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Business-Dresscode: Das sollte Mann im Büro tragen!

Business-Dresscode: Das sollte Mann im Büro tragen!
© Tawan Jz | shutterstock.com
am 12.10.2018 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. Warum soll es ein Hemd sein?
  2. Der richtige Stoff für Ihr Hemd
  3. Ein Hemd mit Langarm oder Kurzarm?
  4. Hemden-Knigge: Die Sache mit der Länge
    1. So sitzt das Hemd richtig:
  5. Der Ärmelaufschlag: Welche Manschette ist die richtige Wahl?
    1. Die bekanntesten Manschettenformen:
      1. Die Sportmanschette
      2. Die Kombimanschette
      3. Die Doppelmanschetten
    2. Manschettenknöpfe: Die Qual der Wahl
    3. Den richtige Hemdkragen finden
      1. Bekannte Kragenformen

Im Büro tun es fast alle Männer: Sie tragen Hemd. Das Hemd ist fester Bestandteil der beruflichen Männerkleidung und ist bei einigen mehr, bei anderen weniger beliebt. Dabei verrät das Hemd nicht nur etwas über den Kleidungsstil und Geschmack, sondern auch einiges über den Typ Mann und seinen beruflichen Status. Für ein professionelles Auftreten im Berufsleben ist das Hemd am Mann in einigen Branchen kaum mehr wegzudenken. Es ist ein zentraler Bestandteil der männlichen Geschäftskleidung, dennoch wissen viele nicht, was das Hemd über seinen Träger verrät und welche Wirkung es hat. Für den richtigen Business-Dresscode müssen Sie bei Ihrer Hemdenwahl so einigesbeachten. 

Warum soll es ein Hemd sein?

Ob Berufseinsteiger oder beim Jobwechsel: Auch Männer stellen sich die Frage nach dem richtigen Outfit. Besonders in einigen Positionen und Branchen sind Hemd sowie Anzug und Krawatte ein Muss. Bekannte Branchen für das typische Business Outfit sind etwa Versicherungen und die Welt der Finanzen

Ob Sie sich jetzt in der Chefposition befinden oder noch am Anfang der Karriereleiter stehen, ein Hemd verleiht Ihnen Professionalität. Somit kann die passende Kleidung Türen öffnen, aber auch schließen. Giorgio Armani sagte mal:

„Kleide Dich nicht nach der Position, die Du inne hast. Kleide Dich nach der Position, die Du haben möchtest“.

Der richtige Stoff für Ihr Hemd

Ob nun bügelfrei, Maßhemden oder Hemden einer bestimmten Marken, mittlerweile können Sie Hemden mit den unterschiedlichsten Vorteilen erhalten. Doch bevor Sie sich für Form und Farbe entscheiden, sollten Sie sich auf einen Stoff festlegen und dabei sollten Sie sich merken, dass Baumwolle und Leinen Bestandteil hochwertiger Hemdenstoffe sind. Experten raten auf Hemden mit Kunstfasern zu verzichten, und das auch, wenn sich nur Anteile im Stoff befinden. Verzichten Sie bitte auf Kunstfasern, denn ein gutes Hemd besteht in der Regel aus mindestens 80 Prozent Baumwolle. Somit sehen diese Stoffe nicht nur billig aus, sie lassen Sie auch schneller schwitzen. Ein weiterer Fehlgriff für Ihr Business-Outfit wäre ein Hemd aus Seide, denn dieser Stoff ist ledeglich für Hemden in der Freizeit und am Abend gedacht.

Für Sportkleidungen sind Kunstfasern zwar optimal, aber in Hemden kleben Sie schnell auf der Haut und riechen unangenehm.Somit zählen zu den wichtigsten und häufigsten Stoffarten von Hemden Leinen und Baumwolle, die zusätzlich durch eine hochwertige Webetechnik, wie Oxford oder Fischgrat, überzeugen. Ebenfalls sollten Sie vor dem Kauf eines Hemdes auf den Hemdrücken schauen, denn dieser verrät einiges über die Qualität des Hemdes: Ist der Rücken etwas länger als die Vorderseite und finden Sie eine Rückenpasse handelt es sich in der Regel um ein gutes Hemd.

Ein Hemd mit Langarm oder Kurzarm?

Besonders im Sommer ist es eine vermeintliche Verlockung das Langarmhemd im Schrank zu lassen und die kurzarmige Variante anzuziehen. Das ist ein wahrer Stilfehler, denn Kurzarmhemden haben in der Geschäftsfeld nichts zu suchen. Ursprünglich stammt diese nämlich aus dem Sport. Natürlich bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie sich für ein kurzarmiges oder langarmiges Hemd entscheiden. 

