- 8 Business Begriffe - Ein kleines Wörterbuch der Bürosprache
- 1. Was ist Benchmarking?
- 2. Haben Sie schon von Data Mining gehört?
- 3. Was versteht man unter Social Customer Relationship Management?
- 4. Was ist eine Balanced Scorecard?
- 5. Wie wirken Synergieeffekte?
- 6. Was bedeutet Best Practice?
- 7. Kennen Sie schon die Corporate Social Responsibility?
Business Slang: Floskeln, mit denen Sie im Büro besonders schlau klingen Aus den guten alten Berichtsheften werden Briefing Books, aus den einzelnen Aufgaben werden bullet points und das Anlernen neuer Mitarbeiter nennt sich nun Briefing. Denglisch, Abkürzungen und neue Wortschöpfungen dominieren das Arbeitsleben. Jede Woche scheinen neue Business Begriffe Einzug in unsere Büros zu halten. Wer da seine Vorgesetzten verstehen möchte, muss sich manchmal selbst zu helfen wissen. Zum Beispiel mit unserem kleinen Wörterbuch der Bürosprache. Lassen Sie sich nicht einschüchtern! Hinter so klug klingenden Aussagen wie: „Ich muss asap einen Call entgegen nehmen“ steckt auch nichts anderes als: „Ich gehe mal schnellstmöglich ans Telefon“. Um beim nächsten Meeting zu wissen, was die ein oder andere Floskel bedeutet, und welche Begriffe derzeit die Arbeitswelt erobern, hier 8 Business Begriffe, die Sie kennen sollten!
8 Business Begriffe - Ein kleines Wörterbuch der Bürosprache
1. Was ist Benchmarking?
Das Benchmarking hat nichts mit einer Bank zu tun, sondern bezeichnet ein Instrument der Wettbewerbsanalyse. Das Benchmarking ist der Vergleich zwischen den eigenen Produkten, Prozessen oder Sonstigem, mit denen der Marktführer. Damit soll systematisch diese Lücke hin zum Besten auf dem Gebiet geschlossen werden. Um dies zu erreichen werden Daten gewonnen und analysiert, Leistungslücken erkannt, deren Ursache festgestellt und anschließend Methoden und Konzepte erarbeitet, um die eigenen Prozesse oder Produkte zu optimieren.
2. Haben Sie schon von Data Mining gehört?
Data Mining entstammt dem Feld der künstlichen Intelligenz und meint das Erkennen, sowie die automatische Extraktion von Zusammenhängen, die in Daten gefunden werden. Damit ist diese Anwendung nicht nur dort relevant, wo es um künstlich Intelligenz geht, sondern auch in Firmen, die vor der Herausforderung stehen, mit großen Datenmengen umgehen zu müssen. Unter Anwendung von Data Mining lässt sich so beispielsweise herausfinden, welche Produkte in einem Online-Shop häufig zusammen gekauft werden, sodass man gleich eine weitere Kaufempfehlung sinnvoll platzieren kann. Man gräbt (mining ist ein englischer Begriff aus dem Bergbau) nach relevanten Daten, mit dem Ziel, Verbindungen herzustellen oder Trends zu erkennen.
3. Was versteht man unter Social Customer Relationship Management?
Das herkömmliche CRM dürfte bekannt sein. Doch was hat es mit dem Social Customer Relationship Management auf sich? Dieser Begriff meint das Kundenbeziehungsmanagement unter Einbezug der Sozialen Netzwerke. Mithilfe von Social Media Kanälen wie Twitter, Facebook, Youtube oder Xing kann viel direkter und schnell mit den Kunden kommuniziert werden. Durch diesen Dialog bietet das Unternehmen sowohl für sich selbst (Kundenbedürfnisse in Echtzeit erkennen, Kundenbindung durch persönliche Kommunikation aufbauen, etc.) als auch für den Kunden (schnelle Reaktionen bei Beschwerden, einfacher Weg um Fragen zu klären).
4. Was ist eine Balanced Scorecard?
Eine Balanced Scorecard ist eine Sammlung von Daten zu den Bereichen: Finanzen, Prozesse, Kunden, und Wachstum. Man versteht darunter also eine Kennzahlensammlung, die diese vier Bereiche aus der jeweiligen Perspektive betrachtet. Dieses Analyseinstrument ermöglicht somit eine bereichsübergreifende Betrachtung der Unternehmensziele. Die Balanced Scorecard basiert auf der Ursache-Wirkungs-Analyse und dient der Steuerung und Kontrolle der Unternehmensorganisation. Sie kann zusätzlich dafür verwendet werden, Managementsysteme einzurichten. Kurz: Jede Menge Zahlen, aus denen man einen Überblick über das große Ganze im Betrieb erhält.
