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Diese 5 Auswirkungen hat Ihre Überpünktlichkeit bei der Arbeit

Diese 5 Auswirkungen hat Ihre Überpünktlichkeit bei der Arbeit
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Tanja Tänzer am 31.01.2018 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. 1. Überpünktlichkeit beim Vorstellungsgespräch
  2. 2. Überpünktlichkeit löst Stress aus
  3. 3. Überpünktlichkeit fördert Unmut bei den Kollegen
  4. 4. Überpünktlichkeit macht einen unwichtig
  5. 5. Überpünktlichkeit schadet einem selbst
  6. Fazit

Pünktlichkeit ist eine Tugend, die in Deutschland einen hohen Stellenwert hat. Pünktlich zu sein bedeutet, dass man sich auf den anderen verlassen kann und zeigt eine gute Selbstorganisation. Wer zu spät kommt, den bestraft bekanntermaßen das Leben. Aber nicht nur das Zuspätkommen, sondern auch Überpünktlichkeit können einem Steine in den Weg legen, wenn es um die berufliche Zukunft geht.

Überpünktlichkeit erscheint auf den ersten Blick sehr sinnvoll: Schließlich haben Sie eine Menge Zeit, um rechtzeitig am vereinbarten Ort zu sein. Die freie Zeit, die Sie zur Verfügung haben, können Sie bestenfalls nutzen und sich auf das Gespräch oder Meeting vorbereiten.

Dennoch hat Überpünktlichkeit einen negativen Beigeschmack. Welche Folgen das haben kann, zeigt Ihnen der nachfolgende Artikel. Darin finden Sie 5 konkrete Auswirkungen der Überpünktlichkeit, die Sie beim Chef und den Kollegen schlecht dastehen lassen. Außerdem wird Ihnen gezeigt, wie Sie das vermeiden können.

1. Überpünktlichkeit beim Vorstellungsgespräch

Das Zuspätkommen beim Vorstellungsgespräch ist ein absolutes No-Go. Der Personalchef sieht darin eine Unzuverlässigkeit und das Nichteinhalten einer Abmachung.

Die Pünktlichkeit ist sehr wichtig und spielt eine große Rolle beim Vorstellungsgespräch. Aus diesem Grund sollten ca. 2 Stunden mehr Fahrzeit eingeplant werden. Melden Sie sich jedoch nicht sofort beim Empfang, sondern vertrösten Sie sich die Zeit in einem Café, wo Sie Ihre Unterlagen noch einmal durchgehen und sich auf das Gespräch vorbereiten. Erscheinen Sie nach Möglichkeit zur vereinbarten Uhrzeit; am besten auf die Minute genau. Denn die Personaler könnten den Eindruck gewinnen, dass Sie den ganzen Tag Leerlauf haben und dass Sie Ihre Zeit nicht sinnvoller zu nutzen wissen. Außerdem geraten die Personalchefs unter Druck, wenn Sie bereits 30 Minuten zu früh erscheinen. Das hinterlässt einen negativen Beigeschmack.

2. Überpünktlichkeit löst Stress aus

Sind Sie jeden Morgen überpünktlich auf der Arbeit oder als Erster im Besprechungsraum? Diese eigentlich positiv gemeinte Art und Weise verläuft schon bald ins Negative. Sie hetzen sich selbst ab, um die Termine pünktlich zu schaffen und konzentrieren sich nicht auf den Verkehr oder auf die momentane Aufgabe. Unter Umständen kann das schwere Folgen wie z. B. einen Verkehrsunfall haben. Durch den selbst aufgebauten Stress fühlen Sie sich jeden Tag müde und angespannt.

Der Stresspegel steigt stetig an, der bei den Kollegen nicht unbemerkt bleibt. Mit dieser Überkorrektheit lösen Sie nicht nur bei sich selbst Stress aus. Sie stecken damit auch Ihre Kollegen an, die in Stress geraten und von ihren Aufgaben abgelenkt sind. Das führt zu Unruhen im Team, die auf Sie zurückzuführen sind. Versuchen Sie daher, pünktlich zu erscheinen und sich nicht abzuhetzen. Stellen Sie sich einen Timer oder richten Sie sich eine Erinnerungsmail ein. Gehen Sie jeden Morgen die Termine durch und versuchen, den Tagesplan danach auszurichten. Nach der Mittagspause überprüfen Sie, wie weit Sie vorangeschritten sind und welche Termine noch anstehen. Vermeiden Sie es, die Kollegen auf die Uhrzeit hinzuweisen oder gar zu belehren. Das könnte sich auf das Verhältnis zu den Kollegen negativ auswirken.

