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Auf der nächsten Jobmesse souverän auftreten: So funktioniert's

Auf der nächsten Jobmesse souverän auftreten: So funktioniert's
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Jana F. am 14.12.2016 | 0 Kommentare
Inhalt:
  1. Die Vorbereitung auf die Jobmesse
  2. Mit Firmenvertretern in Kontakt treten - So funktioniert's
  3. Selbstpräsentation, Vorstellungsgespräch oder gemeinsamer Dialog?
  4. Bewerbungsunterlagen vorbereiten und mitbringen
  5. Thema Visitenkarte: Do oder Don't?
  6. Kleine Helfer für Zwischendurch
  7. Nach der Jobmesse: Bleiben Sie in Kontakt

In Deutschland finden jedes mehr als 200 Job- oder Karrierebörsen statt. Egal ob Sie als Young Professional auf der Suche nach dem perfekten Arbeitgeber für den Berufsstart sind, oder als erfahrene Fachkraft einen Jobwechsel in Erwägung ziehen und sich ein wenig umschauen möchten: Solche Messen sind die ideale Gelegenheit, um mit einem Unternehmen und deren Vertreter ins Gespräch zu kommen. Sie erfahren in ungezwungener Atmosphäre, auf welche Eigenschaften und Qualifikationen die Unternehmen bei ihren Mitarbeitern besonders viel Wert legen, welches Anforderungsprofil erwartet wird, aber auch, welche neuen Herausforderungen in dem neuen Job eventuell auf Sie zukommen könnten! Informieren Sie sich über Jobangebote, erweitern Sie Ihr berufliches Netzwerk und treten Sie mit Firmenvertretern in Kontakt. 

Für Jobmessen gilt: Der Erfolg hängt nicht vom Zufall ab, sondern von einer guten Vorbereitung. Das beginnt bereits Wochen vorher mit der Recherche zu den einzelnen Unternehmen und endet bei der Kleiderwahl am Tag der Messe. Hier die wichtigsten Tipps für die Vorbereitung auf eine erfolgreiche Jobmesse!

Die Vorbereitung auf die Jobmesse

Einige Monate oder Wochen vor Beginn der Messe wird ein Messeprogramm veröffentlicht. Darin können Sie sehen, welche Unternehmen mit einem Stand vertreten sein werden. Bei einigen Jobmessen können hier mehrere hundert Arbeitgeber vorzufinden sein. Alle davon persönlich kennenzulernen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Picken Sie sich daher gezielt Arbeitgeber aus, die Sie besonders interessieren und bei denen Sie sich eine Anstellung vorstellen könnten. In Ihrer Auswahl sollten nicht viel mehr als fünf Unternehmen landen. Denn für Jobmessen gilt: Klasse statt Masse. Führen Sie lieber fünf wirklich gute Gespräche, anstatt dreißig schlechte. Damit erleichtern Sie sich übrigens auch die Vorbereitung, denn Sie müssen sich lediglich über die Arbeitgeber informieren, die in Ihrer Top Five Liste gelandet sind. 

Überlegen Sie sich in einem zweiten Schritt, ob eine vorherige Kontaktaufnahme sinnvoll ist. Es kann nämlich sein, dass die Unternehmen, die in Ihrer Favoritenliste sind, auch bei anderen Kandidaten heiß begehrt sind. Bevor Sie an einem überlaufenem Messestand stehen und sich keinen Weg zu den Firmenvertretern durchbahnen können, sollten Sie in Erwägung ziehen, vorher einen Gesprächstermin für die Messe zu vereinbaren. Senden Sie dazu einfach direkt per Email, telefonisch oder über ein Karrierenetzwerk wie Xing oder LinkedIn eine Anfrage und bitten Sie um einen persönlichen Gesprächstermin während der Messe. 

