- Persönliche Daten von Mitarbeitern: Der Mitarbeiterdatenschutz
- Die Daten Ihrer Kunden
- Welche Daten dürfen erhoben werden?
- Die Internetnutzung am Arbeitsplatz
- Sicheres Surfen im Web – Nützliche Tipps
- Der Umgang mit Spam
Das Thema Datenschutz spielt im Zeitalter der Digitalisierung eine zunehmend wichtigere Rolle. Big Data lautet das neue Stichwort. Gesammelt wird alles, was irgendjemandem irgendwann einmal von Nutzen sein könnte. Das ist gefährlich, vor allem, wenn es um die persönlichen Daten von Ihren Mitarbeitern oder Ihren Kunden geht. Hier erfahren Sie, was Sie über die Erhebung von Mitarbeiter- und auch von Kundendaten wissen sollten.
Gleichzeitig wird die Internetnutzung am Arbeitsplatz immer wichtiger. Auch hier hinterlassen Arbeitnehmer Ihre digitalen Fußabdrücke, und können auf Schritt und Tritt bei Ihren Aktivitäten im Netz ausgespäht werden. Auch hiervor sollte man sich schützen! Wir stellen Ihnen die besten Tipps und Tricks für sicheres Surfen im Netz vor, und liefern gleichzeitig ein paar Infos dazu, wie Sie die lästige Flut an Spam-Mails reduzieren können!
Persönliche Daten von Mitarbeitern: Der Mitarbeiterdatenschutz
Bereits bevor ein Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, werden schon erste Daten von diesem im System eines Betriebes gespeichert. Gleiches geschieht während eines Beschäftigungsverhältnisses. Jedes Unternehmen benötigt bestimmte persönliche Angaben ihrer Mitarbeiter. Diejenigen Daten, die für die Durchführung des Beschäftigungsverhältnisses benötigt werden, dürfen auch abgefragt werden. Dazu zählt zum Beispiel die Sozialversicherungsnummer, die Krankenkasse, aber auch der Familienstand oder die Anzahl der Kinder. Die Weitergabe von Personaldaten an Dritte ist nur dann möglich, wenn dies auch ausdrücklich im Arbeitsvertrag angegeben ist. Der Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts, sowie das Recht auf informelle Selbstbestimmung, stehen dabei immer im Vordergrund.
Die Daten Ihrer Kunden
Ein besonders verantwortungsvoller Umgang mit persönlichen Kundendaten kann etwas sein, dass Sie und Ihre Firma von der Konkurrenz abhebt. Vermitteln Sie diesen und auch in der Öffentlichkeit, dass Datenschutz ein zentrales Thema in Ihrem Unternehmen darstellt und Sie und Ihre Mitarbeiter hier besonders sensibilisiert sind. Wenn diese Botschaft über Ihre PR- oder Marketing-Abteilung in die Außenwelt kommuniziert wird, dann können Sie mit einer positiven Außenwirkung und mehr Vertrauen rechnen. Der verantwortungsbewusste Umgang mit Kundendaten kann bisherige Kundenbeziehungen stärken, und gleichzeitig neue Kunden generieren.
Welche Daten dürfen erhoben werden?
Alle Informationen, die Sie für die Bearbeitung eines Auftrages benötigen, dürfen nach § 28 Absatz 1 Satz 1 Ziffer 1 BDSG auch abgefragt werden. In der Regel umfasst dies den Namen, eine Adresse, sowie eine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen. Alles, was darüber hinaus geht, wie zum Beispiel das Geburtsdatum oder eine Email-Adresse, gelten bereits als „Extras“, die keinerlei Relevanz für die Durchführung des Auftrages haben. Wer diese Daten trotzdem erheben möchte, der muss eine spezielle datenschutzrechtliche Belehrung anfügen.
Wenn es den Vertragszweck erfüllt, dann dürfen Daten auch an Dritte weitergegeben werden. Sind Sie ein Reiseveranstalter, dann geben Sie die personenbezogenen Daten der Buchenden an die entsprechende Fluggesellschaft, sowie auch an das Hotel weiter. Sie handeln damit im Rahmen des Datenschutzgesetzes, denn alles was Sie tun, dient der Erfüllung des Vertrages. Hier gibt es allerdings noch eine wichtige Regel, die beachtet werden muss: Erfolgt eine Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte, dann muss diese dritte Partei auch ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass diese die Daten nicht außerhalb des genannten Vertrages verwenden darf.