Aber eine der größten und leider häufigen Stilsünden ist, wenn Sie über das kurzarmige Hemd ein Sakko tragen. Und ein Sakko gehört in der Regel zu einem vollständigen Business-Look dazu. Jedoch beweisen Sie mit dieser Kombination kein Händchen für den klassisch-eleganten Stil. Zusätzlich hat es einen weiteren unangenehmen Nebeneffekt: Das Kurzarmhemd lässt Ihren Schweiß ungehindert an den Armen in das Sakko gelangen, sodass Sie das Sakko nach jedem Tragen reinigen müssen. Hingegen schützt das Langarmhemd Ihr Sakko, tragen Sie zusätzlich ein eng anliegendes, weißes oder hautfarbenes T-Shirt mit V-Ausschnitt, kommt in der Regel noch weniger Schweiß durch. 

Extra-Tipp: Und auch die Frauenwelt ist von den Kurzarm-Trägern weniger begeistert: Eine Umfrage hat ergeben, dass Frauen ein hochgekrempeltes Langarmhemd sexy finden, hingegen wirkt ein Kurzarmhemd eher spießig. 

Hemden-Knigge: Die Sache mit der Länge

Ein weiterer schwieriger Punkt ist die Länge des Hemdes. Zwar sollte im Berufsalltag ein Kurzarmhemd vermieden werden, jedoch ist ein Langarmhemd in falscher Größe und Länge ebenfalls nicht Business tauglich. Ein schlecht sitzendes Hemd wirkt unordentlich und chaotisch. Hingegen verrät die passende Größe und Länge des Hemdes, ob Sie als Träger ein Auge fürs Detail haben. Bei vielen Sakkos von der Stange sind die Ärmel zu lang, um diese bei Bedarf an den Träger anzupassen und zu kürzen. Leider passiert die Anpassung sehr selten, sodass viele Anzugträger eine falsche Ärmellänge von Sakko und Hemd haben. Damit Sie prüfen können, ob das Hemd sitzt, sollten Sie einige Grundregeln beachten.

So sitzt das Hemd richtig:

  • Der Ärmel sollte locker bis zur Daumenwurzel reichen, auch bei angewinkeltem Arm. 
  • Die Manschette ragt rund einen Zentimeter aus dem Sakko-Ärmel heraus.
  • Wählen Sie eine einfache Manschette mit Knopf oder eine umgeschlagene Doppelmanschette mit Manschettenknöpfen (Umso festlicher und offizieller der Anlass, desto eher die Doppelmanschette).
  • Das Hemd darf nicht beim Bücken aus der Hose rutschen und sollte dementsprechend lang sein. Viele Marken und Hersteller bieten unterschiedliche Passformen an: Slim Fit ist optimal für sehr schlanke Männer; Tailor-Fit Hemden sind tailliert und sitzen bequem; Comfort-Fit Hemden sind ideal für stattliche Figuren, da sie weit geschnitten sind.
  • Bei vielen Business-Hemden ist die Knopfleiste sichtbar

Extra Tipp: Wählen Sie bitte niemals ein Hemd mit Brusttasche. Zwar ist die Tasche praktisch, sie spricht aber auch für wenig Eleganz und Formalität. Zusätzlich sollten Sie sich fragen, wofür Sie eine Brusttasche benötigen? Möchten Sie dort Stifte, Visitenkarten, Taschentücher oder gar Ihre Zigaretten verstauen? Wohl kaum, also können Sie auch direkt auf ein Hemd mit Brusttasche verzichten. 

Der Ärmelaufschlag: Welche Manschette ist die richtige Wahl?

Der Ärmelaufschlag ist im Volksmund eher als Manschette bekannt und kann mit entsprechenden Knöpfen verschönert werden. Ursprünglich wurde der Ärmelaufschlag bei starker Abnutzung beim Schneider ausgetauscht und erneuert, so musste nicht direkt ein neues Hemd her. Durch moderne Designs und neuen Manschettenformen bekommen der Ärmelaufschlag heute wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Die klassische Manschettenvariante hat zwei Löcher für einen modischen Manschettenknopf.

Besuchen Sie einen offiziellen oder feierlichen Anlass, dann sind die Doppelmanschetten immer die sicherste Wahl. Für den legeren Anlass und Büroalltag reicht die Kombimanschette aus. Der modebewusste Businessmann kann jederzeit die Ärmelaufschläge mit schlichten und edlen Manschettenknöpfen bestücken. 

Die bekanntesten Manschettenformen:

Die Sportmanschette

Diese Manschette ist die beliebteste und bekannteste Form und an jedem normalen Hemd zu finden. Überwiegend befindet sich an der Sportmanschette ein einzelner Knopf, jedoch gibt es auch Varianten mit zwei Knöpfen nebeneinander. Suchen Sie ein Hemd für den Alltag liegen Sie mit einer Sportmanschette genau richtig.