Wie überall im Leben zählt auch hier der erste Eindruck. Daher ist auch die Kleiderwahl entscheidend. Je nach Branche sollten Sie den üblichen Dress-Code befolgen. Ein kleiner Tipp: Wenn Sie mit dem Auto oder mit dem Zug anreisen und lange Sitzen, dann ziehen Sie sich in den Waschräumen des Messegeländes um! Ansonsten wird Ihr Hemd oder Ihre Bluse von der langen Anfahrt bereits völlig zerknittert oder sogar durchgeschwitzt sein. 

Mit Firmenvertretern in Kontakt treten - So funktioniert's

Um sich am Messestand von Ihrer besten Seite zu präsentieren, glänzen Sie mit Know-how! Wenn Sie einen Vertreter der Personalabteilung davon überzeugen möchten, dass Sie ein geeigneter Kandidat für eine Festanstellung wären, dann sprechen Sie mit diesen doch über eine der folgenden Themen: Branchentrends, verschiedene Standorte des Unternehmens, Wachstumsfelder, allgemeine Business- oder Produkttrends, etc. Ein weiteres Themengebiet, dass Sie anschneiden können und auch sollten, bezieht sich auf das Arbeiten in Ihrem Wunschunternehmen. Stellen Sie Fragen zu den gewünschten Fähigkeiten, in welchen Abteilungen neue Mitarbeiter eingestellt werden, etc. Bevor Sie aber konkret nach offenen Stellen fragen, sollten Sie zuvor ein wenig Small Talk gehalten haben! Dies ist wichtig, um nicht mit der Tür ins Haus zu fallen und Sympathie aufzubauen. Je besser Ihr Gesprächspartner Sie kennt und Sie einschätzen kann, desto eher kann dieser auch einschätzen, ob die Firma ein Jobangebot für Sie haben könnte.

Selbstpräsentation, Vorstellungsgespräch oder gemeinsamer Dialog?

Bei Ihrer Kontaktaufnahme auf Jobmessen sollten Sie eines nicht vergessen: Es handelt sich nicht um ein Vorstellungsgespräch. Achten Sie darauf, nicht nur zu argumentieren und Ihre persönlichen Stärken vorzutragen. Schließlich sollte ein Dialog entstehen, und kein Selbstmarketing-Vortrag. Tipp für die Gesprächs-Reihenfolge: Starten Sie mit einem Unternehmen, dass nicht unbedingt Ihr Favorit auf der Liste ist. So können Sie das Gespräch schon einmal üben und wissen im Nachhinein für das nächste Gespräch, was Sie besser machen können. Ein weiterer Tipp: Stellen Sie sich einfach in die Menge und lauschen Sie den Gesprächen anderer Bewerber. Auf diese Weise finden Sie heraus, auf welche Art von Fragen der Firmenvertreter eher gelangweilt reagiert, und zu welchen Themen dieser voller Begeisterung etwas erzählt. Nutzen Sie diese Beobachtungen für die Gestaltung Ihres Gespräches mit diesem Ansprechpartner. 

Bevor Sie sich verabschieden, klären Sie, wie es weitergeht. Steht die Person, mit der Sie gerade sprechen, auch später für Nachfragen zur Verfügung? Wie können Sie diese am besten erreichen? Per E-Mail oder lieber telefonisch? Meldet man sich nach der Durchsicht Ihrer Kurzbewerbung bei Ihnen oder sollten Sie sich melden? Wenn beide Seiten besprochen haben, wie sie verbleiben, bedanken Sie sich für das aufschlussreiche und informative Gespräch und verabschieden Sie sich höflich. 

Bewerbungsunterlagen vorbereiten und mitbringen

Machen Sie sich die Mühe und verfassen Sie eigens für die Jobmesse ein paar Kurzbewerbungen. Diese sollte Ihre Stärken, Erfahrungen und Erfolge beinalten. Eine Kurzbewerbung enthält im Gegensatz zu einer herkömmlichen Bewerbung keine Arbeitsproben, Zeugnisse oder sonstige Anlagen. Sie besteht lediglich aus einem Anschreiben und einem Lebenslauf. Erstellen Sie für jedes Unternehmen, für das Sie sich interessieren, eine Kurzbewerbung. Für den Fall, dass Sie auch mit anderen Firmenvertretern ins Gespräch kommen, auf die Sie sich nicht vorbereitet haben, empfiehlt es sich eine allgemein gehaltene Kurzbewerbung dabei zu haben. Aber Achtung! Verwechseln Sie die Bewerbungsunterlagen nicht! Wenn Sie ein Arbeitgeber um Ihre Bewerbungsunterlagen bittet und Sie keine mehr dabei haben, wäre dies peinlich und Sie haben sich damit vielleicht eine gute Chance entgehen lassen. 

