.

Achtung, das ist eine Falle: Viele Arbeitgeber denken, dass Sie die Arbeitsatmosphäre verbessern, wenn Sie materiell aufrüsten. Sie schaffen zum Beispiel einen Kickertisch für sportliche Pausen, moderne Kaffeemaschinen oder andere Dinge an in der Hoffnung, dass sie die Mitarbeiter so zufrieden stellen. Natürlich tragen diese Maßnahmen zu einer Aufwertung der Arbeitsatmosphäre bei. Aber meistens reichen sie nicht aus.

Denn das Zwischenmenschliche ist immer wichtiger als materielle Dinge. Wenn es ungelöste Konflikte zwischen dem Chef und den Mitarbeitern gibt, dann lassen sich diese kaum mit einem materiellen Gegenstand lösen. Deswegen sollten Kommunikation und die Beziehung zwischen Chef und Mitarbeiter immer an erster Stelle stehen. Ist die Beziehung aber bereits gut, dann können materielle Dinge sie natürlich auch noch verbessern.

Wer ist verantwortlich für eine gute Arbeitsatmosphäre?

Es gibt zusammenfassend vieles, das man tun kann, um für ein positives Arbeitsklima zu sorgen. Auf der anderen Seite kann es aber auch schnell zu Unstimmigkeiten und Problemen kommen. Hier hilft ein Feelgood Manager und vermittelt zwischen verschiedenen Parteien. Außerdem kann er Lösungen zur Verbesserung vorschlagen und in die Wege leiten. Trotzdem ist es nicht die alleinige Aufgabe des Feelgood Managers, für eine gute Arbeitsatmosphäre zu sorgen. Denn genau genommen ist das eine Aufgabe der gesamten Belegschaft. Vor allem der Führungskräfte. Sie alle müssen sich bemühen, ihre Kollegen zu respektieren und wertzuschätzen sowie versuchen, jederzeit mit ihnen offen zu kommunizieren. Nur so entsteht langfristig eine gute Arbeitsatmosphäre, in der sich alle wohlfühlen.

Bild: Theresa Müller
Theresa Müller (7 Artikel)

Theresa Müller hat Journalismus im Bachelor und Kommunikationsmanagement im Master in Bielefeld studiert. Bereits während des Studiums war sie für Tageszeitungen, Zeitschriften und in verschiedenen Online-Redaktionen als freie Mitarbeiterin tätig. Auch sammelte sie bereits Erfahrungen im Marketing- und PR-Bereich. Nun arbeitet sie als Online-Redakteurin und verfasst für karrieretipps.de Artikel rund um die Themen Berufsstart, moderne Jobwelt und Büroknigge. Schreibt sie mal gerade nicht, dann ist sie oft im Reitstall anzutreffen - hoch oben im Sattel.

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