5. Wie wirken Synergieeffekte?
Synergieeffekte bezeichnen ein positives Ergebnis, das durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Kräfte erzielt wird. Häufig meint man damit die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen an einem Produkt, um damit Kosten zu sparen. Es werden beispielsweise gemeinsame Ressourcen genutzt und auch die gemeinsamen Vertriebswege. Hier findet ein Zusammenspiel von Faktoren statt, die sich gegenseitig fördern. Der Gesamterfolg soll auf diese Weise höher sein als der Erfolg der einzelnen Teile. Synergieeffekte können auftreten, wo Unternehmen, die sonst auf unterschiedlichen Märkten zu Hause sind, zusammenarbeiten, oder auch bei einem Unternehmenszusammenschluss.
6. Was bedeutet Best Practice?
Dieser Begriff beschreibt die beste Art und Weise, mit der ein Unternehmensziel verfolgt werden kann. Damit ist immer die Methode oder der Prozess gemeint, der am effektivsten scheint, um eine Aufgabe zu bewerkstelligen. Wie Sie die Best Practice ermitteln können? Mit Benchmarking! Dabei kann man die Best Practice sowohl auf einen Teilbereich im Unternehmen, als auch als Ganzes für die Firma anwenden. Im Kern geht es also darum, Strukturen und Prozesse kontinuierlich zu verbessern, sodass man irgendwann den optimalen Weg dafür gefunden hat und nur noch diesen anwendet.
7. Kennen Sie schon die Corporate Social Responsibility?
Die Corporate Social Responsibility, auch CSR, meint die unternehmerische Gesellschafts- oder auch Sozialverantwortung. Hierunter versteht man verantwortliches Handeln, dass weiter reicht als es die gesetzlichen Forderungen anordnen. CSR befasst sich mit Nachhaltigkeit und ökologischem Handeln, mit dem Umweltschutz und mit Konzepten, die auf die Verantwortung des Unternehmens gegenüber der Gesellschaft zielen. Damit werden wiederum Ziele verfolgt wie eine positive Reputation, Vertrauen und Anerkennung seitens der Bevölkerung, aber auch eine höhere Kundenzufriedenheit.
Business Slang: Floskeln, mit denen Sie im Büro besonders schlau klingen
Zum Abschluss ein paar Redewendungen, mit denen Sie im Büro besonders schlau klingen. Dies ist vor allem für diejenigen Arbeitnehmer besonders hilfreich, die neu in einem Unternehmen sind und sich auf einmal so verständigen müssen, dass sie auch alteingesessene Büroangestellte verstehen. Die wichtigsten Business Begriffe haben Sie bereits kennengelernt. Hier ein paar Floskeln und deren Übersetzung:
„Etwas auf die short list setzen“: Klingt wichtig, bedeutet aber im Grunde nur, dass etwas in die engere Auswahl kommt.
„Es ist in der Pipeline“: Nein, dieser Ausdruck kommt nicht aus dem Baugewerbe, sondern ebenfalls aus dem Büro- und Business Alltag. Wenn etwas in der Pipeline ist, bedeutet dies, dass man gerade daran arbeitet. Das Projekt ist also noch in Bearbeitung. Und steckt nicht in einem Rohr fest.
„Einen slot haben“: Ein slot ist eine Spalte oder ein Schlitz. Wer einen Slot hat, redet nicht über eine eventuelle Zahnlücke, sondern darüber, dass man einen kleinen Zeitrahmen hat, in den man etwas oder jemanden reinschieben kann. Wie eine Aufgabe oder einen Termin.
„Einen Bereich forcieren“: Wenn ein Bereich forciert werden muss, meint man damit eigentlich nur, dass man sich mal wieder darum kümmern sollte. Ein schickes Wort um zu vertuschen, dass man hier etwas verschlafen hat und sich wieder intensiver kümmern sollte.
„Wir sollten diesen Vorschlag implementieren“: Implementieren hießt im Bürodschungel nichts anderes als dass man ein theoretisches Konzept oder einen Plan in der Praxis ausprobieren sollte. Anders gesagt: „Wir sollten implementieren“ könnte auch mit „wir sollten mal anfangen zu arbeiten“ übersetzt werden.