Thema Visitenkarte: Do oder Don't?

Visitenkarten sind ein heikles Thema. Wer sich nämlich auf einer Jobmesse aufhält, bezweckt damit ja eindeutig die Kontaktaufnahme und das Kennenlernen neuer potenzieller Arbeitgeber. Jedoch steht auf den Visitenkarten der ehemalige oder noch aktuelle Arbeitgeber. Ein Fettnäpfchen, dass peinlich werden könnte! Denn auf diese Weise präsentiert man sich nicht gerade als loyaler Arbeitnehmer! Wer noch keinen Job hatte und als Young Professional Kontakte für seinen Berufsstart sammeln möchte, könnte dagegen seine Visitenkarte verteilen. Doch Vorsicht: Wenn Sie einem Firmenvertreter bereits Bewerbungsunterlagen in die Hand gedrückt haben, dann ist keine Visitenkarte mehr nötig, denn Ihre Kontaktdaten stehen ja bereits in Ihren Bewerbungsunterlagen.

Kleine Helfer für Zwischendurch

Messegelände sind von Natur aus groß. Bänke oder Stühle sind in der Regel Mangelware. Sie werden vermutlich weite Strecken laufen, um von Firma A zur Firma B zu gelangen. Bringen Sie aus diesem Grund bequeme, aber dennoch schicke, Schuhe mit. Auch Pflaster können nicht schaden, sollten Sie sich doch eine Blase gelaufen haben. Wo sich große Menschenmassen aufhalten ist es in der Regel auch immer warm. Packen Sie sich ein zweites Hemd ein und tragen Sie nach Bedarf zwischendurch etwas Deo auf. Mit einem Pfefferminzbonbon können Sie nach dem Essen oder vor einem Gespräch Ihren Atem auffrischen. Mit Traubenzucker halten Sie sich fit und sorgen nach ersten Ermüdungserscheinungen wieder für mehr Energie. Denn das Führen so wichtiger Gespräche kann auf Dauer ganz schön anstrengend sein. Trotzdem: Nie das Lächeln vergessen!

Nach der Jobmesse: Bleiben Sie in Kontakt

Egal ob Sie an einem konkreten Job interessiert sind oder Ihr berufliches Netzwerk ausbauen möchten: Halten Sie den Kontakt. Um nicht direkt wieder vergessen zu werden, sollten Sie sich zwei bis drei Tage nach der Jobmesse einmal schriftlich für das Gespräch bedanken. Tun Sie dies per Email oder über ein Karrierenetzwerk. Bevorzugen Sie den schriftlichen Weg, denn ein Anruf könnte aufdringlich wirken. Geben Sie dem Firmenvertreter vom Messestand Zeit, sich alle erhaltenen Unterlagen in Ruhe anzuschauen. Haben Sie nach zwei Wochen noch nichts gehört, können Sie auch telefonisch um eine Rückinfo zum Stand Ihrer Bewerbung bitten.

Bild: Jana F.
Jana F. (128 Artikel)

Jana Fast ist studierte Sprachwissenschaftlerin und arbeitet derzeit als Online-Redakteurin bei der Ideenkraftwerk GmbH. Erfahrungen sammelte sie im Online-Recruitment einer Jobbörse, aber auch in einer Marketing-Agentur. Mit Fortbildungen in New York und einem Studium der Literatur in Spanien eignete sie sich interkulturelle Kompetenz und ein tieferes Sprachverständnis an.

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