3. Überpünktlichkeit fördert Unmut bei den Kollegen

Haben Sie die Angewohnheit, überpünktlich zu erscheinen? Dann ist es ratsam, dass Sie diese Angewohnheit bei der Arbeit ablegen. Das Verhalten bleibt nicht unbemerkt: Schnell gelten Sie als überkorrekt, karrieregeil oder streberhaft. Sind Sie z. B. stets als Erster im Besprechungsraum, könnte das den Eindruck erwecken, als würden Sie Pluspunkte beim Chef sammeln wollen. Damit ziehen Sie ungewollt die Aufmerksam auf sich und ernten am Ende des Tages Spott und Hohn der Kollegen. Zudem erweckt es den Eindruck, als hätten Sie keine Aufgaben zu erledigen. Aus diesem Grund ist es ratsam, zuerst die Vorgesetzten in den Raum zu lassen und erst danach gemeinsam mit den Kollegen einzutreten. Glänzen Sie nicht mit Überpünktlichkeit, sondern bringen Sie sich durch eine gute Leistung, Ideen und Engagement hervor. Dieses Verhalten gilt als vorbildlich und führt dazu, dass Sie die Karriereleiter hinaufklettern.

4. Überpünktlichkeit macht einen unwichtig

Eine alte Redensart behauptet: Sei clever, mache dich rar! An dieser Redewendung ist im Falle der Überpünktlichkeit etwas dran: Denn sind Sie immer auf Abruf bereit, lässt Sie das uninteressant erscheinen. Die Kollegen und der Chef können sich zwar auf Sie verlassen, rechnen aber immer mit Ihrer Übereifrigkeit. Das erweckt den Eindruck, als seien Sie leicht zu beeinflussen. Dadurch wird Ihnen keine Selbstorganisation zugeschrieben und Sie erhalten die schwierigen oder langweiligen Aufgaben, die keiner erledigen möchte. Steht also wieder ein Team-Meeting an, seien Sie nicht der oder die Erste im Meetingraum. Erzählen Sie den Kollegen beim Betreten des Raums, dass Sie noch eine Aufgabe erledigt oder mit einem wichtigen Kunden telefoniert haben. Das zeigt, dass Sie multitaskingfähig sind, denn Sie haben eine Aufgabe beendet und es trotzdem rechtzeitig zum Meeting geschafft.

5. Überpünktlichkeit schadet einem selbst

Nicht nur die Kollegen machen Sie mit Ihrer Überpünktlichkeit nervös. Dieses Gefühl der Überkorrektheit artet in Stress aus. Sind Sie mit den Aufgaben noch nicht fertig, bevor ein Termin ansteht, kommen Sie ins Straucheln und schauen jede Minute auf die Uhr. Dadurch können Sie sich nicht mehr auf die vorliegende Aufgaben konzentrieren, sondern denken nur noch ans Pünktlichsein. Mit diesem Stressfaktor, den Sie sich selbst aufbauen, verschwenden Sie also wertvolle Zeit, in der Sie Ihrem Arbeitgeber gute Resultate liefern könnten. Dabei könnten Sie sich von Ihrer fleißigen Seite zeigen, die ebenso wichtig wie Pünktlichkeit ist.

Ein anderes Beispiel für Zeitverschwendung ist das zu frühe Erscheinen auf der Arbeit: Gibt es keine Stechuhr oder Gleitzeit in Ihrem Büro und Sie schlagen jeden Morgen rund 15 Minuten zu früh auf, verlieren Sie wertvolle Lebenszeit. Kommt der Bus z. B. so ungünstig, dass Sie immer zu früh im Büro ankommen, können Sie mit dem Chef eine Vereinbarung treffen. Dafür könnten Sie z. B. 15 Minuten eher gehen oder diese als Überstunden anrechnen.

Fazit

Überpünktlichkeit ist eine gut gemeinte Angewohnheit, die allerdings Probleme bereiten kann. Der vorliegende Artikel hat Ihnen 5 konkrete Auswirkungen aufgezeigt, die Ihr Verhalten negativ beeinflussen.
Überpünktlichkeit schadet Ihnen also, da:

  • es beim Vorstellungsgespräch nicht gut ankommt
  • es Stress bei Ihnen und Ihren Kollegen auslöst
  • es Unmut bei den Kollegen fördert
  • es Sie unwichtig erscheinen lässt
  • Sie sich nicht auf Ihre Aufgaben konzentrieren können

Versuchen Sie, diese Angewohnheit zu vermeiden und sich und andere nicht zu stressen. Andernfalls kann es sein, dass die Kollegen hinter Ihrem Rücken tuscheln und Sie als karrieregeil oder Streber bezeichnen. Ihre Überpünktlichkeit führt dazu, dass Sie sich unbeliebt machen. Das bleibt auch Ihrem Vorgesetzten nicht unbemerkt, der Ihnen weniger zutraut.

Die aufgeführten Tipps in diesem Artikel werden Ihnen dabei helfen, nicht mehr überpünktlich zu sein. Das sorgt für ein gutes Arbeitsklima und ein positives Feedback bei Ihrem Vorgesetzten.

Bild: Tanja Tänzer
Tanja Tänzer (52 Artikel)

Tanja Tänzer hat Medien- und Kommunikationsmanagement an der Mediadesign Hochschule in Berlin studiert. Während Ihres Studiums hat sie bei verschiedenen Internetunternehmen im Bereich Content Management und Redaktion gearbeitet. Seit kurzem unterstützt Sie das Team von karrieretipps.de mit täglich knackig frischen News und Artikeln für unsere Leserschaft.

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