Die Internetnutzung am Arbeitsplatz
Egal ob privat oder beruflich: Wer viel im Internet unterwegs ist, hinterlässt Spuren. Große datensammelnde Maschinen verfolgen und speichern alle Aktivitäten, denen ein Internetnutzer im World Wide Web nachgeht. Diese werden nicht nur von den Geheimdiensten der Welt, sondern vor allem auch von Unternehmen gespeichert, die anhand dieser Daten Kundenprofile erstellen. Diese werden dafür genutzt, maßgeschneiderte Werbung anzubieten und damit ihren Profit zu steigern. Besonders ärgerlich werden diese Praktiken, wenn die eigene Recherchearbeit dadurch behindert und verzerrt wird. Suchanfragen im Netz können verfälscht werden. Anstatt objektive Ergebnisse geliefert zu bekommen, erhält man ähnliche Seiten, auf denen man bereits unterwegs war. Damit die Arbeit im Internet aber nicht verfälscht wird, ist es gerade am Arbeitsplatz wichtig, sich darum zu kümmern, dass die persönlichen Daten im Netz nicht gespeichert und zu Werbezwecken verwendet werden.
Sicheres Surfen im Web – Nützliche Tipps
Damit nicht jegliche Aktivitäten im Internet verfolgt und gespeichert werden, können Sie eine Reihe von Dingen tun, um sich besser davor zu schützen. Für die Anwendung der folgenden Tipps und Tricks müssen Sie noch nicht einmal ein IT-Profi sein! Mit ein paar einfachen Handgriffen können Sie sich am Arbeitsplatz davor schützen, dass Ihre Sucheranfragen durchleuchtet werden und dadurch die Qualität Ihrer Arbeit deutlich verbessern. Zunächst sollten Sie einen der folgenden kostenfreien Add-ons in Ihrem Internetbrowser installieren:
Diese Programme ermöglichen es Ihnen, sich im Internet zu bewegen, ohne dabei Fußspuren für die Werbeindustrie und andere Datensammler zu hinterlassen. Das erste Add-on Ublock Origin hilft Ihnen dabei, die von Ihnen besuchten Webseiten frei von Werbung zu halten. HTTPS Everywhere sorgt dafür, dass nur noch Verbindungen zu verschlüsselten Seiten aufgebaut werden. Anstatt also auf die herkömmliche https-Seite zu gelangen, werden Sie gleich mit der verschlüsselten https-Seite verbunden. Auf diese Weise kann Ihr Surfverhalten nicht verfolgt werden. Das Programm Disconnect sorgt mit einem Tool dafür, dass man nicht auf Ihre persönlichen Daten im Netz zugreifen kann. Sie können mithilfe dieses Add-ons in Echtzeit sehen, wer auf Ihre Daten zugreifen möchte, und dies manuell erlauben oder nicht.
Ein weiterer wichtiger Tipp für sicheres Surfen im Web, vor allem im Job: Löschen Sie regelmäßig Ihren Browserverlauf, sowie Ihren Suchverlauf bei Google. Letzteres funktioniert so: Rufen Sie diese URL auf myaccount.google.com/intro/privacy und klicken Sie auf den Privatsphärecheck. Dort kann bestimmt werden, dass Suchanfragen künftig nicht mehr gespeichert werden. Vergessen Sie auch nicht, Cookies für Ihren Browser zu deaktivieren. Werden diese dann doch mal benötigt, weil eine bestimmte Webseite die Sie aufgerufen haben ansonsten nicht angezeigt werden kann, können Sie in Ihrem Browser einstellen, dass eine Ausnahme gemacht werden soll, und Cookies in diesem Fall doch aktiviert werden dürfen.
Der Umgang mit Spam
Bevor Sie morgens im Büro an die Arbeit gehen können, müssen Sie erst Ihren Posteingang von all dem Spam befreien, mit dem Sie täglich zugeschüttet werden? Spam-Mails sind nicht nur ärgerlich, sie vermindern auch die Produktivität am Arbeitsplatz. Um sich in Zukunft besser davor zu schützen, sollten Sie Folgendes probieren: Schauen Sie sich an, welche Filteroptionen Ihr eigener E-Mail-Dienst anbietet, und installieren Sie zusätzlich noch eine kostenfreie Filtersoftware wie beispielsweise Spampal. Ein weiterer Tipp: Regelmäßige Updates des Betriebssystems, mit dem Sie im Büro arbeiten, können ebenfalls dabei helfen, die Sicherheitsstandards hoch zu halten. Auch das Installieren weiterer Schutzprogramme wie eine Firewall kann die Flut an Werbemails eingrenzen. Minimieren Sie Ihren digitalen Fußabdruck, ob privat oder auch im Berufsleben, und freuen Sie sich auf ein ungestörtes und qualitativ besseres Surfen im Netz!
Quellen:
internetsociety.org | Ten Tips To Manage Your Digital Footprint
justcreative.com | 8 Tips To Effectively Manage Your Digital Footprint
pcworld.com | Online privacy tips: 3 ways to control your digital footprint