- Mitarbeitersuche im digitalen Zeitalter
- Social Media Recruiting
- Big Data – Der neueste Recruiting Trend
- Fazit: Die neusten Recruiting Trends
Wie können Firmen gut ausgebildete Mitarbeiter finden? Welche Strategien und Maßnahmen gibt es, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und sich die Top Talente von Morgen zu sichern?
Der Wettkampf um talentierte Nachwuchskräfte wird immer härter: Denn nicht alle Arbeitnehmer schaffen es, die rasanten Entwicklungen der modernen Jobwelt mitzugehen. Ambitionierte Unternehmen müssen daher schnell sein, um hochqualifizierte Arbeitnehmer nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Die Recruiter von Heute müssen sich etwas einfallen lassen um die besten Fachkräfte zu gewinnen. Und dies branchenübergreifend: Alle Unternehmen stehen nun vor der Herausforderung, sich den Veränderungen anzupassen und zu einer digitalen Talentsuche umzuschwenken. Hier erfahren Sie, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Suche nach neuen Mitarbeitern hat.
Mitarbeitersuche im digitalen Zeitalter
Die Digitalisierung stellt viele Personalbeschaffer zwar vor eine große Herausforderung, doch bringt sie auch viele Vorteile: Früher erreichte man mit einer Stellenanzeige in einer Tageszeitung nur eine geringe Reichweite, nämlich nur diejenigen, die sich diese Zeitung kauften. Mit Internetstellenbörsen können nun deutschlandweit talentierte Fachkräfte rekrutiert werden. Ein großer Fortschritt. Doch nicht immer freuen sich die Firmen über den Eingang tausender Bewerbungsunterlagen. Sie suchen gezielt nach dem einen Spezialisten. So ein Top Talent aus einer Flut an Bewerbungen herauszufiltern ist aber gar nicht so einfach. Daher müssen neue Strategien her. Das moderne Zeitalter macht es möglich: Dank Big Data und Social Media Recruiting sind gezielte Ansprachen von potenziellen Kandidaten möglich. Hier gibt’s die Infos:
Social Media Recruiting
Online-Jobbörsen haben den Grundstein für eine neue, digitale Mitarbeiterrekrutierung gelegt. Jetzt ziehen die Sozialen Medien nach: Denn Unternehmen und Fachkräfte können sich nun ganz anders in Verbindung setzen. Nicht immer muss der Kontakt nämlich vom Bewerber ausgehen: Jetzt meldet sich eine Firma bei einem Angestellten und versucht diesen aktiv zu rekrutieren.
Mit Social Media Recruiting zielt man auf eine direkte Ansprache von passenden Kandidaten. Das kann via klassischen Karriere-Netzwerken wie Xing oder LinkedIn geschehen, aber auch über vermeintlich „private“ Netzwerke wie Facebook oder Twitter. Dadurch gestaltet sich die Mitarbeitersuche wesentlich aktiver. Firmen stellen nicht mehr nur eine Stellenanzeige ins Internet, sondern bemühen sich zusätzlich noch darum, dass ihr Jobangebot auch in den sozialen Medien wahrgenommen wird. Gleichzeitig können diese, wann immer sie einer hochqualifizierten Fachkraft begegnen, diese direkt anschreiben und ins Unternehmen einladen.
Die Wahl des Netzwerkes spielt ebenfalls eine zentrale Rolle bei Headhuntern. Man muss die Fachkräfte eben genau da ansprechen, wo diese sich tummeln. Wer nach einem kreativen Kopf für die Werbeabteilung sucht, kann sich bei der Talentsuche in Marketing-Foren begeben oder Fachmessen besuchen. Braucht das Unternehmen einen neuen Entwickler, so empfiehlt sich beispielsweise der regelmäßige Besuch einer der vielen Entwickler-Plattformen im Netz. Dort kann man sich ganz unverbindlich zu einem Mittagessen treffen und schauen, ob eine Zusammenarbeit im Interesse beider Parteien liegt.
Ebenfalls möglich: Karriere-Webseiten zu erstellen, die wie Online-Werbung funktionieren: Sie lesen Cookies und sammeln Informationen, um dem User maßgeschneiderte Jobangebote zu empfehlen. Anstatt am Rand einer Website Werbung für präferierte Produkte angezeigt zu bekommen, erhalten hochqualifizierte Fachkräfte personalisierte Jobangebote. Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Personalbeschaffung sind somit besonders vielfältig und ermöglichen eine zielgerichtete Ansprache von Wunsch-Kandidaten.
Big Data – Der neueste Recruiting Trend
Bei der Suche nach neuen Mitarbeitern im digitalen Zeitalter gehen die Unternehmen noch einen Schritt weiter. Die nächste große Entwicklungsstufe in Punkto digitale Talentsuche lautet Big Data. Hierbei helfen Algorithmen den Unternehmen dabei, den perfekten Mitarbeiter zu finden.
Aber nicht nur bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften kommt Big Data zum Einsatz, sondern auch, wenn es darum geht, diese langfristig zu binden. So konnte beispielsweise ein großes Callcenter seine Mitarbeiterfluktuationsrate um etwa 50% reduzieren, nachdem es fleißig Daten auswerten ließ. Konkret wurde in diesem Fall herausgefunden, dass besonders wissbegierige Menschen mit viel Berufserfahrung eher dazu geneigt waren, das Unternehmen zu verlassen und sich einen neuen Job zu suchen. Mit der Rekrutierung nicht so wissbegieriger und neugieriger Menschen konnte dieses Problem in der Mitarbeiterbindung enorm verbessert werden.
Die digitalisierte Bewerbersuche verändert also auch die Kriterien, auf die bisher bei der Auswahl von Bewerbern geachtet wurde: Zeugnisnoten interessieren kaum noch, dafür viel mehr die Ergebnisse von elektronischen Persönlichkeitstests. Eigenschaften wie Effizienz, Kreativität und Stressresistenz werden geprüft und interessieren die Recruiter weitaus mehr als das Abiturzeugnis, welches bereits fünfzehn Jahre alt ist. Wie man an die Daten kommt? Dafür verwenden die Firmen spezielle Programme oder lassen sich diese Daten von Dienstleistungsfirmen liefern. Ein Beispiel dafür, wie man anhand von Big Data an Informationen über die Persönlichkeit von Kandidaten gelangt, zeit ein Projekt aus dem Silicon Valley:
Kognitionsforscher, Spieltheoretiker, Neurologen und Statistiker haben im Team ein Computerspiel entwickelt. Bewerber für einen Job haben dieses gespielt. Darin mussten Entscheidungen getroffen, unter Zeitdruck Prioritäten gesetzt, aber auch aus Fehlern gelernt werden. Es ging also um genau die Kompetenzen, die man auch für den Job gebraucht hat. Aus den „Spiel-Ergebnissen“ konnten Daten ausgewertet werden, die konkrete Aussagen über die Produktivität oder Leistungsbereitschaft eines Bewerbers machen konnten.
Fazit: Die neusten Recruiting Trends
Nicht nur die Jobsuche seitens der Bewerber hat sich durch die Digitalisierung enorm verändert. Auch die Rekrutierung von Mitarbeitern steht einem großen Wandel bevor. Wo die Jobsuche leichter wird, wird die Suche auf der Unternehmens-Seite zeitaufwendiger. Doch die viele harte Arbeit lohnt sich. Denn auch wenn es mühsam ist: Wer gute Mitarbeiter findet und es schafft, diese langfristig zu binden, der hat dadurch auch messbar mehr Erfolg und stellt die Weichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung für sein Unternehmen.