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Die 7 größten Karriere-Irrtümer: Diese Fehler sollten Sie im Job unbedingt vermeiden

Die 7 größten Karriere-Irrtümer: Diese Fehler sollten Sie im Job unbedingt vermeiden
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Jana F. am 07.01.2016 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. 1. Sie zeigen mehr Engagement als andere
  2. 2. Sie sind für Vorgesetzte und Kollegen immer erreichbar
  3. 3. Sie sind der/die Beste auf Ihrem Gebiet
  4. 4. Sie denken: gute Leistung wird irgendwann mit einer Beförderung belohnt
  5. 5. Sie denken: Wer nicht belohnt wird, muss härter arbeiten
  6. 6. Sie denken: Auslandserfahrungen steigern die Karrierechancen
  7. 7. Sie sind ein Ja-Sager

Sie sind ein hochmotivierter Mitarbeiter mit großen Ambitionen? Der Karriereplan steht und nun warten Sie auf eine Beförderung? Doch Vorsicht: Tappen Sie nicht in die gleichen Fallen, wie schon viele vor Ihnen. Eine erfolgreiche Karriere hat nämlich viel mit der eigenen Einstellung zum Job zu tun. Wenn Sie also überzeugt davon sind, dass Sie genau der oder die richtige für einen Platz in der Chefetage sind, dann sollten Sie die folgenden Karriere-Irrtümer unbedingt vermeiden!

1. Sie zeigen mehr Engagement als andere

Sie sind morgens der/die erste im Büro? Und wenn alle Feierabend machen bleiben Sie noch ein bisschen? Wer meint, er müsse regelmäßig Überstunden leisten, um die Karriereleiter raufzuklettern, der irrt sich. Mehr Zeit im Büro bedeutet nicht gleich, dass Sie bessere Leistungen erzielen als andere Mitarbeiter, die pünktlich Feierabend machen. Diesem Karriere-Irrtum können Sie entgehen: Effizienz ist hier das richtige Stichwort. Gehen Sie mit Ihrer Arbeitszeit effizienter um, und vermeiden Sie es, lange Arbeitszeiten mit Produktivität und Engagement gleichzusetzen. Der Mensch ist nun mal keine Maschine und kann nicht zehn Stunden am Stück konzentriert arbeiten. Setzen Sie sich also nicht selbst unter unnötigen Stress indem Sie Ihre Freizeit opfern. Acht produktive Stunden im Büro machen Sie erfolgreicher als 10 unproduktive. Natürlich müssen Sie etwas Leisten, wenn Sie Karriere machen möchten, aber erzielen Sie Ihre Erfolge ganz effizient während der regulären Arbeitszeit. Ob Sie jetzt noch lange nach Ihrem Chef im Büro sitzen oder nicht, er wird davon vermutlich sowieso nie erfahren.

2. Sie sind für Vorgesetzte und Kollegen immer erreichbar

Das Smartphone macht es möglich. Bereits auf dem Heimweg checken besonders ambitionierte Mitarbeiter ihre E-Mails. Sie beantworten während des Abendessens kurze Anfragen, senden dem Kollegen eine SMS mit einer neue Idee, und während Sie bereits im Bett liegen, planen Sie Ihren Beitrag für das kommende Meeting. Jeder Anruf der Firma wird angenommen, und auch am Wochenende ist man immer erreichbar, falls irgendjemand noch eine Frage hat. So erreichen Sie in der Regel nur eines: Ein Burnout. Wenn Sie immer zur Stelle sind, dazu alle Aufgaben entgegen nehmen, die Ihnen auf den Tisch gelegt werden, bekommen Sie schnell den Stempel „Mädchen für alles“. Der Karriere-Irrtum Nummer zwei. Große Karrieresprünge erreichen Sie auf diesem Wege nicht. Seien Sie kompetent auf einem ganz bestimmten Gebiet und kümmern Sie sich nur um Ihre Aufgaben. Hier können Sie dann besonders gute Leistungen erbringen und zeigen, welchen Mehrwert Sie der Firma bescheren.

3. Sie sind der/die Beste auf Ihrem Gebiet

Karriere-Irrtum Nummer drei: Hüten Sie sich davor, ein sogenannter „Fachidiot“ zu werden. Konzentrieren Sie sich lediglich auf einen Schwerpunkt bei Ihren Aufgaben, dann wird man Ihnen auch nichts anderes zutrauen. Sie möchten Aufsteigen? Zeigen Sie Ihren Kollegen, dass Sie durchaus noch mehr auf dem Kasten haben. Bitten Sie um einen weiteren Aufgabenbereich, oder machen Sie einige Schulungen mit, die für Ihre Abteilung gar nicht gedacht sind. Anstatt ein „Fachidiot“ mit Tunnelblick werden Sie so zum Allrounder. Halten Sie sich dabei aber nur mit Aufgaben auf, die für Ihre Beförderung relevant sind. Übernehmen Sie keine Zuarbeiten oder die Unterstützung der Sekretärin. So zeigen Sie Engagement, ohne, dass man Ihre Leistungsbereitschaft ausnutzt. Anstatt das bereits erwähnte „Mädchen für alles“ wird man Sie aufgrund Ihrer Offenheit schätzen. Werden Sie zu einem kompetenten Arbeitnehmer, mit einem Blick über den Tellerrand.