Die Kombimanschette

Dieser Ärmelumschlag wird auch als Wiener Manschette bezeichnet und kann bei vielen Gelegenheiten zum Einsatz kommen. So können Sie ein Hemd mit Kombimanschette auf Hochzeiten, aber auch bei einem Geschäftstermin oder Bewerbungsgespräch tragen. Der Grund für die Bezeichnung Kombimanschette kommt wohl daher, dass Sie die Manschette mit normalen Knöpfen schließen können, aber auch mit einem Manschettenknopf. Neben den beiden Knöpfen befindet sich ein zusätzliches Loch, welches Sie für ausgewählte Manschettenknöpfe nutzen können.

Die Doppelmanschetten

Bei dieser Manschenttenform handelt es sich um die klassischste und zugleich eleganteste Variante. Die Doppelmanschette wird einmal in Richtung Handgelenk umgeschlagen und mit einem Manschettenknopf geschlossen. Besonders bei Abendveranstaltungen und Events mit einem strengen Dresscode können Sie mit der Doppelmanschette nichts falsch machen. Haben Sie sich für eine besonders hochwertiges Hemd mit Doppelmanschette entschieden, kann es sein, dass Sie an der Knopfleiste zusätzliche Löcher haben, in welche Sie passende Knöpfe stecken können. So sind Knopfleiste und Manschette einheitlich. 

Manschettenknöpfe: Die Qual der Wahl

Mittlerweile gibt es unzählige Formen und Varianten von Manschettenknöpfen, in den unterschiedlichsten Farben und aus unterschiedlichen Materialien. Tragen sollten Sie die Manschettenknöpfe auf jeden Fall, wenn Sie ein Manschettenhemd anziehen. Zumal ein Manschettenhemd ohne entsprechende Knöpfe irgendwie unvollständig ist. 

Die einfachsten Modelle sind aus Plastik und mit einer Kordel umwickelt. Es gibt aber auch Manschettenknöpfe aus Edelstahl, Perlmutt oder versilbert. Vermutlich gibt es für jede Preisklasse passende Manschettenknöpfe. Jedoch sollten Sie als Business-Profi relativ hochwertige Manschettenknöpfe wählen, ansonsten könnten Sie die ganze Sache gleich lassen. Wenn Sie schon Manschettenknöpfe möchten, dann sollten Sie auch relativ gute auswählen.

Den richtige Hemdkragen finden

Vielleicht finden Sie es zunächst überflüssig, die Kragenform in die Hemdenwahl miteinzubeziehen. Jedoch ist es ein wesentlicher Bestandteil des Hemdes, der sich auf die Krawatte auswirkt und Ihre Gesichtsform mehr oder weniger gut betont. Bei der Wahl des Kragens ist die „Spreizung“ des Kragens das Hauptkriterium für Ihre Wahl. 

Zusätzlich hat der Winkel des Kragens die Bezeichnungen der jeweiligen Kragen-Typen beeinflusst, so gibt es etwa den Haifischkragen, den Kent-Kragen oder den Cutaway. Das zeigt, dass der Hemdkragen vielseitiger ist, als Sie vielleicht zunächst angenommen haben. Oft fallen den Hemdträgern diese unterschiedlichen Formen gar nicht auf. 

Bekannte Kragenformen

Zu den Klassikern gehört der Haifischkragen und der Kentkragen, denn mit beiden Varianten macht Mann kaum etwas falsch. Bei dem Haifischkragen stehen die Kragenschenkel sehr weit auseinander, somit ist der Kragen stark gespreizt. Ursprünglich war dieser Spalt für besonders breite Krawatten gedacht. Hingegen sind die Kragenschenkel des Kentkragen dichter zusammen, sodass dieses Hemd auch sehr gut ohne Krawatte und sogar etwas aufgeknöpft getragen werden kann.

Jedoch ist auch der Tab-Kragen ein gerne gesehener Kragen, welcher vor allem in den konservativen Kreisen oft getragen wird. Damit der Kragen nicht hochklappt, wird dieser mit Hilfe eines Stoffstegs und Druckknopfs eng zusammengezogen. Dadurch wird der Krawattenknoten zusätzlich angehoben und verstärkt. Einige Modeexperten behaupten, dass einige Kragen mit bestimmten Gesichtsformen und Halsstärken besser harmonieren, als mit anderen. So werden Kragen mit einem spitzen Spreizungswinkel für breite und runde Gesichter empfohlen, sodass das Gesicht optisch verlängert wird. Die logische Schlussfolgerung ist, dass Kragen mit weiter Spreizung schmale Gesichter verbreitert.

Sie sollten bei der Wahl Ihres Business-Outfits auf eine hochwertige Qualität achten und sich im besten Fall beraten lassen. In guten Männerbekleidungen treffen Sie in der Regel auf kompetente Mitarbeiter, die ihr Handwerk beherrschen, und Sie passend für jeden Anlass einkleiden. Sind Sie in einer Branche tätig, in der Hemd und Anzug an der Tagesordnung stehen, sollten Sie sich über die Investition in einen maßgeschneiderten Anzug nachdenken. Das Team von karrieretipps.de wünscht Ihnen gutes Gelingen bei der Wahl Ihres perfekten Business-Outfits!

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