4. Sie denken: gute Leistung wird irgendwann mit einer Beförderung belohnt

Leider ist das immer seltener der Fall. Wer der/die Beste ist, gleichzeitig aber auch unsichtbar, hat nichts von seinen Erfolgen. Das ist der nächste Karriere-Irrtum. Es kommt nämlich gar nicht darauf an, wie viel man leistet, sondern, wie viel der Vorgesetzte davon sieht. Hier lautet das Stichwort: Selbstmarketing! Gute Leistungen allein reichen nicht aus. Machen Sie Werbung für sich. Bescheidenheit ist zwar eine Tugend, jedoch eher für das Privatleben. Im Job müssen Sie zeigen was Sie drauf haben. Seien Sie stolz auf Ihre Erfolge und lassen Sie andere daran teilhaben. Wenn Sie auf eine Beförderung hoffen, dann kleiden Sie sich formeller, arbeiten Sie an Ihrer Kommunikation mit anderen. Stellen Sie die Qualitäten unter Beweis, die in Ihrer angestrebten Position vorausgesetzt werden. Zeigen Sie, welchen Nutzen Sie der Firma bieten. Bitten Sie Ihren Chef regelmäßig um ein Feedback-Gespräch und fragen Sie nach anspruchsvolleren Aufgaben. So signalisieren Sie Ihm Ihre Bereitschaft, sich mit der Firma weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen.

5. Sie denken: Wer nicht belohnt wird, muss härter arbeiten

Dies kann eine sehr ungesunde Lebenseinstellung sein und ist der Karriere-Irrtum Nummer fünf. Sie warten bereits eine lange Zeit auf eine Beförderung? Bevor Sie sich überarbeiten und zu viel zumuten, definieren Sie Ihre Ziele. Möchten Sie überhaupt, dass sich irgendwas ändert? Sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten über Ihre Ziele. Sind diese mit den Möglichkeiten in Ihrem Unternehmen nicht vereinbar, ist die Zeit gekommen, einen Jobwechsel in Erwägung zu ziehen. Bedenken Sie, Karriere bedeutet keinen Stillstand. Sie wollen die Karriereleiter hochklettern? Bietet Ihr Arbeitnehmer dafür keine Möglichkeiten, dann brauchen Sie auch nicht weiter hochmotiviert und voller Ambitionen Ihre Zeit und vor allem Ihre Energie zu vergeuden.

6. Sie denken: Auslandserfahrungen steigern die Karrierechancen

Egal, ob Sie während des Studiums im Ausland waren und sich nun mit ausgezeichneten Sprachkenntnissen schmücken, oder ob Sie an einen Unternehmensstandort in der Ferne versetzt werden: Die meisten Arbeitnehmer erhoffen sich davon bessere Chancen auf einen Karriereaufstieg. Hierin liegt der vorletzte Karriere-Irrtum. Leider werden viele sehr enttäuscht. Anstatt mit interkultureller Kompetenz und verhandlungssicheren Sprachkenntnissen zu punkten, geraten diese Mitarbeiter in Vergessenheit und bereuen den Schritt. Denn inzwischen haben sich andere Mitarbeiter als heiße Anwärter auf eine Beförderung qualifiziert. Diese haben in der Heimat Ihre Netzwerke gepflegt, ihre Position im Team etabliert und sind als feste Größe des Unternehmens gar nicht mehr wegzudenken. Daher unser Tipp: Überlegen Sie sich diesen Schritt gut und vereinbaren Sie mit Ihrem Vorgesetzten, inwieweit Auslandsaufenthalte Ihre Karriere in der Heimat fördern können.

7. Sie sind ein Ja-Sager

Im wöchentlichen Meeting leisten Sie in der Regel keinen Redebeitrag? Auf die Ideen Ihrer Kollegen reagieren Sie immer mit Zustimmung und Unterstützung? Auch dies ist ein Karriere-Irrtum: Wenn Sie denken, dass Sie sich auf diese Art und Weise bei allen beliebt machen, haben Sie vielleicht sogar recht. Doch Vorsicht: Denkt man von Ihnen, Sie haben keinen eigenen Standpunkt zu vertreten, schadet das eher Ihrer Karriere. Geben Sie ruhig Ihre Zustimmung, wenn es sich dabei um Ihre ehrliche Meinung handelt. Haben Sie allerdings eine bessere Idee als ein anderer in Ihrem Team, dann äußern Sie diese. Nur so werden Sie als kompetenter Gegenüber wahrgenommen. Zeigen Sie, dass auch Sie gute Ideen haben und zum Erreichen von Unternehmenszielen maßgeblich beitragen können.

Bild: Jana F.
Jana F. (128 Artikel)

Jana Fast ist studierte Sprachwissenschaftlerin und arbeitet derzeit als Online-Redakteurin bei der Ideenkraftwerk GmbH. Erfahrungen sammelte sie im Online-Recruitment einer Jobbörse, aber auch in einer Marketing-Agentur. Mit Fortbildungen in New York und einem Studium der Literatur in Spanien eignete sie sich interkulturelle Kompetenz und ein tieferes Sprachverständnis an.

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